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  4. Robert Pattinson macht für GQ einen Pasta-Burger

Biss zum Ende des guten Geschmacks

Nichts ist verstörender als Pattinsons Nudel

Wenn man der berühmteste Vampir der Welt war und bald Batman sein wird, dann hat man quasi alles erlebt. Dann müsste man was erfinden. Zum Beispiel Fast-Food-Pasta, die man in der Hand halten kann. Schauspieler Robert Pattinson tat dies für ein Interview mit der GQ – mit Pauken, Trompeten, Feuer und Cornflakes. Wir sagen nur: Don't try this at home!

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Robert Pattinson hängt in der aktuellen GQ ab.

Instagram/gq

Robert Pattinson lümmelt in seinem Londoner Airbnb rum. Mit strähnigem Haar, einem glitzernden Proleten-Python-Hemd von Dior, der Blick leer und ein bisschen irr. Alles wie immer eigentlich. Für das Cover des Magazins GQ hat er sich selbst im Spiegel fotografiert, der Rest des Editorials zeigt perfekt inszenierte Bilder aus der Quarantäne. Das Lotterleben in der Drehpause eines immer irgendwie verlottert aussehenden Schauspielers – manchmal hängt er mit Bierflasche auf der Couch, dann wieder trägt er eine Schüssel durchs Zimmer. Neben Haferflocken mit Proteinpulver verhilft ihm Thon mit Tabasco – direkt aus der Dose – zur Batman-Figur, die er nach dem Lockdown schliesslich wieder braucht.
Richtige Teller mit ansehnlichem Inhalt sind für Pattinson in etwa so überflüssig wie eine charismatische Ausstrahlung. So weiss er auch, worauf die Welt gewartet hat: ein Fast-Food-Nudelgericht to go. «Wie macht man Pasta, die man in der Hand halten kann?», fragt er im Facetime-Interview mit GQ-Autor Zach Baron. Ja, wie?

Ein Superheld mit Cornflake-Zucker-Kruste

Aus Gründen, die bis heute niemandem ersichtlich sind, versucht der 34-Jährige nämlich bereits aktiv, seine Kreation namens Piccolini Cuscino an den Mann zu bringen. Das kleine Kissen, wie das handliche Ungeheuer zu deutsch heisst, bereitet Pattinson dann auch live zu. Ein vielversprechendes Package mit fragwürdiger Optik, das einschlägt wie ein Blitz – Pattinson lebt seinen Pasta-Traum.

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Es geht um Pasta, also braucht man Nudeln. Penne seien nicht sonderlich geeignet, sagt er. Besser wären die, die aussehen, wie «der Dutt auf dem Kopf eines Mädchens». Dann entscheidet er sich für Penne. Die lässt er zur Vorbereitung in der Mikrowelle acht Minuten durchköcheln.
So weit, so schlecht. Angeblich macht er das nicht zum ersten Mal: «Ich habe nach vielen Experimenten festgestellt, dass man wirklich alles in einer enormen Menge aus Zucker und Käse verdicken muss.» Man forme also ein kleines Schiffchen aus Alufolie, bestreue es mit Zucker und lege Schnittkäse darauf. Wem wie Pattinson dann aber der Sinn nach einer knusprige Kruste steht, der hebe das Zucker-Käse-Duo noch mal an und brösle Cornflakes darunter. Nun darf man alles mit der Pasta und einer Sauce garnieren. Welche Sauce Pattinson verwendet? Sie ist rot. Ketchup vielleicht? Das Tabasco aus der Thon-Dose? «Einfach irgendeine», meint er. Auf eine erneute Schicht Zucker folgt ein Burger-Brötchen. Achja, klar: Fast Food.
Erfolgreich wird nur, wer sich selbst zur Marke macht. Darum brennt der Twilight-Star die Initialen PC für Piccolini Cuscino mit einem handelsüblichen Feuerzeug ins Brötchen. Sein Handschuh fängt Feuer. Ein Vampir kennt keinen Schmerz und eine Nudel eigentlich keine Burger-Form. Er wickelt den Alu-Klumpen zu einem Päckchen und entscheidet sich trotz diverser Öfen für die Mikrowelle. Zehn Minuten Kochzeit – Pattinson hat es unzählige Male gemacht.

Die Szene endet laut Autor Zach Baron folgendermassen: «Stolz geht er zurück zur Theke, wo sich sein Telefon befindet, als hinter ihm ein Blitz aus dem Ofen / der Mikrowelle ausbricht. Pattinson duckt sich, als hätte jemand draussen das Feuer eröffnet. Er kichert und kniet sich hin, während die Mikrowelle zuckende Lichtstrahlen und Tonflimmern ausstösst.» Dann ist das Gerät schwarz und Pattinson sagt: «Scheiss-Elektrizität. Ich glaube, ich muss das Ding in Ruhe lassen. Aber: Das ist ein Piccolini Cuscino.» Ja, Elektrizität scheisse, Rezept gut. Danke.

Von Style am 14.05.2020
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