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  4. Pickel ausdrücken ist keine gute Idee – das hilft trotzdem

Manchmal hilft halt alles nichts

Ihr habt den Pickel doch ausgedrückt – und jetzt?

Wir alle wissen ganz genau, dass man es nicht tun sollte, und trotzdem geht es manchmal einfach nicht anders: Der penetrante Pickel, der uns am Morgen im Spiegel entgegen geleuchtet hat, musste weg. Wir haben ihn ausgedrückt. Und was nun?

Shot of an attractive young woman inspecting her face in the bathroom mirror

Man soll es nicht tun – aber manchmal können wir einfach nicht anders als den Pickel doch auszudrücken. 

Getty Images

In circa jedem Artikel, den man im Internet zum Thema Pickel-Bekämpfung findet, steht es gross und deutlich geschrieben: Das Allerwichtigste, um einen Pickel schnell wieder loszuwerden, ist es, ihn nicht – unter keinen Umständen, komme was wolle – auszudrücken. Danach finden sich jede Menge Punkte, was wir ausserdem tun können, um ihn zu behandeln. Blöd nur, dass die alle hinfällig werden, wenn wir Punkt eins vor dem Badezimmerspiegel konsequent ignoriert haben. Sind wir von jetzt an also alleingelassen mit unserem Unglück im Gesicht? Sagen wir es mal so: Ihr solltet den Pickel WIRKLICH nicht selbst ausdrücken. Er kann sich noch mehr entzünden, Narben und dunkle Flecken hinterlassen. Falls ihr es trotzdem getan habt, hilft aber das hier:

1. Säubern

Es macht nur Sinn: Jetzt, wo eure Haut quasi ein Loch hat, haben Bakterien leichtes Spiel. Deswegen ist es wichtig, sich erst einmal die Hände ausgiebig zu waschen und die Pickel-Zone anschliessend gründlich mit einem sehr, sehr milden Reiniger zu säubern.

2. Feucht halten

«Sehr, sehr mild» ist auch die Devise, die ihr bei der Feuchtigkeitscreme beachten solltet, die danach auf den empfindlichen Bereich aufgetragen wird. Side Note: Zahnpasta ist KEINE sehr, sehr milde Feuchtigkeitscreme. Austrocknen ist der Feind. Haltet euch wenigstens hier zurück!

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3. Wissen, was nicht geht

Neben Zahnpasta solltet ihr noch von einigen anderen Dingen Abstand halten, während euer Gesicht sich langsam selber heilt: Peelings, Vitamin-C-Seren oder Gesichtsbehandlungen wie Micro-Needling sind jetzt gerade echt keine gute Idee. Sie beanspruchen die ohnehin schon geschädigte Haut viel zu sehr. Oh, und wo wir schon dabei sind: Weiterhin an der empfindlichen Stelle herumzudrücken, ist definitiv auch nicht die richtige Methode, um schnelle Schadenbegrenzung zu betreiben.

4. Abdecken

Pickel Patches sind eine super Erfindung: Sie sorgen mit ihren Inhaltsstoffen dafür, dass die betroffene Stelle gut befeuchtet bleibt und schneller heilt. Ausserdem hindern sie uns daran, 24/7 an der entzündeten Stelle herumzufummeln UND sehen im besten Fall noch süss aus. Man kann damit also eigentlich nur gewinnen.
Was hingegen auch nach hinten losgehen kann: Den Pickel mit Vaseline versiegeln. Das hilft zwar, ihn vor Umwelteinflüssen zu schützen, kann aber – besonders wenn wir anfällig für Akne sind – dazu führen, dass sich weitere unliebsame Huckel auf der Haut bilden. Die wir dann möglicherweise auch wieder ausdrücken. Ein Teufelskreis.

5. Sonnenschutz tragen

Das lest ihr vermutlich ungefähr genauso oft, wie dass man keine Pickel ausdrücken soll. Leider kommt der Tipp nicht von ungefähr. Ein abheilender Pickel KANN nämlich durchaus eine Narbe oder dunkle Stelle auf der Haut hinterlassen, wenn wir nicht aufpassen. Sonnenschutz verringert das Risiko, dass sich die gerade neu gebildete Haut direkt verbrennt und dunkler färbt.

6. Besserung anstreben

Ein letztes Mal nerven wir euch jetzt doch noch: Der ganze Prozess geht sicherer und schneller vonstatten, wenn ihr eure Haut einfach ihren Job machen lasst. Fürs nächste Mal wäre es daher besser, den unliebsamen weissen Punkt nicht zu drücken und stattdessen punktuell auf Inhaltsstoffe wie Retinol oder BHA (Salicylsäure) zu setzen. Die behandeln auch, ohne dass der Pickel sein Leben lassen musste.

Von Malin Mueller am 21.07.2020
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