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  4. Mars und Merkur: Was uns bei den Planeten im Herbst erwartet

Mercury versus Mars Retrograde

Nächste Planetenbewegung: Noch dramatischer?

Wir kennen bereits die «Mercury Retrograde» und wissen: Das bedeutet astrologisch gesehen nichts Gutes. Bald bewegt sich nun auch der Mars rückläufig. Ob das ein Grund zur Sorge für alle Horoskoplesenden ist, haben wir eine Expertin gefragt.

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Nach dem rückläufigen Merkur kann es nicht mehr schlimmer kommen, denkt ihr? Jetzt kommt der Mars.

Instagram @Karborn

Sterne und Planeten beeinflussen unser Schicksal massgeblich. Denn: Wenn die Mechanik des Universums, die des Sonnensystems, nicht genau so wäre, wie sie nunmal ist, gäbe es uns nicht. Denn: Wenn die Sonne eines Tages untergeht, reisst sie uns alle mit. Fakt.

So viel zu der Wirkung der Sterne und Planeten. Aber darüber hinaus trauen wir ihnen noch viel mehr zu. Mehr als tatsächlich wissenschaftlich erwiesen. Wir schieben unruhige Nächte auf den Vollmond. Wir denken: «Meine Kollegin kommt mal wieder zu spät? Schon klar, so ist das mit den Widdern.» Wir beruhigen uns: «Du schaffst es morgens nicht so richtig aus dem Bett? Logisch. Der Saturn nimmt ab. Deine Produktivität ist gemindert.»

It's not you…

… it’s the Planetenbewegung. Vor allem im letzten Jahr war «Mercury Retrograde» ein geflügelter Begriff. Mittlerweile hat der Ausdruck einen ähnlichen popkulturellen Status wie J.Lo erreicht. Vermeidbares Unglück, das einem grundlos widerfährt, machte auf einmal Sinn, eben wegen: «Mercury Retrograde». Der rückläufige Merkur (der sich genau genommen gar nicht rückwärts bewegt, sondern einfach nur langsamer als sonst, wodurch es so aussieht), der soll Drama ins Leben aller bringen. 

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Das letzte Mal rückläufig war der Planet im Juni. Je nach Sternzeichen, sagen Astrologen und Astrologinnen, hatte das mehr oder weniger Einfluss auf die Gesundheit, Energie und das Wohlbefinden. Die Rücklaufphase ist mittlerweile beendet – die nächste kommt nicht vor Oktober. Jetzt können wir also erst mal so richtig aufatmen, ja?

… jetzt kommt der Mars

Jeder Planet in unserem Sonnensystem wird rückläufig. Ab September ist damit der Mars – der Energie- und Willensplanet – dran. Vom 9. September bis 14. November. Astrologin Monica Kissling sagt, in dieser Phase kommen wir nicht auf direktem Weg zum Ziel oder müssen gar mit Rückschlägen rechnen.

Oder wir hätten mit körperlichen Schwächen zu kämpfen. Und weil in diesen Zeiten Aggressions- und Gewaltbereitschaft erhöht sind, sei eine gute Streitkultur gefordert. Alte Konflikte können aufbrechen. Solche, die, wenn sie in rückläufigen Mars-Phasen aufbrechen, meist sehr lange dauern. Besonders das Sternzeichen Widder ist stark von diesen Auswirkungen betroffen.

Kissling rät darum: Keine neuen Projekte lancieren. Sich stattdessen überlegen, wie man seine Energien bündelt und sinnvoll investiert.

Is Astrology real?

Und wir so ganz ironisch: «Ja, passiert alles wegen des rückläufigen Merkurs oder des rückläufigen Mars». Aber irgendwie fragen wir uns doch … *Kopfschütteln* Ach,was … Aber – ist schon echt merkwürdig. Oder? Diese Zufälle auch immer … Und ausserdem: Horoskope liegen beispielsweise oft gar nicht mal so falsch …

Der Mensch hat die Tendenz zu glauben. Warum wir das ganz spezifisch bei Horoskopen und Vorhersagen der Planeten und Sterne tun, das erklärt der «Barnum-Effekt». Der bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und allgemein gültige Aussagen über die eigene Person so zu interpretieren, dass sie als zutreffende Beschreibung empfunden werden.

Ob man jetzt glauben will oder nicht – ob uns das der Mars vorgibt oder nicht … wir tun doch sowieso gut daran, uns mal zu überlegen, ob wir unsere Energien auch wirklich in die richtigen Dinge investieren. So etwas nennt sich, ganz unspirituell, Alltagsbewältigung oder «Coping». Und dann gilt nämlich: Also Mars, bring it on.

Die Macht der Sterne – ist die mit euch oder haltet ihr die für Humbug?

Von Rahel Zingg am 02.09.2020
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