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Kalorienkiller

Wieso Wandern unser neues Lieblings-Workout ist

Am Wochenende noch nichts vor? Dann ab in die Berge! Das ist nämlich nicht nur erholsam, sondern hält uns auch fit.

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Wandern ist nicht nur instagrammable, sondern auch gesund.

Getty Images/Hero Images

Schimmernde Bergseen, steile Felswände, weidende Alpkühen – an schönen Sommer- und Herbst-Wochenenden wird unser Insta-Feed von Outdoor-Bildern geradezu geflutet. Kein Wunder. Schliesslich ist kaum etwas entspannender, als sich an der frischen Luft zu bewegen und vor imposanten Gipfelriesen die kleinen Probleme des Alltags zu vergessen. Wandern nährt aber nicht nur die Seele, sondern ist auch ein richtig gutes Workout. Aus diesen Gründen tauschen wir Gewichte und Joggingschuhe gegen Rucksack und Wanderstiefel.

Wandern verbrennt Kalorien

Eine Wanderung ist kein Spaziergang! Oder zumindest nicht zwingend. Je steiler das Gelände und je zügiger unser Schritt, desto mehr Kalorien werden verbraucht. Wer viele Höhenmeter in kurzer Zeit zurücklegt, verbrennt bis zu 600 Kalorien pro Stunde – also ungefähr gleich viel wie beim Joggen im flachen Gelände. Wenn wir es gemütlich nehmen, verbrennen wir immerhin noch circa 300 bis 350 Kalorien pro Stunde. Die Rösti mit Spiegelei dürft ihr euch bei der Einkehr im Bergrestaurant also ohne schlechtes Gewissen gönnen.

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Wandern ist gut für die Ausdauer

Dank der anhaltend moderaten Belastung beim Wandern trainieren wir unser Herz-Kreislauf-System. In einer Studie konnten Forscher der Universität Halle-Wittenberg belegen, dass bei Probanden, die zweimal in der Woche rund eineinhalb Stunden wanderten, die Ausdauerfähigkeit, welche anhand des Laktatwerts und des Sauerstoffgehalts im Blut ermittelt wurde, sank. Zudem verringerte sich bei gleicher Anstrengung die Pulsfrequenz, wodurch wir auch beim Jogging weniger aus der Puste kommen und schneller regenerieren. Netter Nebeneffekt: Die Fettverbrennung wird ebenfalls angekurbelt. So macht Cardio Spass!

Wandern trainiert den ganzen Körper

Dass wir vom Wandern stramme Waden und Oberschenkel bekommen, ist klar. Neben der Beinpartie sind aber auch Rumpf und Rücken gefordert, welche den Körper im Gelände stabilisieren. Auf unseren Po wirkt sich Trekking ähnlich positiv aus wie Treppensteigen. Und wer Stöcke benutzt, trainiert sogar die die Arm- und Schultermuskulatur. Alles in allem ist die Belastung der Gelenke weniger stak als beim Laufen und die Muskeln werden gleichmässiger beansprucht als beim klassischen Krafttraining. Ein schonendes Ganzkörpertraining an der frischen Luft also – was will man mehr?

Wandern fördert die Koordination

Laufen wir über Stock und Stein, werden unsere Fussmuskeln von Tour zu Tour stärker und wir bekommen mehr Trittsicherheit. Durch das ständige Auf und Ab auf unebenem Untergrund werden Koordinationsvermögen und Gleichgewichtssinn wortwörtlich im Vorbeigehen gefördert. Wer den Effekt verstärken möchte, nutzt die Ruhepausen für weitere einfache Übungen. So könnt ihr etwa ein paar Runden auf Zehenspitzen gehen und im Ein-Bein-Stand auf einem Felsbrocken oder Baumstamm balancieren. Das kommt uns dann alles wieder zugute, wenn wir uns für die Instagram-Fotos in Yoga-Posen werfen.

Ihr seid jetzt überzeugt und braucht nur noch Ideen für euren nächsten Wanderausflug? Hier geht es zu den Lieblingsrouten der Redaktion.

Von Marlies Seifert am 30.08.2019
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