Hausbesuch in Villmergen AG Im Bett mit Bachelor Clive Bucher

In seiner Kindheit hat es ihm an Liebe und Zuneigung gefehlt. Jetzt sucht Clive Bucher als «Der Bachelor» auf 3+ die Frau seines Lebens. Beim Hausbesuch von SI online verrät der Finanzberater, ob Amor getroffen hat, warum sein Grosspapi der wichtigste Mensch in seinem Leben ist und wem die zweite Zahnbürste in seinem Badezimmer gehört.
 
Hausbesuch beim Bachelor Clive Bucher

Beim Hausbesuch von SI online verrät Bachelor Clive Bucher, weshalb er sich selber nicht als gutaussehend empfindet und weshalb eine Frau gut riechen soll.

Posted by Schweizer Illustrierte on Wednesday, October 31, 2018

«Könnt ihr bitte die Schuhe ausziehen?» Mit diesen Worten begrüsst uns Clive Bucher, 26, an einem herbstlichen Freitagnachmittag in seiner Neubau-Wohnung in Villmergen AG. Der Mann, der als Bachelor aktuell Montag für Montag auf 3+ die Liebe seines Lebens sucht, wohnt erst seit September 2018 in dieser 2,5-Zimmer-Wohnung. Der Holzboden sei eben etwas heikel. So auch das neue weisse Ledersofa. «Mit Jeans darf man nicht drauf sitzen», sagt der Finanzberater und lacht: «Wisst ihr, jetzt, da das Sofa noch ganz frisch ist, achte ich drauf. In zwei Monaten spätestens wird es mir wahrscheinlich egal sein

Clive Bucher, Homestory beim bachelor 2018
© Joseph Khakshouri

Das weisse Ledersofa liess Clive Bucher für rund 3000 Franken anfertigen.

Allgemein sei es so, dass er kein Materialist sei. Die teure Rolex und der Mercedes, er könnte auf alles verzichten. «Zum Leben brauche ich nicht mehr als 4000 Franken pro Monat.» Sein langfristiges Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit. Dafür arbeitet Bucher viel. Meist sieben Tage die Woche. Selbst während der sechs Wochen Dreharbeiten für «Der Bachelor» habe er nachts in seiner Villa in Thailand oft mit der Schweiz telefoniert, gemailt und Sachen für seine Firma gemacht. «Das bin ich mir aber gewohnt», sagt er. Der hohe Workload sei kein Problem. Sein Business mache ihm schliesslich so Spass, dass sich das Arbeiten stets wie Freizeit anfühlt.

«Ich habe Mühe mit Vertrauen»

Hat denn jemand, der so viel arbeitet, überhaupt Zeit für die Liebe? «Klar, man muss sie sich einfach nehmen.» Ob er in der Sendung die Eine gefunden hat, weiss er noch nicht. Aber: «Es fühlt sich sehr gut an mit der Siegerin.» Bis zum Finale darf sich das Neo-Paar nur heimlich an abgelegenen Orten treffen. Clives neue Wohnung hat die Herzdame noch nicht gesehen. Umso mehr stellt sich die Frage, wem denn die zweite Zahnbürste im Wasserglas gehört. «Das ist witzig. Die zweite Zahnbürste fällt jeder Frau auf, die mich daheim besucht», sagt Clive und klärt auf: «Die goldene Zahnbürste ist nur ein Deko-Artikel. Die kann man gar nicht benutzen.»

Clive Bucher, Homestory beim bachelor 2018
© Joseph Khakshouri

In Clives Badezimmer stehen viele Tuben, Dosen und Haarsprays: «Mein Aussehen ist mir wichtig.»

Allgemein fällt auf: Für ein Paar ist Clives neue Wohnung zu klein. Damit hat er keinen Stress - und die Siegerin, laut Bucher, auch nicht. «Wenn sich zwischen uns eine richtige Beziehung entwickelt, bin ich natürlich gerne bereit, irgendwann einmal mit ihr zusammen zu ziehen.» Das sei aber Zukunftsmusik. Und bis es so weit ist, muss Clive noch viel Vertrauen aufbauen. «Ich habe Mühe mit Vertrauen.». Als Dreijähriger kommt er ins Heim - weil seine Mutter sehr jung ist, als sie ihn bekommt. Und der Beistand entscheidet, dass Clive im Heim besser aufgehoben ist. Bis Clive volljährig ist, wohnt er unter der Woche dort. Auch sein Vater ist nicht da. 

Clive Bucher, Homestory beim bachelor 2018
© Joseph Khakshouri

Im Alter von drei Jahren kommt Clive Bucher ins Kinderheim. Heute geniesst es der Bachelor umso mehr, Herr seines eigenes Lebens zu sein.

«Das Schönste waren die Wochenenden, die ich bei meiner Mutter verbringen durfte», sagt Clive. Dafür seien die Sonntage, wenn er zurück ins Heim musste, umso schwerer gewesen. «Mir ist es in den Heimen nicht nur schlecht gegangen, aber es hat mir klar an Liebe und Zuneigung gefehlt.» Als Erwachsener ist er niemandem böse, dass entschieden wurde, er sei im Heim besser aufgehoben. «Alles im Leben hat seine Gründe.» Heute hegt er ein angenehmes Verhältnis zu seiner Mutter. «Sie kocht gut, das geniesse ich bei meinen Besuchen bei ihr.» Viel näher als sein Mami sind Clive sein 13-jähriger Halbbruder und sein Grossvater. «Mit beiden pflege ich engen Kontakt. Mein Grossvater ist mein Vorbild und mit meinem Halbbruder verbringe ich extrem gerne Zeit.» 

Das Sofa als Herzstück

In der Zwischenzeit ist es kurz nach 15 Uhr. Clive macht sich an den Abwasch. Die Küche ist ein Ort, den Bucher oft benutzt. «Ich koche gerne und bewusst für mich», sagt er. Was er immer daheim hat, ist Ingwer und Zitrone, um frischen Tee zu brühen. Zurzeit putzt der Unternehmer auch selber. Eigentlich aber ist er auf der dringenden Suche nach einer Putzfrau. «Aktuell aber mangelt es mir an Vertrauen, um einer Fremden meine Wohnungsschlüssel zu geben.»

Clive Bucher, Homestory beim bachelor 2018
© Joseph Khakshouri

Obwohl Clive einen Geschirrspüler hat, wäscht er wenig Geschirr auch mal von Hand ab.

Was ist eigentlich Clives Lieblingsort in seiner Wohnung? «Das Sofa, ich habe mir schon immer ein riesiges Sofa gewünscht, auf dem ich richtig chillen und ausspannen kann.» Chillen und Ausspannen, das macht der Bachelor, wenn es das Business zulässt, am Freitag- und Samstagabend. Wird dieses Wochenende die Auserwählte zum ersten Mal mit ihm auf der Couch lümmeln? «Das verrate ich nicht», sagt Clive. Bei einem Bachlor ist es eben wie bei einem Gentleman: Er geniesst und schweigt.

Sehen Sie die dritte Folge «Der Bachelor» nächsten Montag um 20.15 Uhr auf 3+.

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