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Wer verstehts?

Die 5 absurdesten Fashion-Kooperationen aller Zeiten

Wer in der Mode etwas auf sich hält, der organisiert eine Kollaboration, die für Aufsehen sorgt. Wie sinnvoll die nach aussen wirkt, rückt dabei oftmals in den Hintergrund. Wir zeigen fünf absurde Zusammenarbeiten, die bei uns für jede Menge Fragezeichen sorgen. 

Die 5 absurdesten Fashion-Kooperationen aller Zeiten

20 oder 280 Franken? Das DHL-Shirt vom It-Label Vetements und das Original vom Lieferdienst der Deutschen Post sind kaum zu unterscheiden. 

Getty Images

Als der schwedische Moderiese H&M 2004 seine erste Designer-Kollaboration mit Karl Lagerfeld in die Läden brachte, war die Aufregung gross und das Medienecho riesig. Heute, 15 Jahre später, gehört die Zusammenarbeit zweier Marken längst zum guten Ton. Wer ernst genommen werden will, sucht sich einen Partner aus der Mode-, Lifestyle- oder Beautybranche, spannt zusammen und begeistert die Massen mit seinem kreativen Outcome. Im besten Fall. Wir präsentieren fünf Beispiele, bei denen das nicht ganz so gut funktioniert hat.

Michael Michalsky und Tempo

Wir haben gerade erst Februar, den Preis für die absurdeste Kooperation des Jahres können wir trotzdem bereits vergeben. Die Gewinner sind: Michael Michalsky und Tempo. Ja genau, der Fashiondesigner und die Taschentuch-Marke machen jetzt gemeinsame Sache. Die beiden haben Grandioses auf die Beine gestellt und – Achtung – drei schwer-kreative Taschentuchbox-Designs auf den Markt gebracht, die sich toll als Accessoire im Bad machen. Gott sei Dank müssen wir den furchtbaren Anblick der gewöhnlich-blauen Tempo-Taschentuchbox nun nicht mehr ertragen. Uns fällt ein Stein vom Herzen.

DHL und Vetements

Wir schreiben das Jahr 2016: Unsere Insta-Feeds und die Strassen der Modemetropolen quellen plötzlich vor Gelb und Rot nur so über, das DHL-Shirt ist auf einmal omnipräsent. Das liegt nicht etwa am ansteigenden Onlineshopping-Hype, der die Lieferanten auf Trab hält, sondern am Kultlabel Vetements. Das hat sich nämlich vom deutschen Paketdienst «inspirieren» lassen und die Arbeitskleidung der Boten 1:1 abgekupfert. Einziger Unterschied: Die Shirts, die üblicherweise im 100er Pack bestellt werden, und keine 20 Franken pro Stück kosten, gehen jetzt für 280 Franken über die Ladentheke. Wer nicht weiss wohin mit seinem Geld, dem sei dieses Trend-Piece ans Herz gelegt.

Hunkemöller und Fila

Die einstige Kultmarke Fila feierte in den vergangenen Saisons ein grosses Comeback. Und zwischen Bauchtaschen, Scrunchies und Radlerhosen machten sich die klobigen Sneaker zugegebenermassen ziemlich gut. Doch nun will das Unterwäsche-Label Hunkemöller ebenfalls ein Stück vom Kuchen und bietet den Turnschuh (wahnsinnig kreativ) in zwei speziellen Farben im eigenen Onlineshop an. Wie Lingerie und Sneaker zusammengehen, wird nicht aufgeklärt – und auch die Instagram-Kampagne macht den Hintergedanken einfach nicht klarer.

Fashionblogger und Coral

Die Blogger-Kollaborationen von Coral gingen im Netz viral – allerdings vermutlich nicht aus den Gründen, die sich der Waschmittelhersteller selbst gewünscht hatte. Dass die Einbindung vom vermeintlich hippen Coral in lapidare Alltagssituationen möglicherweise seltsam wirken könnte, hatte das PR-Team beim Briefing der Influencer wohl irgendwie nicht bedacht. Die fotografierten sich fröhlich mit Coral im Bett, Coral auf einer alten Steintreppe, Coral beim Shoppen. Der Outcome: Gelächter, Spott und viele Fragezeichen.

Crocs und Pizzaslime

Was genau die regenbogenfarbenen Plastikschuhe (die unsere Eltern hauptsächlich für die Gartenarbeit verwenden) an sich haben, verstehen wir selbst nicht so genau. Die Fakten sprechen aber für sich: Balenciaga, Christopher Kane, Post Malone – sie alle kollaborierten bereits mit Crocs und brachten die Modelle, die sonst um die 40 Franken kosten, für bis zu 900 Franken auf den Markt. Der jüngste Coup des Unternehmens aus Colorado: Eine Zusammenarbeit mit dem schrägen Label Pizzaslime, das die Schuhe kurzerhand zur Handtasche umfunktionierte und diese für schlappe 300 Franken zum Kauf anbietet. Hach …

Von Malin Mueller am 16. Februar 2019