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Von Sägespänen und falschen Oliven

Das sind die Fakes der Lebensmittelindustrie

Na, freut ihr euch schon auf den nächsten Brunch mit cremigem Hummus, schwarzen, sonnengereiften Oliven, gesundem Vollkornbrot und leckerem Spiegelei? Tja, dann wisst ihr vermutlich noch nicht, was meist in dem vermeintlich feinem Zmorge steckt.

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Wie viel ist an einem solchen Menü noch echt und was von der Industrie gefaked? 

Getty Images

Geschmacksverstärker hier, Konservierungsstoffe da. Dass die abgepackten Nahrungsmittel, die wir im Supermarkt kaufen, oft mit bedenklichen Inhaltsstoffen versehen sind, wissen wir inzwischen. Doch dass die Lebensmittelindustrie uns bewusst in die Irre führt, indem sie gewisse Speisen einfärbt oder mehr Masse vortäuscht? Das ist uns neu. Bei welchen Lebensmitteln wir die Liste der Inhaltsstoffe in Zukunft besonders gründlichen checken sollten? 

Hummus, Frischkäse, Füllung von Tortellini, Saucen

Mmmh yummy. Was wir bei diesen Produkten neben des Geschmacks am meisten schätzen, ist eindeutig ihre fluffige Konsistenz. Nur wird die heutzutage nicht nur mit der eigentlichen Rezeptur erzeugt, sondern mithilfe von Pflanzen-Fasern. Gibt man etwa pulverisierten Bambus zum Kichererbsen-Dip, kann der sein Volumen im Handumdrehen verdoppeln. Gleiches gilt für Frischkäse, diverse Saucen und die Füllung von Tortellini. Wer auf die Fake-Produkte keine Lust hat, enttarnt sie über die Inhaltsstoffe. Findet man dort den Begriff «Planzenfasern», kann man sicher sein, dass es sich um ein Mogel-Produkt der Industrie handelt.

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Schwarze Oliven

Dunkle, sonnengereifte Oliven schmecken euch besser als die grünen? Eventuell nicht mehr lange. Denn die, die wir im Supermarkt kaufen können, sind oft gar nicht von Natur aus schwarz. Da die Steinfrüchtchen erst nach langer, kostspieliger Reifezeit ihre dunkle Farbe erreichen, sparen die Hersteller ihr Geld, indem sie einfach früher ernten und die Oliven kurzerhand mittels Eisen-II-Gluconat (muss auf der Packung stehen) einfärben. Ja genau, die meisten schwarzen Oliven sind eigentlich grün. 

Eigelb

Satt orangefarbener Dotter ist angeblich ein Indiz für ein «glückliches» Huhn. Aber ihr ahnt es schon, auch daran gibt es natürlich einen Haken. Früher konnte man bei einem kräftig orangen Eigelb tatsächlich noch davon ausgehen, dass die Henne mit viel frischem Grünfutter versorgt wurde. Darin steckt nämlich Betacarotin. Heute mischen viele Hersteller lieber künstliches Betacarotin in das Essen ihrer Hühner. Bei Bio-Eiern ist ein solches Verfahren zum Glück verboten.

Brot

Vollkornprodukte sind gesünder und machen länger satt als die aus Weizen, das ist klar. Doch woran erkennt man eigentlich, dass es sich um Vollkorn handelt? Eins steht fest: nicht an der Färbung. Denn auch in der Brotproduktion wird mit Farbe geschummelt. Diese wird zum Weissmehl hinzugefügt, auf das fertige Produkt werden ein paar Körner gestreuselt, fertig. Nur wird das dadurch natürlich nicht gleichzeitig auch nahrhafter. Beim Kauf ist also nicht die Nuance des Brots entscheidend, sondern tatsächlich das Wort «Vollkorn». Steht das auf der Verpackung, muss es auch im Produkt enthalten sein.

Von Denise Kühn am 20.02.2020
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