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Nicht verunsichern lassen!

So sieht Emily Ratajkowski 5 Wochen nach Geburt aus

Das Model hat vor knapp eineinhalb Monaten ein Baby bekommen. Auf Instagram zeigte sie sich vergangene Woche in einem knappen String-Bikini und löste damit gleichermassen Bewunderung und Ernüchterung aus.

Emily Ratajkowski nach Geburt

Emily Ratajkowski in einem Bikini ihres Swimwear-Labels Inamorata.

Instagram.com/emrata

Die einen kommentieren mit #mombodygoals, die anderen vermuten hinter dem Bild eine alte Aufnahme. Emily Ratajkowski brachte ihren kleinen Sohn Sylvester Apollo Bear am 8. März zur Welt. Am 10. April teilte sie dieses Bild und Video mit ihren Followern:

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Postpartum-Body

Jede werdende Mama beschäftigt sich irgendwann mit der Frage, wie der Körper auf die folgenden neun Monate reagieren wird. Bekomme ich Dehnungsstreifen? Wann passe ich wieder in meine alte Jeans? Brauche ich wirklich derart grosse Binden im Wochenbett? Fragen, die konstant im Kopf herumschwirren. Und dabei ist das doch alles egal.

Gene, Gene, Gene

Wenn ich an mir herunterschaue und die Gegend um meinen Bauch betrachte, sehe ich etwas überschüssige Haut und eine 20 cm lange Notkaiserschnittnarbe. Die Gegend rund um die Narbe macht immer noch ein Schläfchen. Richtig, auch das Taubheitsgefühl hält nach einem Jahr und acht Monaten weiterhin an. Auch wenn ich meine Schwangerschaft längst nicht mehr für die Mini-Extrapfunde verantwortlich machen kann, weiss ich doch, wie sehr sich der Körper durch ein Kind verändert – aber auch wie schnell man dank guter Gene und dem Kraftakt des Stillens wieder in seiner alten Haut stecken kann. Trotzdem: Im ersten Moment fühlte ich mich von Emratas Postpartum-Body verunsichert.

Alles umsonst?

«So toll kann eine Frau nach der Geburt aussehen» lautete der Tenor, als Heidi Klum 2009 kurz nach der Geburt ihrer Tochter Lou für Victoria's Secret über den Laufsteg schwebte. Bilder wie diese lassen Erwartungen an werdende Mamis leider ins Utopische schiessen. Es ist ein bisschen so, als ob es die breite Diskussion über Geburten, Wochenflüsse oder Dammschnitte in der Vergangenheit nie gegeben hätte. Dabei wurde das Thema rund ums Kinderkriegen doch gerade erst enttabuisiert. Das Teilen von Erfahrungsberichten im World Wide Web öffnete denen die Augen, die sich bis dato mit der Thematik noch nie auseinandergesetzt hatten. Influencerin Leandra Medine erzählte zum Beispiel nach der Geburt ihrer Zwillinge auf ihrem Blog ganz unverblümt und bis ins kleinste Detail von der Farbe ihres Wochenflusses, Model Ashley Graham trug Windeln und stand dazu.

Kinderkriegen auf italienisch

Auch Italiens erfolgreichste Bloggerin Chiara Ferragni nimmt uns auf ihre Postpartum-Reise mit. Das Social-Media-Wunder brachte vor vier Wochen Töchterlein Vittoria auf die Welt. Seitdem zeigt sie sich in allen Lebenslagen und teilt unter anderem ihre Fitness-Routine. Ihr Verlangen nach einem flacheren Bauch wurde heftig kritisiert – anders als Ratajkowski nimmt Ferragni ihre 23.3 Millionen Follower aber mit und lässt sie an Blood, Sweat und Tears teilnehmen (wenn natürlich auch ganz Instagram-like auf retuschierte Art und Weise). 

Vergleiche wären hirnrissig

Genau hier liegt vermutlich der Grund unserer eigenen Unsicherheit. Am einen Tag schmückt Emily Ratajkowski noch die formschöne Babykugel, am anderen bestaunt man wieder den knallharten Waschbrettbauch als wäre nie etwas gewesen. Wir können nur vermuten, dass Emily den Jackpot im Gen-Lotto gezogen hat. Vielleicht muss man sich als Ottonormal-Mami aber auch häufiger in den Kopf rufen, dass den Superstars ein Personal-Trainer zur Seite steht, sowie ein paar unterstützende Nannies und Haushaltshilfen.

Die Macht des Insta-Filters

Fakt ist aber auch, dass Emilys Körper auch ihr Kapital ist und dass die Unternehmerin ihr eigenes und bestes Aushängeschild ist. Sie trägt auf dem Bild nämlich nicht nur irgendeinen Bikini, sondern einen Bikini ihres eigenen Swimwear-Labels Inamorata. Täglicher Alltags-Struggle mit Neugeborenem, Milchflecken und Maxi-Pads werden hier aus marketingtechnischen Gründen einfach ausgeblendet. Egal ob man nach zwei Wochen oder nach zwei Jahren wieder wie vorher aussieht, jeder Körper ist fantastisch und sollte als das gefeiert werden, was er ist: ein absolutes Wunder.

Von Carolina Lermann am 25.04.2021
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