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Heidi Montag und die «Fleischfresserdiät»

Erhöht rohes Bisonherz wirklich die Fruchtbarkeit?

Sie verzehrt Geflügelleber, Bisonherz, Bullenhoden - alles roh. Was sich anhört wie eine Prüfung im «Dschungelcamp» hat für US-Reality-TV-Sternchen Heidi Montag einen Zweck: Sie will unbedingt schwanger werden. Aber funktioniert das tatsächlich?

June 15, 2019 - Santa Monica, CA, USA - LOS ANGELES - JUN 15: Heidi Montag, Gunner Pratt, Spencer Pratt at the 2019 MTV Movie & TV Awards at the Barker Hanger on June 15, 2019 in Santa Monica, CA Santa Monica USA  - ZUMAb170 20190615_zap_b170_302 Copyright: xKayxBlakex

Die Reality-Stars Heidi Montag und Spencer Pratt wünschen sich sehnlichst ein Geschwister für Sohn Gunner.

imago images/ZUMA Wire

«Ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein würde, nochmal schwanger zu werden», gesteht Reality-Star Heidi Montag (35) vor einiger Zeit auf ihrem Instagram-Account. Seit 1,5 Jahren versuchen sie und ihr Mann Spencer Pratt (38) ihrem vierjährigen Sohn Gunner ein Geschwisterchen zu schenken. Bisher erfolglos.

Anhängerin der «Fleischfresserdiät»

Dass Heidi wirklich nichts unversucht lässt und auch zu - sagen wir mal, gewöhnungsbedürftigen - Mitteln greift, zeigt sie ebenfalls auf ihrem Instagram-Profil, wo sie rohe Leber und Bullenhoden verdrückt. Diese Woche wurde sie nun auf den Strassen von Los Angeles beim Knabbern an einem besonderen Snack fotografiert: einem rohen Bisonherz. Auf Nachfrage des «People»-Magazins outet sich die «The Hills»-Darstellerin als Anhängerin der sogenannten «Carnivore Diet», zu deutsch «Fleischfresserdiät». Wie es der Name suggeriert, besteht sie in erster Linie aus Fleisch, insbesondere auch aus Innereien, und diese dürfen gern auch roh verzehrt werden.

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«Wer rohe tierische Organe isst, bekommt das Maximum an Nährstoffen», erklärt Montag. Sie fühle sich grossartig, seit sie der «Carnivore Diet» folge: «Ich habe viel mehr Energie, keine chronischen Schmerzen mehr, eine gesteigerte Libido und mein Menstruationszyklus hat sich verbessert.»

Eine Übersäuerung des Körpers beeinträchtigt die Fruchtbarkeit

Ob eine solche «Fleischfresser»-Ernährung tatsächlich etwas bringt, darf bezweifelt werden. Fleisch bildet Schwefelsäure im Körper, welche durch die Niere ausgeschieden wird. Ist die Niere überlastet, wird der Körper übersäuert, was den Säure-Base-Haushalt durcheinander bringt. Eine Übersäuerung des Körpers steigert die Fruchtbarkeit nicht, sondern beeinträchtigt sie - übrigens nicht nur bei der Frau, sondern auch beim Mann.

Eisen sorgt für den Eisprung

Dass die Ernährung allerdings wirklich einen grossen Einfluss haben kann, ob eine Frau schwanger wird oder nicht, zeigt eine gross angelegte Studie der amerikanischen Harvard-Universität. Laut ihr können durch Ernährungsumstellungen Zyklusstörungen um bis zu 70 Prozent reduziert werden, was die Fertilität erheblich steigert.

Allerdings sollte man laut dieser Studie nicht zu bergenweise rohem Fleisch greifen, sondern vermehrt zu pflanzlichen Ölen, Nüssen, Fisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Gemüse und Früchten. Ein Punkt, der für Fleisch spricht: eine ausreichende Eisenversorgung sorgt für den Eisprung - und den brauchts zwingend, um schwanger zu werden.

Allerdings liefern auch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte viel Eisen - es muss also dafür nicht unbedingt ein Bisonherz her. Wir drücken natürlich trotzdem die Daumen für Baby Nummer zwei und wären gespannt auf den Namen - schliesslich scheinen Tiernamen für Babys in Hollywood ja gerade voll im Trend zu liegen.

Von SC am 13. März 2022 - 17:09 Uhr
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