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Dieses Signal sollten wir kennen

TikTok-Handbewegung rettet Mädchen vor Entführer

Ein entführter Teenager machte auf einer Autofahrt in den USA mit einem ganz bestimmten Handzeichen auf sich aufmerksam. Weil eine andere Person die auf Social Media viral gegangene Bewegung erkannte, konnte der Entführer gestoppt und das Mädchen gerettet werden.

signal for help

Das «Signal for Help» der Canadian Women's Foundation. 

Canadian Women's Foundation

TikTok ist nur irgendein belangloser Quatsch für Teenies? Dass das nicht stimmt, beweist gerade ein 16-jähriges Mädchen aus dem US-Bundesstaat North Carolina. Die von ihren Eltern als vermisst gemeldete, schien auf der Autofahrt mit ihrem Entführer für Unwissende wohl einfach nur anderen Verkehrsteilnehmenden zu winken. In Wirklichkeit wiederholte sie aber immer und immer wieder eine Handbewegung, die als Signal für Hilfe gilt – bis ein Autofahrer das Zeichen tatsächlich erkannte. Daraufhin kontaktierte er die Behörden und fuhr dem Wagen so lange hinterher, bis dieser von der Polizei gestoppt werden konnte.

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Auch den Beamten zeigte das Mädchen das Handzeichen. Der New York Times berichtet der Leitende Officer des Falles: «Ich bin mir sicher, niemand von uns wusste, was genau sie uns damit sagen wollte. Aber fest steht: Jetzt wissen wir es.» Ihre Gestik verstand die Polizei zwar nicht, erkannt haben sie das vermisste Mädchen trotzdem, woraufhin der Entführer kurzerhand festgenommen wurde.

Handzeichen kann Leben retten

Die von der Canadian Women’s Foundation im Lockdown 2020 erfundene Bewegung, soll es Frauen sowie Männern ermöglichen, unbemerkt auf häusliche Gewalt hinzuweisen. Eine clevere Idee, die bei der TikTok-Gemeinde gut ankam. Dort ging die Symbolik kurzerhand viral und entwickelt sich weiter. Heute weist das Handzeichen, auch dank des entführten Mädchens, nicht nur auf häusliche Gewalt, sondern zusätzlich auf andere Notstände hin. Eine Geste, von der wir also auch hierzulande Gebrauch machen können und die wir definitiv ernst nehmen sollten.

Von Denise Kühn am 10. November 2021 - 16:09 Uhr
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