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Earth Overshoot Day 2019

Ab heute leben wir auf Pump

Der 29. Juli 2019 markiert einen traurigen Rekord: Der Erdüberlastungstag wurde noch sie so früh erreicht wie in diesem Jahr. Was das heisst und wie wir etwas daran ändern können:

INDIO, CA - APRIL 13:  Global Inheritance art trash cans are displayed during the 2018 Coachella Valley Music And Arts Festival at the Empire Polo Field on April 13, 2018 in Indio, California.  (Photo by Christopher Polk/Getty Images for Coachella)

Weniger Konsum würde unserem Planeten gut tun: Nie war der World Overshoot Day so früh wie in diesem Jahr. 

Getty Images for Coachella

Würde jeder Mensch auf der Welt so leben, wie wir Schweizer es tun, bräuchten wir jedes Jahr drei Planeten, um unseren Bedarf an nachhaltig wachsenden Ressourcen zu decken. Bleiben wir bei der Realität, sind es immer noch die Mittel von 1,75 Erden, die die Weltbevölkerung im Jahr verbraucht. Der Earth Overshoot Day – zu deutsch: der Erdüberlastungstag – findet 2019 damit so früh statt wie noch nie. Am 29. Juli sind die nachwachsenden Ressourcen aufgebraucht. Aber wir konsumieren ohne grosses Hinterfragen genauso weiter wie bisher. 

Wir brauchen mehr, als da ist

Bereits seit 1970 lebt die Menschheit regelmässig auf Pump. Und während der Schrei nach Nachhaltigkeit und Konsumbewusstsein immer lauter wird, rückt der Erdüberlastungstag Jahr für Jahr weiter nach vorne. Die grossen Gründe dafür sind der Verbrauch von Holz, Fischbeständen und Ackerland, der CO2-Ausstoss und der Flächenverbrauch. Unsere Erde kommt mit dem Nachproduzieren und Ausgleichen der Missstände nicht mehr hinterher. Wir selbst spüren das nur bedingt. Ausbaden müssen den Überkonsum die Generationen nach uns – unsere Kinder und Enkel.

Was können wir tun?

Dass dramatischer Handlungsbedarf besteht, sollte damit ausser Frage stehen. Gefragt ist die Politik, der Ausbau erneuerbarer Energien durch den Staat – aber auch jeder einzelne von uns. Was wir tun können, um Ressourcen zu sparen? 

  1. Die Heizung abdrehen

    Mit jedem Grad weniger sparen wir Energie. Aktuell ist es ohnehin heiss. Wer auch im Winter etwas an der Temperatur schraubt (dicke Socken helfen!) kann jede Menge einsparen. Schon ein Grad Unterschied sorgt für eine Energieersparnis von vier Prozent.
  2. Das Auto stehen lassen

    Wer mit dem ÖV, statt dem Auto, zu Fuss, oder mit dem Velo unterwegs ist, tut seiner Umwelt etwas Gutes und entlastet den Verkehr. Jeder Kilometer ohne Auto reduziert den CO2-Ausstoss
  3. Richtig planen

    Ein grosser Negativ-Faktor für unsere Umwelt: Food Waste. Wer plant, was er in der Woche isst, und nur so viel kauft, wie er wirklich konsumieren kann, hilft der CO2-Bilanz. Und: Wer Limos und Süssgetränke durch Hahnenwasser ersetzt, tut ebenfalls etwas Gutes. Gerade in der Schweiz eine unkomplizierte Möglichkeit, die auch uns persönlich gut tut.

  • Fast Fashion meiden

    Die Modeindustrie ist ein grosser Negativfaktor, wenn es darum geht, unsere Erde richtig zu behandeln. Wer gegen Fast Fashion ankämpfen will, kauft Second Hand, spendet, anstatt wegzuschmeissen, oder tauscht Kleider mit Freunden, statt neu zu bestellen.

  • Nachhaltig reisen

    Die Ferien ganz aus dem Programm zu streichen, ist eine einschneidende Entscheidung im Leben, klar. Wer aber statt einer Flug- eine Reise mit dem Zug (oder sogar dem Velo) antritt, erlebt meist nicht weniger, sondern mehr. Auch Ferien gehen nachhaltig – einfach mal ausprobieren!

  • Von Malin Mueller am 29. Juli 2019