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Bedenklich oder unverzichtbar?

Ist das Fluorid in Zahnpasta eigentlich schädlich?

Zahncremes sorgen für weisse und gesunde Beisserchen – so viel ist klar. Immer wieder hört man aber, dass das darin enthaltene Fluorid schädlich für unsere Gesundheit sei. Wie viel ist dran an dem Mythos? Wir klären auf.

zahnpasta

Giftig oder effektiv? Zahnpasten mit Fluorid stehen immer wieder in der Kritik. Wir verraten, ob an den Vorurteilen wirklich was dran ist. 

Getty Images/Cultura RF

Damit uns die «Zahntüüfeli» nachts nicht heimsuchen, sollten wir mindestens zweimal pro Tag unsere Zähne putzen – das hat uns unsere Mama schon früh eingetrichtert. Heute wissen wir, dass wir damit nicht nur Karies verhindern, sondern auch für eine gute Mundhygiene sorgen. Verantwortlich dafür ist unter anderem der Stoff Fluorid, der in fast allen Zahnpasten vorkommt. Zudem macht Fluorid unseren Zahnschmelz resistenter gegen Mikroorganismen und Säuren, die sich natürlicherweise im Mund befinden, oder die wir mit der Nahrung aufnehmen. Schön und gut. Immer wieder hört man aber von dem Mythos, dass der Stoff, der übrigens überall in der Natur vorkommt, unserem Körper auch schaden kann. Angeblich soll er die Knochen, Nieren und das Nervensystem angreifen und sogar krebserregend sein. Zeit also zu klären, was an diesen Vorurteilen dran ist.

Fluorid kann ab einer gewissen Menge tatsächlich gefährlich sein, aaaber …

… um den bedenklichen Grenzwert zu erreichen, müssten wir täglich mehrere Tuben Zahnpasta verdrücken. Erst dann könnte die überhöhte Dosis für uns giftig werden und zu Übelkeit, Erbrechen oder Fluorose führen. Bei normaler Anwendung besteht also kein Risiko. Solltet ihr auch mal etwas Zahnpasta verschlucken, müsst ihr euch darum keine Sorgen machen.

Und was ist mit Zahnpasten ohne Fluorid?

Fluorid hat also einige Vorteile für unsere Zähne, die auch wissenschaftlich belegt werden konnten. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche natürliche Zahnpasten, die ohne den Stoff auskommen. Über ihre Wirksamkeit weiss man jedoch noch wenig. Experten raten deshalb eher zu fluoridhaltigen Zahnpasten. Bei Kindern hingegen können natürliche Varianten eine sinnvolle Alternative sein. Hier solltet ihr euch aber von einem Zahnarzt beraten lassen.

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Von Nadine Schrick am 15.03.2021
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