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  4. Superfood Samen: Chia-, Sesam-, Hanf- und Leinsamen machen schön

Ernten was man sät

Was eine kleine Samenspende wirklich bringt

Ob Kapseln, Cremes oder andere überteuerte Produkte aus der Apotheke – für unsere Schönheit, das Wohlbefinden und die Gesundheit tun wir bekanntlich so einiges. Dabei ist das Einzige, was wir dazu brauchen, Mutter Natur.

Superfood Samen

Wie so oft sind die Kleinen in Wirklichkeit ganz gross: Samen stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. 

Getty Images

Ob intakter Verdauungstrakt oder reine Haut – sich und seinen Körper zu optimieren, liegt im Trend. Das wissen auch die Pharma- und Beautykonzerne und bringen im Minutentakt neue, vielversprechende Produkte auf den Markt. Wie viel diese letztendlich bringen, bleibt jedoch oft ein ungelöstes Rätsel.

Wer lieber auf Nummer sicher gehen will und vielleicht den ein oder anderen Rappen sparen möchte, dem seien Samen wärmstens ans Herz gelegt. Und nein, das männliche Geschlecht oder andere Lebewesen haben damit nichts zu tun. Es geht um die Samen, die Mutter Natur uns schenkt. Und das ganz kostenlos.

Samenknabbern ist längst nicht nur etwas für Hippies

Es ist kein Wunder, dass sich Lein-, Chia- oder Hanfsamen in den letzten Jahren als wahres Superfood einen Namen gemacht haben. Wo überteuerte Produkte aus der Apotheke versagen, springen sie ein. Welche Samen und Kerne wir unbedingt auf dem Radar haben sollten?

Leinsamen

Reich an: Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, Lignan

Ganz besonders Leinsamen haben inzwischen in sämtlichen Vorratsschränken Einzug gehalten. Gründe dafür gibt es viele. Bekannt sind sie vor allem für ihren positiven Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt. Die braunen Samen sind aber nicht nur verdauungsförderlich, sie bringen dank der enthaltener Lignane ebenso einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt wieder in Balance. Wer unter hormoneller Akne leidet, sollte ihnen also unbedingt mal eine Chance geben. Tipp: Damit die Inhaltsstoffe der äusseren Schalen am besten in den Körper gelangen, empfehlen sich geschrotete Leinsamen.

Chia Samen

Reich an: Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium, Zink, Vitamin A

Was vor zehn Jahren noch kaum jemand kannte, wurde quasi über Nacht zu DEM Superfood schlechthin. Kein Wunder, denn die winzigen Körnchen stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. Besonders erstaunlich: Chias enthalten zehnmal mehr Omega-3-Fettsäuren als Lachs. Dank der reichhaltigen Mineralien beugen sie nicht nur Heisshungerattacken vor und sorgen für eine gute Verdauung, sie lindern zudem Sodbrennen, senken Bluthochdruck und den Cholesterinspiegel. Ja, die Vorteile der Samen sind gigantisch. Aber Vorsicht an alle Umweltbewussten: Hierzulande wächst kein Chia, er wird aus Mittel- und Südamerika importiert. Besser: Leinsamen haben eine ähnliche Wirkung und wachsen auch in der Schweiz.

Sesamsamen

Reich an: Lignan, Eisen, Calcium, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, Vitamin E

Bei Sesam kommen besonders Vegetarier und Veganer auf ihre Kosten. In den Samen, die oft in der asiatischen Küche verwendet werden, stecken viele Mineralien, die sonst vor allem in tierischen Produkten zu finden sind. Zudem sagt man, Sesam sei der effektivste Lieferant in Sachen Lignan. Wie oben erklärt, gleicht der Naturstoff hormonellbedingte Schwankungen aus.

Hanfsamen

Reich an: Eiweiss, Omega-6-Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B1, B2 und E, Magnesium, Eisen

Bei Hanfsamen sind besonders die, die auf eine pflanzliche Ernährung setzen, an der richtigen Adresse. Sie besitzen nicht nur eine Menge Eiweiss, sondern können Studien zufolge vom Körper besser aufgenommen werden als andere pflanzliche Eiweisse. Übrigens: Berauscht wird man von den verdächtig klingenden Samen nicht.

Von Style am 30. August 2019