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  4. Fiona Erdmann: Totgeburt könnte durch Corona ausgelöst worden sein

Nach Totgeburt enthüllt

Fiona Erdmann hat ihr Baby während Covid-Infektion verloren

Während ihrer aktuellen Schwangerschaft ist Fiona Erdmann an Covid erkrankt. Ein extrem schwieriger Moment für das Model. Denn ihr letztes Baby hat sie während einer Corona-Infektion verloren, wie sie nun enthüllt.

Fiona Erdmann

Licht am Horizont für die vom Schicksal gebeutelte Fiona Erdmann: Sie durfte vor Kurzem eine erneute Schwangerschaft verkünden.

Instagram / Fiona Erdmann

Fiona Erdmann (33) bleibt wirklich nichts erspart. Das Ex-GNTM-Model enthüllt in seinem neuesten Youtube-Video nicht nur, dass es in ihrer aktuellen Schwangerschaft eine Corona-Infektion durchsteht. Sondern auch, dass die Ärzte und die betreuende Gynäkologin davon ausgehen, das Coronavirus habe zur Totgeburt ihres letzten Babys in der 18. Schwangerschaftswoche beigetragen.

Fiona Erdmann reagiert panisch auf Diagnose

Monatelang hat Fiona Erdmann über die Gründe geschwiegen, die zur Totgeburt ihres Kindes im vergangenen Mai geführt haben. Anlässlich seiner aktuellen Corona-Infektion lässt das Model nun aber tief in seine Gefühlswelt blicken. Denn der positive Covid-Test lässt schlimme Gefühle aufleben. «Das hat ein Kopfkino ausgelöst. Panik.»

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Nur eine Nacht lang. Am nächsten Morgen habe sie ihr Baby im Bauch treten gespürt und der Verlauf ihrer Corona-Infektion sei dieses Mal auch viel milder als in der vorherigen Schwangerschaft. Während ihre erste Covid-Infektion mit hohem Fieber und starkem Unwohlsein verbunden gewesen sei, fühle sich die aktuelle Infektion eher wie eine Erkältung an, sagt das Model und niest während der Aufnahmen prompt in die Kamera.

Die Immunantwort funktioniert. Und die Ärzte haben dem Model sofort präventiv Medikamente verschrieben, damit kein Fieber aufkomme. Man habe ihr erklärt, das Fieber sei wohl mit einer der Gründe gewesen, warum sie vergangenes Jahr ihr Baby verloren habe.

Fiona Erdmann will keine Angst schüren

Sie habe sich dafür entschieden, ihre Geschichte zu erzählen, sagt Fiona Erdmann, weil sie daran glaube, dass man nur durch Austausch wachsen kann. Denn: Wie soll man sich mit einem Thema auseinandersetzen und Erfahrungen austauschen, wenn niemand darüber spricht? Also hat es sich das Model zum Steckenpferd gemacht, Tabuthemen zu brechen. «Es ist für mich so wichtig, nicht den Mund zu halten und zu schweigen. Denn am Ende geht es mir nur darum, aufzuklären, Mut zu machen und Erfahrungen zu teilen. Nur so kann ich eventuell auch anderen Frauen helfen und ihnen Kraft und Hoffnung geben.»

Es sei jedoch ihre Geschichte, ihr Erlebnis, das sie in diesem Video teile. Ein Erfahrungsbericht, der nicht auf wissenschaftlichen Fakten basiere. «Mir wurde diese Einschätzung von Ärzten und meiner Gynäkologin zugetragen, die mehrfach diese Beobachtung gemacht haben.» Ihr Bericht habe keinen wissenschaftlichen Hintergrund.

Darum ist Fiona Erdmann nicht gegen Corona geimpft

Allerdings gibt es tatsächlich Hinweise darauf, dass das Risiko für Totgeburt, Fehlgeburt und gesundheitliche Komplikationen während einer Schwangerschaft markant ansteigt, wenn man sich mit dem Coronavirus infiziert, während man ein Kind unter dem Herzen trägt.

Nicht zuletzt deswegen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit BAG Schwangeren die Immunisierung mittels mRNA-Impfstoff ab der 12. Schwangerschaftswoche. Andere Länder, etwa Grossbritannien oder die USA, empfehlen die Impfung sogar früher. «Aktuell gibt es keine Hinweise dafür, dass bei der Impfung von schwangeren Frauen zu irgendeinem Zeitpunkt in der Schwangerschaft Probleme auftreten», heisst es in der offiziellen Kommunikation des BAG.

Fiona Erdmann, die in Dubai lebt, gesteht im Video, dass sie bislang nicht dazu gekommen sei, sich impfen zu lassen. Nicht, weil sie gegen eine Impfung sei. Nach der Totgeburt ihres Sohnes habe sie schlicht andere Sorgen und Gedanken gehabt. Sie bittet ihre Fans, sich in den Kommentarspalten nicht auf Impfdiskussionen einzulassen und nett zueinander zu sein. Die nachlassende Toleranz, wenn es um Themen rund um das Coronavirus gehe, mache ihr Sorgen.

Was Schwangere über das Coronavirus wissen sollten

Ungeimpfte Schwangere tragen ein höheres Risiko als geimpfte, so viel lässt sich wissenschaftlich bereits feststellen. Wie Prof. Irene Hösli, Chefärztin Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin am Universitätsspital Basel, in einem Gespräch mit der Schweizer Illustrierten erklärt, sei bei einer Impfung während der Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko für Komplikationen feststellbar. Sogar bei Impfdurchbrüchen verlaufe Covid meist mild.

Anders sehe es bei Ungeimpften aus: «Für sie kann eine schwer verlaufende Infektion gravierende Folgen haben. Studien haben gezeigt, dass bei ungeimpften Schwangeren, selbst wenn sie nur leichte Symptome haben, die Versorgung des Kindes in Gefahr sein kann. Teile der Viren können in die Plazenta, den Mutterkuchen, gelangen, sich dort einnisten und eine akute Entzündung auslösen, was die kindliche Versorgung gefährdet.» Dies wiederum könne unter anderem zu einer Fehlgeburt führen.

Im Gespräch erklärt die Expertin, warum stillenden Frauen zur Impfung geraten wird und warum sich Babys nicht über die Muttermilch mit dem Coronavirus anstecken können, beim Stillen jedoch Antikörper übertragen werden. Zum vollständigen Gespräch über alles, was schwangere Frauen zum Coronavirus wissen müssen, geht unter diesem Link.

Von KMY am 22. Februar 2022 - 17:49 Uhr
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