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Welternährungstag

Drei goldene Tipps für eine gesunde Kinderernährung

Sie verweigern Gemüse, benötigen viel Kalzium, schmelzen für Süsses: Kinder und deren Ernährung sind ein Universum für sich. Zum Welternährungstag brechen wir das komplexe Thema herunter. Auf drei Tipps, wie ihr euer Kind im Alltag zu einem gesunden Essverhalten animieren könnt.

Kind isst Himbeeren

Das Kind will Süsses, die Eltern Vitamine: Schliesst sich gegenseitig gar nicht aus!

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1. Selbstbedienungsladen einrichten

Kinder haben einen hohen Flüssigkeitsbedarf: Bereits ein einjähriges Kind sollte täglich rund 6 dl Wasser oder ungesüssten Tee zu sich nehmen. Bei einem Zwölfjährigen liegt der Flüssigkeitsbedarf bereits bei einem Liter pro Tag. Damit die regelmässige Flüssigkeitsaufnahme nicht vergessen geht, bietet es sich an, eine Trinkstation einzurichten. Kinder lieben es, aus einem grossen Topf selber Hüttentee zu schöpfen. Oder mittels Getränkespender immer wieder ihr Glas zu füllen.

Auch beim Essen haben Menschen im Wachstum einen besonders grossen Bedarf an Regelmässigkeit. Denn der Energiespeicher von Kindern hält noch nicht so lange an, wie der von Erwachsenen. Snacks zwischendurch dürfen nicht nur sein, sondern machen sogar Sinn. Sie unterstützen Fitness und Konzentration. Wieso richtet ihr euren Kindern nicht eine Früchteschale oder einen Gemüseteller ein, an dem sie sich tagsüber nach Lust und Laune bedienen können. Denn ihr kleiner Körper spürt oft ganz genau, wann er Nachschub braucht.

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2. Tabus sind kontraproduktiv

Lebensmittel zu verbieten ist grundsätzlich keine gute Idee. Denn Verbote üben ja oft einen ganz besonderen Reiz aus. Natürlich sollten neben Frischware auch viele Vollkornprodukte, einmal pro Woche auch Fisch, dreimal pro Woche Fleisch und täglich Milchprodukte für den Kalziumbedarf auf den Tisch kommen. Aber daneben liegt auch mal was Süsses oder Fast Food drin.

Denn die Menge macht das Gift. Und gegen massvolles Naschen kann kein Ernährungsexperte etwas einwenden! Um permanente Diskussionen rund um Süsses zu vermeiden, könnt ihr klare Nasch-Zeiten abmachen. Zum Beispiel am Wochenende. Oder was Kleines immer nach dem Mittagessen.

3. Vielfalt fördern durch Probieren

Wenn eure Kinder bei vielen Lebensmitteln das Gesicht verziehen und sich am liebsten den lieben langen Tag nur von Pommes ernähren möchten, ist noch nichts verloren. Animiert sie einfach weiterhin, jeweils kurz an allem zu schnuppern oder es sogar in den Mund zu nehmen, was auf dem Tisch steht. «Die Wissenschaft sagt, dass man Lebensmittel im Erwachsenenalter eher mag, wenn man diese als Kind rund 16 Mal probiert hat», sagt Ernährungsexpertin Marianne Botta. Viele Eltern geben zu früh auf oder erwarten sofortige Effekte. Wiederkehrendes Probieren schult den Geschmack!

Hier findet ihr ausserdem eine Liste mit sehr einfach umzusetzenden Ideen, wie ihr euren Kindern Gemüse schmackhaft machen könnt. Etwa diesen hier: Lasst doch beim Einkauf einfach mal euer Kind entscheiden, welches Gemüse es kaufen möchte. Und wenn es sich für ein hübsches Gewächs entscheidet, das ihr selber noch nicht kennt, haben alle gewonnen!

Von Sylvie Kempa am 15.10.2020
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