1. Home
  2. Body & Health
  3. Mind
  4. Positiv Aging: Natürlicher Instagram Post von Drew Barrymore und Cameron Diaz

In Würde altern mit Diaz und Barrymore

Diese Frauen werden für ihre Natürlichkeit gefeiert

Ohne Botox ohne Filter – ein seltenes Bild auf Instagram. Eines, das aber gefeiert wird. Und mit ihm die beiden Frauen darauf. Drew Barrymore und Cameron Diaz altern ganz natürlich. Warum das bemerkenswert ist.

Die Schauspielerinnen Drew Barrymore und Cameron Diaz

Ohne Filter! Und das mit über 40 – die Welt bejubelt den Instagram-Post von Drew Barrymore und Cameron Diaz.

Instagram/drewbarrymore

Heute, in einer Welt, in der Filter und kosmetische Chirurgie weit verbreitet sind, ist unsere Vorstellung von Schönheit ein bisschen verschwommen. Nehmen wir das Älterwerden. Eine unumgängliche Folge des Lebens. Passiert naturgemäss allen. Trotzdem ist der Prozess auf Instagram und in der Welt der Prominenten nicht ganz so präsent. Es wird gefiltert, gespritzt. Ein bisschen Botox in die Stirn, ein wenig Hyaluron in die Lippen. Und vielleicht in die Wangen. Und unter die Augenringe. Ganz selbstverständlich lassen wir uns Substanzen injizieren. Vielleicht nicht ihr. Aber eure Freundin. Oder euer Chef. Oder vielleicht doch ihr? Das alles ist nämlich verbreitet und schon fast so normal wie ein Friseurbesuch.

Mehr für dich

Da kriegt man Angst, dass wir uns eines Tages bei dem Gedanken ertappen: Die lässt sich aber ganz schön gehen. Warum sieht man ihre Stirnfalten? Genau darum ist das ungefilterte Bild, das Schauspielerin Drew Barrymore von sich und Cameron Diaz gepostet hat, so beruhigend. Da sind bei den «Charlie's Angels»-Co-Stars eindeutig feine Falten zu erkennen. Auf der Stirn, um die Augen – normal für Mitte/Ende Vierzig. Und Poren! Das sollte alles nicht bemerkenswert sein, ist es aber.

Prominente Unterstützung von Botox

Die Schönheitsindustrie hat einen Boom erfahren. Ein Grund dafür: Die Enttabuisierung der Behandlungen. Man spricht offener darüber als früher. Manchmal sogar ganz öffentlich via Instagram. Über tabuisierte Themen zu sprechen, fühlt sich ja oft befreiend an. Aber bei solchen minimalinvasiven Eingriffen ist manchmal auch das Gegenteil der Fall. Es macht Druck. Das eigentliche Tabu dabei ist nämlich eigentlich: die Tatsache, als weibliche Person sichtbar zu altern. 

Barrymore sprach in einem vergangenen Interview mit der Harpers Bazaar darüber, wie wichtig es sei, das Älterwerden zu akzeptieren. «Ich bin mir nicht sicher, ob der Druck, jung auszusehen, heute anders ist als früher, aber er ist jetzt auf jeden Fall sehr präsent. Eingriffe sind heute erschwinglicher, die sozialen Medien stak beeinflussend», sagt die Schauspielerin. Die Idee, permanent an sich und seinem Körper zu arbeiten, ihn formen, kontrollieren und perfektionieren zu können, hat sich längst in unser Leben eingeschrieben, in Form von Morgenroutinen, Schrittzählern und Intervallfasten. Wo diese Bemühungen nicht ausreichen, wird nachgeholfen. Und die Hersteller von Botox- und Hyaluroninjektionen helfen natürlich ihrerseits dabei, die Enttabuisierung voranzutreiben und engagieren prominente Markenbotschafterinnen für ihre Produkte. Die Schauspielerin Gwyneth Paltrow wirbt seit vergangenem Jahr für Xeomin, ein Botulinumtoxin-Produkt der Pharmafirma Merz Aesthetics. Die Moderatorin Sylvie Meis ist seit einigen Monaten Markenbotschafterin für Juvéderm, eine Fillermarke des Pharmaunternehmens Allergan Aesthetics. 

Und dann haben wir eben mal bekannte Persönlichkeiten, die es anders machen. Und das kommt gut an (gemessen an den Kommentaren unter dem Post). Sie wolle sich kein Urteil über die persönliche Reise von irgendjemandem erlauben, aber sie für sich «möchte einfach das nehmen, was der Alterungsprozess für mich bereit hält», sagt Barrymore. Sie kümmere sich natürlich um ihre Haut, Pflege sei wichtig, aber sie freue sich, dass sie erfolgreich Frieden mit der Tatsache geschlossen habe, dass ihre Haut altert.

 

 

Von zin am 22.09.2021
Mehr für dich
© 2021 Schweizer Illustrierte
© 2021 Schweizer Illustrierte
Logo von Ringier Axel Springer