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Stopp mal, Kourtney!

5 Gründe, Poosh gar nicht erst zu lesen

Mit Spannung wurde es erwartet, jetzt ist es endlich soweit: Kourtney Kardashians Lifestyleportal Poosh ist online und sorgt für jede Menge Gesprächsstoff. Lesen muss man es aber eigentlich nicht. Wieso nicht?

5 Gründe Poosh gar nicht erst zu lesen

Mit diesem Bild teaserte Kourtney ihr Portal auf Instagram an – und feierte prompt Erfolge.

@kourtneykardash

Kim und Kylie machen in Make-up, Kendall ist ein Stern am Modehimmel, Khloé entwirft gleich selbst Kleidung. Und die älteste im Kardashian-Jenner-Clan? Die verfolgt ganz frisch mit ihrem neuen Lifestyle-Portal ein nobles Ziel: Poosh soll laut Kourtney weiterbilden, motivieren, kreieren und allem voran einen Lifestyle aufzeigen, der für jeden und jede von uns zu erreichen ist. Da ist nur ein klitzekleines Problem: Irgendwie scheint der Reality-TV-Star vergessen zu haben, dass die für den Lifestyle zwingend notwendige Summe auf dem Konto nicht jedem und jeder von uns vergönnt ist. Und auch sonst sind da ein paar kleine Details an Poosh, die uns irgendwie irritieren …

Kourtney macht gesund endlich cool

«Ich habe mich dazu entscheiden, Poosh zu launchen, weil ich das Gefühl hatte, dass etwas im gesunden Lifestyle-Segment fehlte. Gesundes Leben hat einen schlechten Ruf, als ob es nicht cool oder sexy wäre, sich darum zu sorgen was wir in- oder auf unseren Körper tun», erklärt Kourtney auf ihrer Website. Na Gott sei Dank! Endlich mal jemand, der nicht gegen gesunde Ernährung, Bio-Produkte und Bewegung wettert, sondern sie promotet. Ähm. Kourt, wir wissen nicht genau, in welchem Universum du lebst, aber wir glauben ganz fest daran, dass der Hype um die Million-Dollar-Industrie Healthy Living auch an dir nicht vorbeigegangen ist. Oder ist es purer Zufall, dass dein Portal in Aufmachung, Themenwahl und Namensgebung an das einer gewissen Blondine erinnert, die vor 11 Jahren eine ziemlich ähnliche Idee hatte?

2,3 Millionen Follower am ersten Tag? Ein Kinderspiel

Gut, sie ist eine Kardashian, sie hält für das erste Bild ihre Brüste in die Kamera und verzichtet bis auf ein Handtuch auf dem Kopf einfach mal komplett auf Kleidung. Trotzdem kam es uns ein kleines bisschen spanisch vor, dass der Instagram-Account von Poosh direkt am ersten Tag 2,3 Millionen Follower vorzuweisen hatte. Und dann war da noch die Tatsache, dass der Instagram-Account der mittlerweile eingestellten Kardashian-Brand «Dash» plötzlich nicht mehr vorzufinden da. Na, ahnt ihr schon was? Genau. Kourtney hat es sich einfach gemacht und den Dash-Account mit seinen 2,2 Millionen vorhandenen Followern einfach übernommen, den Namen geändert und – voilà, einen Riesen-Erfolg herbeigezaubert. Um fair zu bleiben: Die 100’000 Follower, die Kourtney innerhalb weniger Tage dazusammelte, ohne auch nur ansatzweise zu verraten, worum es bei ihrem neuen Projekt eigentlich geht, sind auch eine ziemliche Hausnummer.

Ein Upgrade im Badezimmer gefällig? Kein Problem

Um nochmal auf die oben schon erwähnte Summe auf Kortneys Konto zurückzukommen: die reibt sie uns auf Poosh gern mal unter die Nase. Etwa, wenn sie und ihre Freunde ein «Dr. Diamond Insta-Facial» bekommen. Oder wenn sie uns in ihrem «Travel Diary» das Luxus-Resort zeigt, in dem sie entspannt. Drittes, besonders schönes Beispiel: ihre Tipps, um unser Badezimmer auf ein neues Level zu heben. Unter ihren Vorschlägen befindet sich nämlich nicht nur ein Badezimmer-Döschen und eine Vase für jeweils mehr als 350 Franken, sondern auch ein eleganter Mülleimer (!) von Bottega Veneta (!), für sage und schreibe 1130 Franken.

Nicht mal Kourt isst «Kourt’s Signature Salad»

Poosh lehrt uns viele Dinge. Unter anderem, dass der «Signature Salad» von Kourtney Kardashian gar kein richtiger Salat ist. Und dass sie ihn selbst gar nicht zu sich nimmt. Es herrscht Verwirrung? Wir klären gerne auf: Zwei hartgekochte Eier, eine halbe Avocado, eine Tomate und zwei Mozzarellakugeln klingen für euch wie ein ganz passables Salat-Topping? Stimmt. Der Punkt ist nur: Diese Zutaten sind alles, aus dem Kourtneys «Salat» besteht. Kein Rucola, kein Nüsslisalat, kein Lollo Rosso. Naja, dann mal en guete, Kourt. Ach nein quatsch, das älteste Mitglied des Kardashian-Clans isst ja gar keine Milchprodukte, lässt den Mozzarella also auch noch weg. Hach …

Gluten sind der Ursprung alles Bösens

Die noble Mission der Poosh-Redaktion: Gesundheits- und Wellness-Mythen unter die Lupe nehmen. Das machen wir auf unserem Body&Health-Channel ja auch gern mal. Das Problem bei Kourtneys Ansatz ist allerdings der Wahrheitsgehalt der Aussagen. So empfiehlt ein gewisser Doktor Goglia im Artikel, komplett auf Gluten zu verzichten, auch wenn man diese gut verträgt. Dass mittlerweile unzählige Studien bewiesen haben, das der Verzicht nicht nur wenig sinnvoll, sondern sogar nachteilig für unsere Gesundheit sein kann? Ihm herzlich egal. Nachdem diverse Portale den Artikel auf Poosh zerrissen hatten, wurde zunächst ein Warnhinweis ergänzt, indem sich das Portal von den Aussagen von Goglia distanziert. Mittlerweile sind die «aufgedeckten» Mythen komplett von Kournteys Portal verschwunden. Ob sie selbst noch mal schnell gegoogelt hat?

Von Malin Mueller am 05.04.2019