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Paris Fashion Week

3 Insiderfacts, die man nur kennt, wenn man da war

Phew. Der Modemonat ist vorbei. Das Grande Finale fand in Paris statt – und die, die dabei waren, wurden nicht enttäuscht. Woher wir das wissen? Dank Fashion Director Laura Catrina, die sich vor Ort in die Modefluten stürzte und nun die heissesten Locations, Shows und Insiderfacts mit uns teilt.

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Das Pariser Wetter machte in diesem Jahr nicht nur dem Label Lanvin einen Strich durch die Rechnung.

Imaxtree

DER

Schocker war bei Balenciaga erst auf den zweiten Blick sichtbar. Einige der Models trugen Gesichts-Prothesen; künstlich aufgeblasene Lippen und gefährlich scharfe Wangenknochen, die ihnen subtil ausserirdische Gesichtszüge verliehen. Diese groteske Überhöhung des heutigen Schönheitsideals kontrastierte geschickt das Casting, das nicht nur aus professionellen Models, sondern auch aus normalen berufstätigen Ingenieurinnen, Architektinnen, Musikerinnen und Müttern bestand. Chefdesigner Demna Gvasalia kleidete sie in voluminös und kastig geschnittene Deuxpieces, Kleider, Anzüge und Mäntel; eine Art Uniform für eine moderne «Arbeiterschaft» – und machte damit die Balenciaga-Show zu einer der besten der Woche.

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DIE

Überraschung erwartete uns beim Hype-Label Y/Project. Nachdem wir zugegebenermassen etwas spät am Ort des Geschehens eintrafen – die Show fand in einem Raum unterhalb der Brücke Pont Alexandre III statt – und auf Einlass warteten, informierten uns die Türsteher, dass es keinen Platz mehr habe im Innern der Location, und wir die Show draussen unter der Brücke mitverfolgen müssen. Etwas ungläubig starrten wir auf unsere Einladungskarten mit Sitzplatz-Nummer, und wurden auch schon zusammen mit der Hälfte des Modevolkes unter die Brücke gescheucht, wo es beissend-streng roch und der Boden nicht gerade Fashion-Week-Schuh-freundlich war. Zu klassischem Walzer defilierten die Models in den Brand-typischen, dekonstruierten Looks in einem Mix aus Barock und Streetwear vorbei und liessen einen die ungewöhnliche Umgebung schnell vergessen.  

DAS

Wetter spielte diese Saison verrückt und wechselte innerhalb von Minuten von Sonnenschein zu Regen, und gar zu Schnee am allerletzten Tag der Pariser Modewoche. Viele Shows fanden draussen unter freiem Himmel statt – darunter Saint Laurent gegenüber des Eiffelturms, Marine Serre auf einer Rennbahn, Courrèges am Canal Saint-Martin  – und wurden verregnet. Bei Lanvin harrten die Zuschauer unter transparenten Schirmen aus und waren nicht nur der Nässe wegen froh, als die Show vorbei war. Die Kollektion von Bruno Sialelli wurde von den Kritikern verrissen. War das unberechenbare Wetter ein Reminder, dass der Klimawandel real ist? Auch wenn die Branche langsam aufwacht und viele Brands das Thema in irgendeiner Form aufgegriffen haben, kann ein solcher nicht schaden. 

Von Laura Catrina am 02.10.2019
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