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  4. Gehäkelte Hüte und Taschen sind der Accessoire-Trend des Sommers

Heisser Häkel-Hype

Statussymbole sehen jetzt aus wie selbstgemacht

Es ist eine fiese Masche: Man will immer das, was man nicht haben kann. Den Körper von Supermodel Bella zum Beispiel. Oder deren sündhaft teure Garderobe. Neuerdings trägt die aber Gehäkeltes auf dem vielfotografierten Köpfchen und am durchtrainierten Arm. Ihr habt den Faden verloren? Bitte nicht, denn It-Bags wie die Baguette könnten zum nächsten DIY-Projekt werden.

instagram/bellahadid

Che Bella! La Hadid mit Häkel-Hut.

instagram/bellahadid

Euch hängt der Lockdown zum Hals raus? Logisch, wem nicht. Aber haben wir nicht diverses gelernt? Bananenbrot anrichten zum Beispiel. Oder unförmige Tassen töpfern. Oder stretchen – inzwischen sind wir dehnbarer als jede durchgenudelte Gummipuppe. Zwei meiner Freundinnen häkeln neuerdings Gemüse. Erdbeeren, Birnen, Bananen, die frech aus ihrer Schale schielen, manchmal auch kleine Eier. Was tut man nicht alles, wenn einem langweilig ist? Manche nehmen Drogen, andere Garn und jagen sich die Nadel nicht fröhlich in den Arm, sondern durch Maschen.

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Dass man sich damit nun auch ein neues Statussymbol an den Leib basteln kann, deutete niemand geringeres als das italienische Hype-Luxuslabel Bottega Veneta mit seiner Kollektion für vergangenen Winter an. Die Lederwolken namens Pouches, die jede*r wollte und so manche*r Auserwählte*r hat, hatten sich plötzlich in buntes Garn verstrickt. Kurzum: Die Häkeltasche unterm Arm war bereits auf dem Weg, den Gipfel zur It-Bag des Sommers zu erklimmen.

MILAN, ITALY - FEBRUARY 22: A model walks the runway during the Bottega Veneta fashion show as part of Milan Fashion Week Fall/Winter 2020-2021 on February 22, 2020 in Milan, Italy. (Photo by Victor VIRGILE/Gamma-Rapho via Getty Images)

Die Häkeltasche aus der Herbst/Winter-Kollektion 2020/2021 von Bottega Veneta.

Gamma-Rapho via Getty Images

Den Faden wieder aufgenommen: Häkeln für Arme

Man ahnt es bereits, bei Bottega Veneta wurde weitergehäkelt. Für diesen Sommer in den schönsten Bonbon-Farben, in herrlich hohen Preissegmenten. Wer im Lockdown also zur Strickliesel mutiert ist, ist nun ganz klar im Vorteil. Prominentestes Beispiel ist wohl Ella Emhoff, Stieftochter von US-Vizepräsidentin Kamala Harris, für die das Ganze aber zugebenermassen mehr als ein Hobby ist: Ella studiert an der renommierten Parsons School of Design in New York City und hat sich aufs Stricken und Häkeln spezialisiert. An den Nadeln zaubert sie geringelte Hosen, blumige Crop Tops und duftende Hüte (ganz im Ernst, parfümiertes Garn machts möglich).

Immer auf der Hut

Topmodel Elsa Hosk wiederum bastelt zwar nicht selbst, für den niedlichen DIY-Look in der Armbeuge entschieden hat sie sich trotzdem (wer exakt dieses Modell nachshoppen will, siehe oben). Wem der Häkel-Hype zu Kopf steigt, der investiert zudem in grobmaschige Hüte. Besonders Bucket Hats aus buntem Garn trotzen der gleissenden Sonne diesen Sommer besonders stilvoll.

Woll-Baguettes made in Switzerland

Nein, nein, hier ist nicht wieder die Rede von gehäkeltem Obst oder gestrickten Backwaren. Um die It-Bag gehts – in ihrer wohl weichsten und reichsten Form: Sara Esposito macht sie euch in Zürich aus dicker recycelter Wolle und in allen Farben des Regenbogens.
Schaut doch mal bei ihrem Brand Sasala‘s auf Instagram vorbei:

Von lei am 16.04.2021
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