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Esst ihr genug Proteine?

Daran erkennt ihr, ob ihr einen Eiweissmangel habt

Ihr habt Haarausfall und seid dauernd müde? Vielleicht liegt die Ursache in einem Eiweissmangel! Wir verraten, welche Anzeichen auf einen Mangel hindeuten und was ihr dagegen tun könnt.

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Proteine gehören zu den Hauptnährstoffen unseres Körpers.

Getty Images

Wie heisst es so schön: Wahre Schönheit kommt von innen. Und das ist nun wirklich nichts als die Wahrheit, denn wer schön sein will, kann das Innenleben seines Körpers nicht vernachlässigen. Besonders wichtig für einen funktionstüchtigen Körper sind die drei Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweisse. Ist die Zufuhr der Nährstoffe zu gering, hat das für unseren Stoffwechsel und die Organe massive Folgen. Vor allem Proteine werden häufig unterschätzt und viele von uns Leiden unbewusst an einem Mangel.

Eiweiss ist wichtig, aber warum?

Schon von Kindesbeinen auf wird uns eingetrichtert, wie unfassbar wichtig Proteine sind. Das Wort «Protein» stammt vom griechischen «proteios», das «grundlegend» bedeutet – und genau das ist Eiweiss für sämtliche Funktionen des Körpers. Ohne den wichtigen Nährstoff würden Muskeln, Organe und der Blutkreislauf nicht funktionieren.

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Leider hat unser Körper keine Alarmglocke, die uns vor einem Mangel warnt. Also wie erkennt man einen Mangel? Durch kleine Anzeichen des Körpers. Und glaubt uns, wenn so ein wichtiger Nährstoff wie Eiweiss fehlt, kriegt ihr vom Körper mehr als genug Signale.

Heisshungerattacken

Bei mangelndem Eiweiss fällt es dem Körper schwer, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Es kommt zu starken Schwankungen, die Heisshungerattacken auslösen. Als wäre das nicht schon problematisch genug wird zudem euer Verlangen nach Süssigkeiten grösser, denn der Körper will nun umso mehr Zucker und Eiweiss, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.

Eure Muskeln verschwinden

Bei einer geringen Eiweisszufuhr holt sich der Körper die benötigten Proteine aus den Vorräten, die nicht lebenswichtig sind. Dazu gehört unter anderem die Muskulatur. Bei einem Eiweissmangel schrumpfen deshalb eure Muskeln. Das Ergebnis? Ihr werdet schwach und träge.

Müdigkeit und schlechte Laune

Der Muskelabbau führt dazu, dass ihr euch schlapp und müde fühlt. Der Körper ist so damit beschäftigt, den Eiweissmangel auszugleichen, dass er mehr Energie als sonst benötigt. Ausserdem wird das Glückshormon Serotonin aus Aminosäuren gebildet, die normalerweise die Proteine liefern. Zur Müdigkeit kommt deshalb noch schlechte Laune hinzu – Volltreffer.

Es bilden sich Wassereinlagerungen

Der Körper braucht Proteine, um Wasser in Blutgefässen zu halten. Habt ihr einen Eiweissmangel, wandert das Wasser deshalb aus den Blutgefässen ins Gewebe. Die Folge? Wasseransammlungen, die zu Schwellungen und sogar einer Gewichtszunahme führen können.

Haar, Haut und Nägel leiden

Für die Haarproduktion spielt Eiweiss eine wichtige Rolle, denn tatsächlich besteht unser Haar zu 90 Prozent aus Protein. Bei einem Mangel werden die Haare deswegen dünn und es kommt zum Haarausfall. Auch die Haut leidet bei zu wenig Proteinen, wird trocken und schuppig. Die Spitze des Eisbergs sind dann  brüchige Nägel, die splittern und einreissen.

Ihr habt einen Mangel – und was jetzt?

Solltet ihr all die aufgezählten Anzeichen bei euch wieder erkennen, stehen die Chancen, an einem Eiweissmangel zu leiden, leider gut. Aber keine Sorge, das kriegen wir wieder hin! In nächster Zeit solltet ihr dazu auf eure Ernährung achten. Empfohlen werden täglich etwa 2 Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Ei hat beispielsweise 15 Gramm Eiweiss. Macht ihr euch also statt eines Konfi-Brötlis ein leckeres Rühr- oder Spiegelei zum Zmorge, könnt ihr da schon einiges rausholen.

Absoluter Spitzenreiter der Protein-Lieferanten ist Käse. Allerdings enthält Käse sehr viele Fette und diese können die Eiweissaufnahme behindern. Greift deshalb lieber zu Eiweissshakes, die haben wenig Zucker und Fett und verschaffen euch dennoch die nötigen Proteine. So könnt ihr eure Mahlzeiten ergänzen und seid den Mangel schon bald wieder los.

Von Lara Zehnder am 10.01.2020
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