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Kaum zu glauben

Teebeutel geben riesige Mengen Mikroplastik ab

Da schlürfen wir nichtsahnend unseren Sencha-Tee und trinken dabei wahrscheinlich unwissend schädliches Plastik mit. Wie bitte? Jap, kanadische Forscher haben herausgefunden, dass Teebeutel aus Kunststoff kleinste Teilchen davon ins heisse Wasser abgeben. Welche Beutel ihr keinesfalls mehr benutzen solltet?

Teebeutel Mikroplastik

Teebeutel sind gar nicht so harmlos, wie sie aussehen.

Getty Images

Es versteckt sich in PET-Falschen, gewissen Kosmetika und schwimmt im Meer – Mikroplastik: Diese kleinen, unter 5 Millimeter grossen (scheinbar harmlosen) Teilchen zählen zu den grössten Übeltätern in der heutigen Zeit. Von den gefährlichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben wir bereits gehört. Seit Neuestem wissen wir ausserdem, dass wir unserem Körper sogar während des Teetrinkens Plastik einflössen … Was kommt als nächstes? Auf Wasser verzichten? Der Blick in die Zukunft sieht alles andere als rosig aus, so viel ist klar. Die Studie der kanadischen Forscher hat gezeigt, dass Teebeutel aus Kunststoff mehr Mikroplastik abgeben als PET-Flaschen! Offenbar verstärkt das heisse Wasser den Effekt zusätzlich.

Diese Beutel sind betroffen

Von Pyramidenbeuteln aus Nylon solltet ihr gleich die Finger lassen und sie nicht mehr benutzen! Sie enthalten mit grosser Wahrscheinlichkeit die grössten Mengen an Plastik. In der Schweiz bestehen die meisten Teebeutel jedoch aus Papier und anderen Pflanzenfasern – eine kleine Beruhigung? Nicht wirklich. Oft werden auch diesen Verpackungen geringe Mengen Kunststoff beigemischt. Sie machen das Papier resistent gegen Nässe, was ja gewissermassen der Sinn eines Teebeutels ist. Auch schnurlose Beutel gelten ab sofort als absolutes No-Go. Sie sind rundum mit einer Klebenaht verschlossen, die Kunststoff enthält. Kleinste Teilchen davon verteilen sich dann schön unbemerkt im heissen Wasser. Mhmm, die Vorstellung ist ganz schön widerlich! 

Bio und deshalb plastikfrei?

Leider nein! Bei der Migros gibt es zum Beispiel einen Bio-Tee im Nylonbeutel und auch andere Hersteller verkaufen ihren scheinbar «hochwertigen» Grüntee aus biologischem Anbau in Nylon verpackt. Wirklich jetzt? Es scheint hoffnungslos zu sein. Tatsächlich gibt es nur eine Möglichkeit, komplett plastikfreien Tee zu trinken: frisch aufgegossen aus den getrockneten Blättern. Damit könnt ihr uns gleich bei der Mission #styleprojektplastik unterstützen und weniger Müll produzieren.

 

Von Jana Giger am 09.10.2019