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Achtung, Ausschlag!

Das steckt hinter der «Stewardessen-Krankheit»

Feinste Pickelchen um den Mund herum, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen – das ist im Zweifelsfall die Stewardessen-Krankheit. Wir wissen, woher sie kommt und wie man sie wieder loswird.

Flight Attendant
Wer viel fliegt, kauft auch viele Duty-Free-Cremes ein. Getty Images

Der umgangssprachliche Begriff für Periorale Dermatitis. Symptome sind flächige Rötungen und Knötchen um den Mund herum (perioral) bis zum Kinn. Seltener kann es auch zu Streureaktionen im Bereich von Nase und Augen kommen. Als wäre das unschöne Aussehen nicht genug, äussert sich die Stewardessen-Krankheit auch mit Brennen und Spannungsgefühlen.

 

Wodurch wird sie ausgelöst?

Die Periorale Dermatitis ist quasi eine Abwehrreaktion der Haut auf Überpflege, also auf zu intensives Reinigen und Eincremen. Auch kann sie auftreten, wenn man seine Kosmetik oft wechselt. So entstand übrigens auch der Name Stewardessen-Krankheit: Weil Flugbegleiterinnen in Duty-Free-Shops oft in Kontakt mit neuen Kosmetikprodukten gekommen sein sollen. Weitere Auslöser: die falsche Anwendung kortisonhaltiger Cremes und starker Stress. Den Mammutanteil der Betroffenen machen Frauen aus.

Wie wird man die Stewardessen-Krankheit wieder los?

Zunächst durch Nulltherapie, also durch das Weglassen sämtlicher Pflegeprodukte. Bitte nicht wundern, wenn es in den ersten Tagen scheinbar noch schlimmer wird: Es kann zu einer Entzugsdermatitis kommen, insbesondere wenn vorher Kortison geschmiert wurde. Dann tritt aber bald Besserung ein. Ansonsten kann auch der Hautarzt helfen – was laut Dr. Golüke bereits aus psychologischen Gründen sinnvoll ist – und spezielle antibiotikahaltige Cremes verschreiben. In schweren Fällen kann es sinnvoll sein, ein Antibiotikum einzunehmen.

Wie lange dauert es, bis die Symptome verschwunden sind?

Nach etwa drei Wochen sollten die Periorale Dermatitis und ihre Symptome vergessen sein – Narben sind nicht zu erwarten. Bei einer Nulltherapie dauert es manchmal etwas länger. 

Wie lässt sich verhindern, dass es dazu kommt?

Indem man von exzessivem Reinigen und Eincremen absieht. Und durch Treue! Wenn wir eine Pflegelinie gefunden haben, die wir gut vertragen, gibt es keinen Grund zum Herumexperimentieren!

Von Laura Pomer am 31. Mai 2019