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Sport für Faule

«Exercise Snacking» macht Schluss mit Ausreden

Sport, bei dem man gar nicht merkt, dass man Sport macht? Ja, das gibts. Wir erklären euch, wies geht.

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Die Treppe hochlaufen – Sport gemacht!

Getty Images/Luxy

Sorry, Friends, soeben ist es noch ein bisschen schwieriger geworden, sich vor dem Sport zu drücken. Wieso? Weil Exercise Snacking wirklich jede und jeder von uns schafft. Die Idee: Wir bewegen uns häppchenweise über den ganzen Tag verteilt. Dazu braucht es weder Sportklamotten noch ein Gym, denn die Übungen lassen sich überall und zu jeder Zeit durchführen.

Forscher der McMaster University in Kanada haben herausgefunden, dass sich die Herzleistung ihrer Probanden schon durch wiederholtes Treppensteigen verbesserte. Dreimal am Tag, drei Tage die Woche liefen die Studienteilnehmer in zackigem Schritt drei Stockwerke hoch.

Das schaffen wir auch, oder? Damit ihr euch beim Treppensteigen keinen Wolf lauft, haben wir vier weitere Ideen, wie ihr kleine Workout-Schmankerl in euren Alltag einbauen könnt.

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Im Gehen Fernsehen

Sport kann so einfach sein! Der erledigt sich quasi im Vorbeigehen. Statt faul auf dem Sofa zu hängen und Chips zu knuspern, machen wir die Bewegung selbst zum Snack. Unsere Lieblingsserie können wir schliesslich auch problemlos verfolgen, wenn wir dabei auf der Stelle gehen. Und zwar dynamisch: Die Knie werden hochgezogen und die Arme schwenken mit. Faustregel: 5 Minuten Bewegung pro Stunde Fernsehen. Wer es intensiver mag, baut das Ganze mit Ausfallschritten nach vorn, hinten und zur Seite aus. Soll uns noch einer Couch Potato nennen!

Eine Station früher aussteigen

Oder auch zwei. Auch wenn es noch so bequem wäre, mit Tram oder Bus bis fast vor die Haustüre chauffiert zu werden. Einfach an die frische Luft denken, die bei eurem sportlichen Spaziergang lockt. Wichtig: Nicht einfach schlendern, sondern zügig gehen, damit der Kreislauf richtig in Gang kommt. Wer mit dem Velo zur Arbeit fährt: Ihr seid eh schon Gewinner! Aber das wisst ihr schon selber. Ja, das war ein kleiner Werbespot fürs Zweirad, denn auch wer mehrmals seinen Drahtesel bewegt, ist ein Exercise-Snacker.

Aufstehen, setzen

Anfangs beäugen euch eure Arbeitskollegen vielleicht noch mit Argwohn, aber aus einem Sport-Happen for one kann schnell eine Massenbewegung werden. Mehr Spass macht es ohnehin, wenn man in der Gruppe nicht-sportelt. Darum setzt einen Timer und turnt euch alle drei Stunden fünf Minuten lang durch eine oder mehrere der folgenden Übungen: 1) Aufstehen, setzen – mit den Armen vor der Brust verschränkt. 2) Hinter den Bürohstuhl stehen und auf die Zehen hoch- und runterwippen. 3) Abwechselnd die Knie nach vorne und hinten beugen. 

Aus- und wieder einräumen

Den Kleiderschrank, das Puffzimmer, den Keller, die Vorratskammer – braucht ihr noch mehr Ideen? Aufzuräumen gibt es in jedem Haushalt etwas. Und fortan können wir der Sache auch etwas Positives abgewinnen. Denn das Aufheben, Einräumen, Strecken, Umherschieben und so weiter gilt als Exercise Snack. Und wenn wir so richtig im Groove sind, fangen wir vielleicht sogar noch an zu Putzen – das ist bekanntermassen sowieso ein Kalorienkiller. Also mottet euren Saugroboter ein und fegt wieder selber drauflos! 

Von Marlies Seifert am 19.08.2019
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