1. Home
  2. Style
  3. Fashion
  4. Trend Muster: Wie man den Leo-Look ladylike macht (Lady Gaga) und nicht trashig aussieht wie der Tiger King

Königlicher als Tiger King

Nahezu royal: Lady Gaga macht den Leo-Look ladylike

Die Königin der Muster – das ist nicht Tiger King (wir erinnern uns an den blonden Fokuhila aus der Netflix-Doku). Es ist Lady Gaga. Mit ihrem Kleid adelt sie den Leo-Print. Warum der Leopard eigentlich dem Tiger den Rang abläuft und wie man es schafft, in dem Druck ganz königlich elegant und nicht wie «White Trash» auszusehen. Ein Vergleich der Punkte und Streifen aus dem Tierreich.

MILAN, ITALY - NOVEMBER 13: Lady Gaga is seen on November 13, 2021 in Milan, Italy. (Photo by Jacopo Raule/GC Images)

Leopardenmuster von Kopf bis Fuss – Lady Gaga trägt den Trend auf dem Maxi-Kleid.

GC Images

Lady Gaga, 35, hat einiges zu tun. Mit ihren Schauspiel-Kolleg*innen (Salma Hayek, 55, Al Pacino, 81, Adam Driver, 37) pilgert sie um die Welt, um den baldigen Kinostart von «House of Gucci» anzukündigen (Kinostart in der Schweiz am 2. Dezember). Mindestens genauso spannend wie die Geschichte der italienischen Familien-Dynastie, sind dabei ihre Auftritte auf und abseits der roten Teppiche. Manchmal trägt sie natürlich Gucci. Und letztens dieses Leoparden-Kleid. Gaga weiss natürlich, wie man Animalprints richtig in Szene setzt.

Mehr für dich

How to Löwe, Tiger und Leo

Wer zu solchen Muster greift, sollte beachten, dass diese am besten auf Baumwolle oder Seide wirken. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Synthetikfasern bei Animalprints tabu sein sollten. Sie lassen den Trend sehr schnell etwas billig wirken. Das gilt auch, wenn man ein Outfit im Animal Print mit viel Schmuck kombiniert. Weniger ist mehr. Bei den Accessoires zumindest. Wenn man das beachtet, zollt man den Mustern den gebührenden Respekt, auch wenn man sie – wie Lady Gaga – von Kopf bis Fuss trägt.

Lieber Leo statt Tiger

Tier-Prints sind ja nun immer und immer wieder da – auf den Laufstegen und an Stilvorbildern zu sehen. Der Leopard vor allem. Warum aber? Der Tiger hat ja auch ein schönes Fell. Könnte sein, dass sich das dezentere Fleckenmuster einfach diverser einsetzen lässt, dass die Streifen zu dominant wirken? Oder aber weiter gedacht: Der Tiger ist massig. Der Leopard ist geschickt, geschmeidig und elegant.

Warum der Leo auch über den Löwen herrscht

Der angebliche König der Tiere (Löwe) gibt ja schon mal mustertechnisch nicht so viel her. Ausserdem verehrt man dort, wo Löwe und Leo tatsächlich leben (afrikanischer Kontinent) vor allem letzteren. Man kennt da den Löwen einfach zu gut. Den faulen Tyrannen. Die Leoparden hingegen sind agil und agieren einzelgängerisch – die Weibchen sind emanzipiert. Es hat keinen Bedarf an männlicher Begleitung.

Vielleicht gelten darum Leopardenmuster schon seit den Dreissigern als passend für emanzipierte Menschenfrauen. Vielleicht schuf darum Jean Paul Gaultier in den Neunzigern Kleider mit dem Print für seine Vision der starken Frau. Mittlerweile muss man sich als Frau nicht mehr als stark kennzeichnen lassen. Aber man kann, wenn man will. Und dann gilt: Der König (der Tiere) ist tot, lang lebe die Königin.

Von zin am 17. November 2021 - 12:09 Uhr
Mehr für dich
© 2021 Schweizer Illustrierte
© 2021 Schweizer Illustrierte
Logo von Ringier Axel Springer