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Pillow Talk

Die häufigsten Sex-Träume und was sie bedeuten

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass wir nachts unsere tiefsten Gefühle und Sehnsüchte verarbeiten. So intim. Vor allem, wenn es sich dabei um Träume sexueller Natur handelt. Was ihr schon immer mal über Sexträume wissen wolltet.

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Betrügen, betrogen werden, GV in der Öffentlichkeit – was Sexträume bedeuten.

Getty Images

«Ich hab letzte Nacht von dir geträumt.»

«Ah, ja? Was denn...?»

«Naja, also nichts Besonderes, wir waren im Restaurant, und da wolltest du erst das Schnitzel nehmen, und dann hast du gesagt, nee, also, doch nicht das Schnitzel. Hm... Das war es eigentlich so etwa.»

Ein ziemlich harmloses Beispiel. Für einen Traum. Aber egal ob harmlos oder nicht – Fakt ist: Anderen zu berichten, man habe von ihnen geträumt, ist eine heik­le Sache. Wer das tut, zieht sich aus, und die oder den anderen gleich mit. Zunächst mal sich selbst, weil man damit den Blick in sein Innerstes freimacht.

Denn was kann es Intimeres geben als die eigenen Träume? Alles andere – bewusste Gedanken, Tagfantasien, Ideen und Pläne – lässt sich kontrollieren, filtern, erklären. Aber die Träume in der Nacht, da hat das Unterbewusstsein das Sagen, und das heisst: Offenbarung. Im Traum, davon sind viele Menschen überzeugt, fallen die Masken, keine Täuschungen und Selbsttäuschungen mehr, keine Halbwahrheiten. Als träte man vor Gott, der oder die alles sieht.

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Wieviel Sex haben wir in der Nacht?

Angeblich träumen Menschen rund 60 Stunden im Jahr von Sex. Einer kanadischen Studie zufolge handeln acht Prozent unserer Träume von Sex, und insgesamt träumen Menschen zweieinhalb Stunden pro Nacht. An das Wenigste davon erinnern wir uns.

Und wenn doch, dann sind die Sexträume mitunter besonders seltsam. Vor allem, was das Personal angeht: Viele Menschen berichten, sie hätten im Traum Sex mit Leuten, bei denen sie im Wachzustand nicht daran denken würden.

Welchen Sex haben wir in der Nacht (und was bedeutet das)?

Wir sollten unsere Träume jedoch eher als Metapher betrachten, sagt Traumforscherin Jane Teresa Anderson zur amerikanischen Plattform Broadly. Aber was für Metaphern? Welches sind die häufigsten erotischen Träume und wofür stehen sie? Ein Aufklärungsversuch. Einfach auch sicherheitshalber.

Sex mit einem platonischen Freund oder einer platonischen Freundin
Wer von Sex mit einem platonischen Freund, einer platonischen Freundin träumt, sehnt sich gemäss Dr. Shannon Chavez nicht etwa insgeheim nach Sex mit dieser Person. Sondern gewissermassen auf der metaphorischen Ebene nach etwas, was diese*r Freund*in als Persönlichkeitsmerkmal hat: Abenteuerlust, Stabilität, und so weiter. Die Personen, die in Träumen auftauchen, stehen meistens für etwas, was man braucht, sich wünscht … wieder: und so weiter.

Sex mit einer Berühmtheit
Dr. Shannon Chavez meint, dass von Berühmtheiten zu träumen die Vanille-Glace unter den Sexträumen sind. Mögen die meisten. Haben alle. Warum wir von ihnen träumen ist ganz einfach: Man hat kurz vor dem Schlafengehen einen Film mit der Person gesehen, etwas über sie gelesen oder ähnliches. Darum ist die dann so präsent im Schlaf. So einfach ist das. 

Fremdgehen
Träume, in denen man fremdgeht, bedeuten laut Traumexpert*innen weniger, dass man kurz davor ist, den Partner zu betrügen, sondern dass sich alte Muster wiederholen, die bereits zum Scheitern vergangener Partnerschaften geführt haben. 

Sex mit jemandem des gleichen Geschlechts
«Wenn wir Menschen in unsere Träume einschliessen, repräsentieren diese nicht unbedingt die Menschen, als die wir sie kennen», schreibt Sex-Therapeutin Cyndi Darnell in ihrem Blog. Es sei möglich, dass uns unser Unbewusstsein sagen möchte, dass wir neugierig sind, same-Sex-Erfahrungen zu machen – viel wahrscheinlicher sei es jedoch, dass die Person etwas anderes darstellt. «Zum Beispiel, dass man sich wünscht, Frieden zu schliessen mit etwas aus der Vergangenheit oder gemeinsam eine Lösung zu einem aktuellen Problem zu finden.»

Sex in der Öffentlichkeit
Sexologin und Psychologin Rhonda Milrad sagt dazu: «Dabei geht es nicht um eine exhibitionistische Veranlagung, vielmehr steht diese Art von Traum in Verbindung mit einem Gefühl der Verletzlichkeit, Unsicherheit und der Angst, vor den Augen anderer entblösst zu werden.» Man fürchte sich davor, dass etwas Geheimes, Peinliches ans Licht kommen könnte.

Viel unsexier als erwartet, diese Sex-Träume. Manchmal zeigen sie uns also unser tiefstes Verlangen, manchmal unterhalten sie einfach nur unseren schlafenden Geist. In jedem Fall brauchst man kein schlechtes Gewissen wegen dem haben, was sich unser Unterbewusstsein nachts so zusammenreimt. Keine Panik also, weiterschlafen und geniessen.

Von Rahel Zingg am 15.08.2020
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