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Hoffentlich hilfts

Alles, was ihr über Migräne wissen solltet

Ihr leidet an Migräne? Unser Beileid, aber: Willkommen im Club! Heilen können wir euch leider auch nicht – dafür erklären, was hilft und was alles noch viel schlimmer macht.

Alles, was ihr über Migräne wissen müsst

Migräne kommt und geht, wie es ihr passt.

Getty Images/CSA Images RF

Sie pirscht sich an wie ein Raubtier im Unterholz, statt raschelnder Blätter verraten sie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Schlägt sie zu, hilft – wenn überhaupt – nur noch eins: Licht aus, Lärm aus, Schmerzmittel rein. Nein, Migräne wünscht man nicht mal seinem grössten Feind, aber rund eine Million Schweizer leiden an dem fiesen, unberechenbaren Kopfschmerz. Die Ursache? Immer noch ungeklärt. Und auch auf der Suche nach einer dauerhaften Heilung tappt man noch im Dunkeln. Wie passend. Schliesslich fühlt man sich dort während einer Attacke «am wohlsten», im Dunkeln. Bloss kein Licht soll an die Augen, bloss kein Lärm an die Ohren. Am besten zwingt man sich in den Schlaf und hofft, dass nach dem Aufwachen alles wieder beim Alten ist. Ihr wisst genau, wovon wir hier sprechen? Dann leidet ihr offensichtlich auch an Migräne – und solltet nun aufmerksam weiterlesen.

«Mein Körper ist mein Tempel»

Ja, schon klar, das klingt nach einem cheesy Spruch, der auf Regenbogen gebettet durch unseren Insta-Feed flutscht, das Hashtag #InspirationalQuote hinter sich herschleifend. Aber es ist eben was Wahres dran, erst recht, wenn man an Migräne leidet. Darum raten wir euch, Stress zu minimieren, Schlaf zu maximieren, jeden Tag ausreichend Wasser zu trinken (ca. zwei Liter) und Alkohol nur zu besonderen Anlässen und in Massen (mit langem a) zu konsumieren. Werft ausserdem mal ein aufmerksames Auge auf eure sonstige Ernährung. Kohlensäurehaltige Getränke, Schokolade, Nüsse, Zitrusfrüchte und Käse sollen das Risiko auf einen Anfall erhöhen. Allergien, Unverträglichkeiten und Diäten könnten euch ebenfalls in die Misere treiben.

Führt Tagebuch

Apropos aufmerksames Auge … Führt ihr schon ein Migräne-Tagebuch? Nein? Dann solltet ihr schleunigst damit anfangen. Notiert euch jeweils, wann, wo und wie stark die Symptome aufgetreten sind, was ihr an diesem Tag gemacht, erlebt und konsumiert habt – auch der Zyklus kann zum Beispiel eine Rolle spielen. So könnt ihr nicht nur Schlüsse über eure persönlichen Auslöser ziehen (zu viel auf einen Bildschirm gestarrt, Stress gehabt, Lebensmittel XY gegessen) und ein Muster eurer Krankheit erkennen (tritt in den meisten Fällen morgens/mittags/abends, im Frühling/Sommer/Herbst/Winter auf), sondern seid noch dazu bestens vorbereitet, solltet ihr Migräne-bezogen mal einem Spezialisten einen Besuch abstatten. Im Tagebuch sind dann längst die Antworten auf all seine Frage niedergeschrieben. Win-win.

Vorbereitung ist das A und O

Wer regelmässig unter Migräneanfällen leidet, hat am besten immer das Medikament seines Vertrauens griffbereit. Ihr wisst aus Erfahrung, dass sich eine Attacke bei euch immer durch Augenflimmern, diese bestimmte Übelkeit oder Geräuschempfindlichkeit ankündigt? Reagiert so schnell ihr könnt und zieht euch mit Tablette und Wasser an ein ruhiges dunkles Plätzchen zurück, an dem euer Körper erst mal nicht weiter gereizt wird – oder macht euch direkt auf den Weg nach Hause, um das Übel in der Sicherheit der eigenen vier eingedunkelten Wände über euch ergehen zu lassen.

Von Laura Scholz am 28. August 2019