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Happy Fashion Week 🖤

4 Trends aus Kopenhagen, die wir sofort kopieren

Wenn die dänische Hauptstadt zur Fashion Week ruft, rappelts im Karton: Da sprühen Trends wie Funken und gute Looks laufen wie heisse Lava die Strassen runter. Wir haben Street-Style-Stichproben genommen und all den Scandi-Candy herausgefiltert, auf den wir so lange gewartet haben.

COPENHAGEN, DENMARK - AUGUST 12: Guests outside Rotate during Copenhagen fashion week SS22 on August 12, 2021 in Copenhagen, Denmark. (Photo by Raimonda Kulikauskiene/Getty Images)

Die Skandinavierinnen können es kaum fassen: Sie durften mal wieder auf die Fashion Week. Mensch, wir freuen uns auch – aufs inspirierende Bildmaterial.

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25 echte Shows mit langen, überschlagenen Beinen am Rande des Laufstegs und 13 digitale Präsentationen, die fünf Tage lang das Frischeste aus den dänischen Trend-Öfen sendeten: Brands wie Ganni, 7 Days Active, Gestuz, Samsøe & Samsøe, Baum und Pferdgarten, by Marlene Birger, Helmstedt, Designers Remix, Lala Berlin, Stine Goya, Rotate und Saks Potts zeigten im Rahmen der Kopenhagen Fashion Week, was wir im Sommer 2022 am Leibe baumeln haben wollen. Wer so lange aber nicht warten kann und will, der schaut sich auf Kopenhagens bunt bevölkerten Strassen um. Denn da wandelte quasi die Trend-Glaskugel und orakelt, wie wir schon diesen Herbst angezogen sein werden. Wir raten einmal tief einzuatmen, möglichst viel Inspo aufzusaugen und dann einfach mal wild drauflos zu kopieren. Bitteschön: 4 Trends aus dem hohen Norden! Tak!

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Es ist nichts Neues, die Skandinavierinnen lassen es gern knallen. Weil sie es sich leisten können. An deren Stelle würde wohl jeder auffallen wollen. Passend zum sonnigen Gemüt greifen sie tief in die Spielzeugkiste und graben alles aus, was Spass macht. Die Paradedisziplin der Däninnen: Mode nicht zu ernst nehmen. Und farblich so richtig Gas geben. Diesen Herbst gerne alles in grellem Froschgrün und Bauarbeiterorange in den Warenkorb schleudern.

Je kürzer der Rock, desto besser bekanntlich die Wirtschaft. Wenn die «Rocksaumtheorie» des amerikanischen Wirtschaftlers George Taylor von vor knapp einem Jahrhundert stimmt, was sagen dann all diese derben Stiefel aus? Das Elend kommt auf groben Sohlen angeschlichen. Schuld ist Bottega Veneta. Von den Italienern und dem Engländer Daniel Lee nämlich wurden wir von «Lug»- und «Tire»-Boots überflutet. Und der Hype hält an. Man kopiert sie neu. In sämtlichen Farben und Formen. Immer in der Lage, die Apokalypse schrill lachend mit Füssen zu treten.

Jeden Moment ist Herbst und wir brettern mit vollem Karacho in die vierte Covid-Welle. Vermutlich. Vielleicht. Die mühsam wieder antrainierte Jeans wird also gleich zurück in die Ecke gepfeffert, das konnte ja nichts werden. Wir brauchen wieder Geborgenheit, Schutz, was zum Kuscheln. Habt ihr die Jogginghose schon in der Hand? Moment. Kleider und ganze Ensembles aus superbequemem Strick bieten allen Komfort, den uns die Trainerhose gab, noch mehr (noch! mehr!) Beinfreiheit und noch dazu die Illusion, als hätten wir uns mal «was Richtiges» angezogen. Strick ist warm, kuschelig – und richtig geschnitten, das absolut Coolste, was sich derzeit finden lässt.

Übergangsteile sind in etwa so sexy wie die Dritten eures Grossvaters. Ohne dessen gestrickten Pullunder werdet ihr diesen Herbst aber richtig alt aussehen. Ausgefuchste Leser*innen werden nun flüstern: Dieser Trend ist schon seit letztem Jahr Fashion-Week-approved. In Kopenhagen spazierte aber jetzt wieder eine Woll-Weste nach der nächsten den Kanal hinunter. Es hört nicht auf. Manchmal sind sie aus Leder, manchmal nur ein Latz. Welch Vielfalt!

Von Linda Leitner am 16.08.2021
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