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  4. Probiotika, waschen, rasieren: Wie man die Vagina im Sommer pflegt

Wenn im Slip Gefahren lauern

Der grosse Vagina-Sommer-Guide

Heiss und feucht – so mögen wir das untenrum. Was im Bett ausdrücklich erwünscht ist, kann im brütenden Sommer-Alltag zu Irritationen führen. Es gilt also, die Intimpflege an den easy breezy Lifestyle mit nassem Höschen und rasierter Bikinizone anzupassen.

Instagram/theattico

Hot right now: Feuchtgebiete.

Instagram/theattico

Wir reden nicht lange um den heissen Brei herum: Je höher die Temperatur klettert, je mehr wir mit nassem Bikini auf dem Handtuch braten, ergo je besser das Leben ist – desto mehr leidet unsere Vagina, das arme Ding. Still und heimlich tut sie das erst mal oft. Manche unter ihnen sind robuster, andere sensibler. Feuchtigkeit im Höschen, sei es durch Wasser oder Schweiss, ist dabei ein Widersacher, den wir sonst sehr schätzen. Damit alles fit im Schritt bleibt, ist es essenziell, im Sommer dementsprechend zu pflegen und die Routine auf die Bedürfnisse der heiteren Vagina anzupassen. Und das könnte folgendermassen aussehen:

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Alles schön clean halten

Die optimale Pflege ist keine
Man kann es ja nicht oft genug sagen: Seife ist der Intim-Teufel! Zumindest herkömmliche. Der Zauberkasten Vagina nämlich ist ein selbstreinigendes Organ, das im Grunde nichts ausser sich selbst braucht. Bad ass. Klar, da gibt es spezielle, milde Produkte, die Vulva und Vagina guttun, sie reinigen und sie beim Genesen unterstützen. Aber generell gilt: Übermässiges Einseifen mit Duschgel und ähnlichem kann dazu führen, dass die Vagina ihre Selfcare einstellt und anfällig wird – für Krankheiten und schlechte Bakterien.

Nach dem Workout ist oft vor der Infektion
Zur Zeit wird ja geschwitzt wie blöd. Wer sich da noch zum Sport aufraffen kann, schmilzt vermutlich schier. Auch zwischen den Beinen. Drum also nach dem Workout immer schön duschen oder sich bei Zeitdruck mit Tüchern frischmachen. Auch frische Unterwäsche ist unabdingbar, um zu vermeiden, dass sich Schweiss ansammelt, der Reizungen verursachen könnte. Lasst da ruhig mal die sexy Spitze zu Hause: Es ist (endlich) Zeit für atmungsaktive Baumwolle. Die empfiehlt sich übrigens auch auf Reisen und dann, wenn man besonders lange sitzen muss.

Richtig frisieren

Gerne am Tag zuvor
Nach rasieren und wachsen 24 Stunden warten, bevor man sich in Sonne, Meer, Pool oder See knallt. So kann sich die Haut beruhigen, Irritation kann vorgebeugt werden. Das mag nach etwas Planung verlangen, die sich aber lohnt.

Coole Klingen
Die messerscharfen Dinger bitte nach fünf bis sieben Durchgängen entsorgen. Bringt ja nix, stumpfe Klingen zerren nur unnötig an der Haut. Ihr ahnt es: Korrekt, um Irritationen und die Übersiedlung von Bakterien zu vermeiden. 
Ein (wirklich sehr) sanftes Peeling nach der Rasur kann dabei helfen, eingewachsene Haare und Rasierpickel zu verhindern.

Vorglühen für die Rasierparty
Ausserdem wirksam: die Bikinizone (oder generell alle zu rasierenden Bereiche) vor dem Duschen mit einer sanften Trockenbürste schrubben. Alternativ lohnt es sich, die Hotspots mit warmem Wasser zu waschen oder eine heisse Kompresse aufzulegen, um die Poren zu öffnen.

Vorbereitung ist alles

Wie magisch die Sache mit den selbstreinigenden Fähigkeiten ist, haben wir längst erwähnt. Ähnlich wie der Darm speichert die Vagina verschiedene Bakterienstämme, die im Gleichgewicht gehalten werden wollen. Klappt das nicht, drohen Infektionen mit durchaus unangenehmen Nebenwirkungen. Wer schon mal einen (nicht immer) leicht fischigen Geruch an sich wahrgenommen hat, weiss, wovon wir reden. Sich die guten Bakterien einzuladen, wirkt Wunder: Probiotika lassen sich in Form von Kapseln schlucken oder als Zäpfchen einführen. 
 

Von lei am 19. Juni 2021 - 16:09 Uhr
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