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Schluss mit Aua!

So lauft ihr euch keinen Wolf mehr

Yes, endlich kurze Hosen tragen zum Joggen! Wenn da nur nicht die aufgescheuerten Oberschenkel wären. Vier Tipps, wie ihr sie loswerdet.

Chub Rub
Gegen scheuernde Schenkel sind auch schlanke Läufer nicht gefeit. Getty Images

Hände hoch, wer bei den aktuellen Temperaturen eigentlich gerne in kurzen Hosen joggen würde, es aber trotzdem nicht macht! Der Grund: Nach wenigen hundert Metern beginnen die Oberschenkel aneinander zu scheuern – und zwar auch bei schlanken, trainierten Menschen. Alles eine Frage des Körperbaus halt. Spätestens nach den ersten paar Kilometern entwickelt sich das Scheuern dann zum Schmerz und mit der Freude am Laufen ist es definitiv vorbei. Weil wir an heissen Sommertagen trotzdem nicht mit langen Leggings unsere Runden drehen wollen, haben wir hier vier Tipps gegen den fiesen Wolf.

Die richtige Kleidung

Baumwolle ist Tabu, denn sie absorbiert den Schweiss und klebt auf der Haut. Ideale Jogginghosen liegen eng an und sind aus atmungsaktivem Funktionsstoff gefertigt. Wenn ihr trotzdem gerne luftige Hosen tragt, dann zieht ihr am besten Kompressionsshorts drunter. Manche Laufhosen-Modelle sind bereits zweilagig konzipiert und verfügen theoretisch über einen eingearbeiteten Schutz für die Oberschenkel. Oft ist dieser jedoch etwas zu kurz bemessen. Und hey: Radlerhosen sind immer noch voll en vogue. Hier seht ihr, wie ihr sie auch im Alltag tragen könnt. Für sporttaugliche Modelle bitte einfach auf den Materialmix achten. 

Gleitmittel

Ja, richtig gelesen. Wer aufgescheuerte Oberschenkel verhindern möchte, muss die Reibung reduzieren. Das Mittel der Wahl geht vom silikonhaltigen Gleitgel über Vaseline bis zu Linola-Schutzbalsam. Andere schwören auf Hirschtalg, und auch Anti-Blasen-Mittel haben ihre Anhänger. In den USA sind zudem eigens gegen den sogenannten «Chub Rub» entwickelte Sticks auf dem Markt. Das bekannteste heisst «Bodyglide» und ist auch hierzulande im Sportfachhandel erhältlich. Am besten einfach mal in der Apotheke nachfragen und durchtesten, was bei euch persönlich am besten funktioniert.

Deo

Ohne Schweiss kein Scheuern, lautet eine andere Taktik. Denn durch das Schwitzen tritt eine sogenannte Verdunstungskälte ein, durch welche die Haut um ein bis zwei Millimeter anschwellen kann. Deos unterbinden oder minimieren diesen Prozess, wodurch die Oberschenkel weniger aneinander reiben. Gegen eine starke Schweissabsonderung helfen auch Antitranspirant-Salben wie Antihydral. Nicht zu empfehlen ist hingegen Babypuder. Im Alltag mag er noch helfen, in Verbindung mit Schweiss verklumpt er aber und die kleinen Knötchen reizen die Haut zusätzlich. Ergo: nichts für Sportler.

 

Pflege danach

Wenn die Innenseiten der Oberschenkel nach dem Rennen trotz aller Vorsichtsmassnahmen gerötet sind und brennen, lindern kalte Schwarztee-Umschläge den Schmerz. Eine desinfizierende Wundsalbe beschleunigt die Heilung. Angenehm kühlend wirkt auch Aloe Vera. Was die Pflanze sonst noch alles draufhat, lest ihr hier.

Von Marlies Seifert am 3. Juni 2019