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Die besten Hausmittel

Das hilft bei Halsschmerzen, Schnupfen und Fieber

Hausmittel sind so beliebt wie nie. Es macht Sinn, wenn man nicht bei jedem gesundheitlichen Problem zum Arzt geht, sondern sich erst selbst behandelt. Zum Beispiel, wenn einem jetzt im Winter die Grippe oder eine Erkältung erwischt.

Junge Frau fühlt sich unwohl, liegt im Bett, die Füsse in warmen WollsockenBoy Woman feels to uneasy is in Bed the Feet in warm Wool

Mit Hausmitteln kann man seine Selbstheilungskräfte unterstützen und hoffentlich bald das Bett wieder verlassen. 

imago/Jochen Tack

Das Bedürfnis nach Komplementärmedizin und das Interesse an Hausmitteln ist gross. Ruth Jahn, die Autorin des Ratgebers Schweizer Naturapotheke, sieht viele Vorteile in der Selbstmedikation. «Aus Kostengründen ist es sinnvoll, wenn man nicht bei kleinsten gesundheitlichen Problemen zum Arzt geht. Mit Selbstheilungsversuchen kann jede und jeder ein Stück weit Verantwortung für seine Gesundheit übernehmen. Pflanzliche Mittel haben ein grosses Wirkungsspektrum. Salbei etwa hilft bei Halsweh, Aphthen und gegen Schwitzen in den Wechseljahren. Man braucht keine riesige Hausapotheke, das ist ein weiteres Plus. Und: Hausmittel haben eine rituelle Kraft, vieles kennen wir noch aus unserer Kindheit.»
Für das Buch hat sie sich in Fachliteratur vertieft und sich Wissen bei Fachärztinnen, Apothekern oder Kräuterfrauen geholt, wie etwa Schwester Theresita Blunschi aus dem Kloster Heiligkreuz in Cham.

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Hausmittel haben wenig Nebenwirkungen, trotzdem ist Vorsicht geboten. «Natürliche Stoffe wie ätherische Öle können die Haut reizen oder Allergien auslösen. Beim Hantieren mit kaltem oder heissem Wasser ist Achtsamkeit nötig. Ich persönlich finde es auch falsch, wenn man Kindern immer gleich homöopathische Kügelchen verabreicht, sobald ihnen etwas fehlt», sagt Ruth Jahn. Klar ist ihre Aussage auch, wenn es um das Thema Corona und die Stärkung des Immunsystems geht: «Ich halte es für ein gefährliches Missverständnis, wenn man glaubt, man könne sein Immunsystem stärken, um sich so vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen. Bei allgegenwärtigen harmlosen Keimen mag das wirken. Beim Coronavirus gibt es keine Alternative zum Impfen.» 

Da zurzeit neben dem Coronavirus auch die alljährlichen Influenza-Viren unterwegs sind. Hier ein paar Hausmittel aus der Schweizer Natur-Apotheke: 

Halsschmerzen
Gurgeln mit Salbeitee, Kamillentee, Ringelblumentee, Salzwasser oder verdünntem Zitronensaft. Dazu den Saft einer Zitrone mit einem Glas Wasser, 1 TL Salz und einer Prise Zucker mischen. Mehrmals täglich damit gurgeln.

Schnupfen
Meerrettichkur: Frisch geriebener Meerrettich mit etwas Honig mischen und ein- bis maximal dreimal täglich ein Teelöffel davon einnehmen. Die Nase öffnet sich, zähes Nasensekret wird verflüssigt und die Heilung wird beschleunigt.

Fieber
Die Unterstützung der Selbstheilungskräfte bei Fieber richtet sich nach der Phase:
Bei beginnendem Fieber, wenn die Körpertemperatur ansteigt, braucht der Körper Wärme. Ein Vollbad nehmen, sich warm eingepackt ins Bett legen, heissen Lindenblüten- oder Holunderblütentee trinken.
Wenn der Körper Hitze abgibt und man schwitzt, kann man sanft kühlen. Die Bettdecke vom Bett nehmen, kühlere Luft ins Zimmer lassen, kühlende Getränke zu sich nehmen. Wenn die Füsse warm sind, kühlende Wadenwickel oder Essigsocken machen. 

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Geriebener Meerrettich gemischt mit Honig hilft bei Schnupfen. 

imago/Panthermedia
Von bah am 19. Dezember 2021 - 14:00 Uhr
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