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Luxusbrands ziehen die Preise an

Eignen sich Handtaschen als Investment?

Früher legte man in Wohnungen und Häuser an. Das können sich heute nur noch die wenigstens leisten. Mit Bitcoins und NFTs ist das Spektrum der Alternativen inzwischen breit . Doch findet man den wahren Reichtum schon bald in der eigenen Taschensammlung?

PARIS, FRANCE - JANUARY 25: Linda Tol is seen outside Chanel during Paris Fashion Week Haute Couture Spring/Summer 2022 on January 25, 2022 in Paris, France. (Photo by Jeremy Moeller/Getty Images)

Eines der beliebtesten Taschenmodelle der Welt: die «Medium Classic Flap Bag» von Chanel.

Getty Images

Der Traum von der eigenen Designertasche. Viele Frauen hegen diesen bereits in jungen Jahren. Während man sich den Wunsch bis vor kurzem noch mit fleissigem Sparen irgendwann erfüllen konnte, scheint er aktuell weiter entfernt denn je. Der Grund: Die Luxusbrands ziehen die Preise an – und nicht zu knapp. Das betrifft vor allem die Taschenklassiker, die sich seit Generationen an Beliebtheit erfreuen. Man nehme zum Beispiel die «Medium Classic Flap Bag» aus dem Hause Chanel. Das Modell, das 1955 von Coco Chanel selbst entworfen wurde, gilt auch heute noch als zeitloses Liebhaberstück, das bei Jung und Alt ankommt – und für den französischen Brand als eine der wichtigsten Einnahmequellen dient. Nun zum Haken: Während die gesteppte Ledertasche 1990 noch für schlappe 1.150 US-Dollar zu haben war, muss man inzwischen deutlich mehr hinblättern – 8.800 US-Dollar, um genau zu sein. Eine Summe, mit der man sich sogar die heissbegehrte «Birkin» von Hermès leisten könnte.

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Doch wie erklärt Chanel die rasante Preiserhöhung? Offiziell gibt das Traditionshaus kein Statement dazu ab. Eine Preiserhöhung von Saison zu Saison ist seit den 1990ern im Luxussegment jedoch Gang und Gebe. Vor allem jetzt, in Zeiten von Corona wird davon wieder grosszügig Gebrauch gemacht. Chanel treibt es damit auf die Spitze und macht bei der «Medium Classic Flap Bag» vom Sommer 2021 bis jetzt einen 1000-US-Dollar-Sprung.

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Auch Vintage-Preise steigen

Die erhöhten Retail-Preise zeichnen sich natürlich auch auf dem Second-Hand-Markt ab. Während unsere Redaktorin Ende 2019 ein Exemplar aus den frühen 1990ern noch für rund 2400 Schweizer Franken erstand, müsste man für das selbige Modell heute mindesten 3400 Schweizer Franken zahlen. Das macht nach Adam Riese einen Gewinn von 1000 Schweizer Franken – und das in gerade einmal eineinhalb Jahren.

Den gewinnbringenden Effekt von Designer- Accessoires bestätigt auch die e-Commerce-Agency Novos. Neben dem Modell von Chanel eignen sich laut den Spezialist*innen zudem die «Speedy» von Louis Vuitton und «Birkin» von Hèrmes zum Investieren. Immerhin ging die Preisentwicklung bei allen drei Taschen in den vergangenen Jahrzehnten stetig bergauf. Ein Ende ist dabei nicht in Sicht. So mögen die strengen Preiserhöhungen der Luxusbrands für Käufer*innen im ersten Moment zwar ärgerlich sein, langfristig lohnt sich das Zuschlagen aber wohl trotzdem.

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Von Denise Kühn am 5. Februar 2022 - 10:00 Uhr
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