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Forscher warnen vor Abhängigkeit

Wie viel Kaffee ist denn nun zu viel?

Die morgendliche Tasse Kaffee hat für die meisten von uns denselben Stellenwert, wie regelmässiges Zähneputzen. Dass unser heissgeliebtes Lebenselixier gar nicht so schädlich ist, wie sein Ruf, wissen wir inzwischen. Die neuste Studie warnt allerdings vor einer zu hohen Dosis. Aber wo fängt die an?

Kaffeekonsum: Wie viel ist zu viel?

Eins, zwei, drei vier, viele ... Unser täglicher Kaffeekonsum kann schon mal ausarten. Müssen wir uns deswegen Sorgen machen?

instagram/mvb

Lange stand das koffeinhaltige Heissgetränk unter Beschuss der Mediziner. Er trocknet aus, hiess es. Mit gemeinen Beschuldigungen wie dieser, versuchten sie uns die Liebe zu ihm zu nehmen, aber schon mal was von Bonnie und Cylde gehört? Egal wer etwas Schlechtes behauptete, wir blieben der dunklen Flüssigkeit treu, gingen durch dick und dünn. Zurecht. Inzwischen sind mystische Theorien des Vertrocknens längst widerlegt. Hoch die Tassen! Aber um ehrlich zu sein, geniessen wir die morgendliche Tasse seither ja schon noch etwas mehr.  

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Ja, wir Schweizer lieben ihn, den Kaffee. Das fand auch der USDA World Coffee Market Report heraus. Immerhin haben wir uns 2018 pro Kopf rund 10 Kilogramm davon die Kehle heruntergestürzt. Das ist gar nicht mal so wenig. Aber auch zu viel?

Laut der neusten Studie liegt die Durchschnittperson mit den umgerechnet 2,3 200 Milliliter Tassen pro Tag völlig im grünen Bereich. Ein wahrer Kaffee-Junkie sollte allerdings vorsichtig sein. Forscher des Australian Centre for Precision Health fanden jetzt nämlich heraus, dass alles über einem Konsum von sechs kleinen (125 ml) oder vier grossen (200 ml) Tassen negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben kann. Vor allem das erhöhte Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, schockiert. Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass Vieltrinker von ihrer täglichen Ration schneller abhängig werden, als die, die es bei zwei Tassen belassen. Wer ausnahmsweise mal nicht an seine benötigte Menge kommt, darf sich dann über innere Unruhe, Konzentrationschwierigkeiten und Kopfschmerzen freuen.

Also: Wer Kaffee genauso liebt, wie wir, muss ihm nicht gleich abschwören. Wie bei so vielem im Leben kommt es ganz einfach auf eine gesunde Dosis drauf an, die im besten Fall nicht überschritten werden sollte. 

Von Denise Kühn am 24. Mai 2019