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In den Wechseljahren auf dem Speiseplan

Gemüse, das bei Östrogenmangel hilft

Das Energielevel sinkt und der Gemütszustand gleich mit. Irgendwas stimmt nicht, ist gerade nicht im Lot. Vielleicht die Hormone. Und jetzt? Essen wir. Und zwar Gemüse, das die innere Balance wieder herstellt. En Guete!

Brokkoli auf Teller

Was bei Östrogenmangel auf den Teller soll: Brokkoli. 

Getty Images

Mit dem Östrogen im Körper verhält es sich wie mit Ketchup zu Pommes. Mal haben wir zu viel davon. Mal zu wenig. Die richtige Ration zu finden, ist eine echte Herausforderung. 

Viele Frauen erleben vor den Wechseljahren irgendwann mal einen Östrogenüberschuss – eine sogenannte Östrogendominanz. Diese äussert sich in manchen Fällen durch Gewichtszunahme, Akne oder Stimmungschwankungen

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke schrittweise ihre Funktion ein und die Östrogenproduktion sinkt. Was nicht bedeutet, das gleichzeitig auch die Anzahl an lästigen Problemen abnimmt. Hallo Hitzewallungen, sei gegrüsst Inkontinenz

Die schlechte Nachricht ist: Wir können die Wechseljahre nicht aufhalten. Und die gute? Die Beschwerden lassen sich zumindest abschwächen. Mit Phytoöstrogen zum Beispiel. Der sekundäre Pflanzenstoff enthält strukturelle Ähnlichkeiten mit Östrogen, weshalb er das Hormon nachahmen und helfen kann den Östrogenmangel auszugleichen. Holt schon mal Stift und Einkaufszettel! Die folgenden Gemüsesorten enthalten Phytoöstrogen – und weitere positive Eigenschaften:

Brokkoli

Brokkoli hat viel zu bieten. Neben den Vitaminen C, E und K enthält das Gemüse auch Vitamin-B-Komplexe und Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium und Kalium. Durch seine sekundären Pflanzenstoffe wirkt er antioxidativ und schützt den Körper vor freien Radikalen. Übrigens: Man sollte ihn dämpfen, nicht kochen. 

Knoblauch

Die Knolle hinterlässt zwar einen fiesen Geruch – aber wir drücken mal noch ein Auge zu. Weil: Knoblauch ist lecker. Und Knoblauch ist gesund! Indem er die Blutgefässe erweitert, begünstigt er die Durchblutung. Ausserdem baut er mit der Schwefelverbindung Ajoen den Gerinnungsstoff Fibrin ab und wirkt dadurch wie ein Blutverdünner. 

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Randen

Auch in Randen steckt viel Gutes! Unter anderem Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und Zink. Das enthaltene Betanin (ist auch für die rote Farbe verantwortlich) zählt zu den Antioxidantien und fängt freie Radikale ab. Weiter wird Randen nachgesagt, sich positiv auf den Blutdruck auszuwirken und die Verdauung zu fördern. 

Karotte

Sind Rüebli tatsächlich gut für die Augen? Ja. Aber bedingt: Das Beta-Carotin in den Karotten ist eine Vorstufe von Vitamin A. Und ein Mangel davon kann eine Sehschwäche verursachen. Mit Beta-Carotin kann der Mangel ein Stück weit ausgeglichen und die Sehschwäche somit behoben werden. Karotten können aber noch mehr: Sie stärken das Immunsystem und lindern mit ihren unlöslichen Ballaststoffen (diese binden weniger Wasser und regen deshalb den Transport im Darm besser an) Magen-Darm-Beschwerden. 

Spinat

Popeye hats uns schon in der Kindheit gelehrt: Spinat macht stark! Auch wenn das mit dem wachsenden Bizeps in Realität nicht ganz so zackig funktioniert. Trotzdem sollten wir die grünen Blätter essen. Neben Eisen stecken in Spinat Kalzium und Folsäure und das Provitamin A, Vitamin C und Vitamin K1. Letzteres hilft die Blutgerinnung zu regulieren.

Vom Gesunden nochmals zurück zu den Pommes: Wo isst man die eigentlich am besten?

Von Vanessa Vodermayer am 20.12.2020
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