1. Home
  2. Style
  3. Miley Cyrus hat sich auf Instagram ein neues Image zugelegt

She came in like a wrecking ball

Die blasierte Miley Cyrus ist die beste Miley ever

Wir wissen ja: Nothing breaks like a heart. Falsch! Da war doch noch das Internet. Das bringt Miley Cyrus mit ihren frischesten Instagram-Posts zwar nicht zum Einstürzen, aber versetzt es immerhin in Schnappatmung. Miley langweilt sich da nämlich mit viel Bling-Bling in einem Motel, badet in Drake-Tränen und bricht glitzernd unser: ja, Herz.

Miley Cyrus
Die Caption dieses Instagram-Bildes sagt alles: «ME TO ALL MY HATERS #HolyWater» Instagram/mileycyrus

Miley Cyrus fühlt sich unter Druck gesetzt. Von ihren Fans. Die lechzen nach einem neuen Album. Puh. Stress. Miley macht lieber nen Roadtrip durch Kalifornien. Sie packt ihren Koffer und nimmt mit: 20kg Gold und Diamanten, einen Bikini, zwei kleine Kleider, ein Jeans-Ensemble, einen Catsuit, Handschuhe und einen Bucket Hat, ein paar Taschen und einen Schirm. Fair enough, bis auf den Schmuck ist das nicht viel. Nicht mit in den Koffer, aber mit ins Auto, kommt Alice Moitié, ihres Zeichens Foto- und Videografin. Sie brettern für Instagram durch die flirrende Hitze, die Diamanten gleissen im Sonnenlicht und Miley hat Langeweile. Im Motelbett, im Motelpool, nackt in der Wüste. Und es ist toll. Es ist melancholisch, ironisch und ästhetisch. Mit einem Schuss Trash. 

Party In The USA

Besagten Trash feuert die 26-jährige derzeit vermehrt sehr lustig verpackt in ihren Stories ab. Optisch hat sie sich dabei auf ihre Disney-Wurzeln besonnen und sieht haartechnisch wieder aus wie ihr Kinderstar-Alter-Ego Hannah Montana. Nur in jünger irgendwie. In krassem Gegensatz dazu funkelt sie in ihrem Feed durch den Nationalpark Joshua Tree. Gut, sie hätte nicht auf die dort thronenden Josuabäume klettern sollen, das fand das Internet nicht lustig, die würden nämlich nicht mal Fliegengewicht Miley aushalten. Aber sonst ist Miley nach ihrer Hochzeit mit Liam Hemsworth herrlich entspannt. Nichts scheint sie ernst zu nehmen: Sich selbst genauso wenig wie das Drängeln der Fans, das sie immer wieder in Captions wie «The face I make when y’all rushin me to drop music. #CantRushPerfection» (zu deutsch: «Das ist das Gesicht, das ich mache, wenn ihr mich alle dazu drängt, neue Musik rauszubringen. #Perfektionkannmannichtüberstürzen») thematisiert. Zack, Headache Pose. Wir haben verstanden, es nervt. Angeblich.

Can't Be Tamed 

All das steht ihr hervorragend, obwohl sie schon immer eine war, der alles egal war. Das ist nichts Neues. Sie ist weniger grell, weniger übersexualisiert, weniger Hyper-Kiffer. Es funktioniert alles ohne Zunge und Masturbationsandeutungen. Was uns viel mehr befriedigt, ist die Sehnsucht nach Hitze, Freiheit und diese angenehme Dosis Bonnie & Clyde, die die Serie an Hochglanz-Bildern transportiert. Es ist der stilisierte Luxus auf dem Plastikstuhl, der auf absurde Weise fasziniert. In Kombination mit den albernen Throwback-Insta-Stories, in der kein altes Bild zu peinlich ist, versorgt uns Miley mit dem besten aus beiden Welten. Und das macht sie plötzlich zu einer, mit der man abhängen will. Mit Smaragden am Finger auf einem samtenen Motel-Bett. Vielleicht einen Joint rauchend (auch das tut sie noch immer gern) und ihrer tiefen Stimme lauschend.

Einmal verlieben bitte:

Von Linda Leitner am 4. April 2019