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So gesund ist tägliches Spazieren

Den Kopf frei bekommen, Stress reduzieren, Krankheiten vorbeugen – für das geht man Spazieren. Es täglich zu tun, bringt diverse Vorteile für den Kopf und den Körper.

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Spaziergang in Paris

Egal wo man durch spaziert (ob durch Paris oder dem Rhein entlang): Wer es täglich macht, den oder die erwarten verschiedene gesundheitliche Vorteile.

Elina Sazonova/Pexels

Spazieren kommt vom italienischen spaziare, das heisst umherschweifen. Während der letzten Jahre sind wir Profi geworden. Hochleistungsflaneusen sozusagen. Die sanfte Bewegung des Gehens beflügelt nicht nur Geist und Seele, sie ist eine Wohltat für den ganzen Körper. Sie beschert viele der positiven Effekte sportlicher Aktivität – ohne Strapazen für den Bewegungsapparat und den Kreislauf. Gehen ist einfach, es kostet nichts, fast jeder kann es, fast überall, und fast jedem tut es gut, bis ins hohe Alter. Nämlich:

1. Man wird kreativer

Beim Gehen hat man mehr kreative Ideen als im Sitzen. Das bestätigt eine amerikanische Studie. Selbst das gemächliche Gehen auf einem Laufband fördert die Kreativität, wenn auch weniger stark als ein Spaziergang im Freien. Die positive Wirkung war nicht dadurch zu erklären, dass körperliche Aktivität generell Denkleistungen verbessert, berichten die Forscher*innen. Noch ist nicht bekannt, welche biologischen Mechanismen für den Effekt verantwortlich sind. Ein angeregter Kreislauf, chemische Botenstoffe und eine verbesserte Stimmung könnten eine Rolle spielen.

2. Man wird gesünder

Beim Vergleich der Ergebnisse der jüngsten National Runners' Health Study mit der National Walkers' Health Study stellten die Forscher*innen fest, dass die Energie, die beim Gehen mit mässiger Intensität und beim Laufen mit hoher Intensität verbraucht wird, das Risiko für Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes und Herzkrankheiten während des sechsjährigen Studienzeitraums in ähnlicher Weise senkt. Frühere Studien belegen, dass ein täglicher Spaziergang das Schlaganfallrisiko bei Männern und Frauen verringert, die Zahl der jährlichen Krankenhausaufenthalte reduziert und sogar das Sterberisiko um bis zu 39 Prozent senken kann (im Vergleich zu keiner körperlichen Betätigung in der Freizeit).

3. Man nimmt ab (wenn man schnell spaziert!)

Eine im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass diejenigen, die an einem Walking-Programm teilnahmen, signifikante Verbesserungen des Blutdrucks, eine Verlangsamung der Ruheherzfrequenz, eine Verringerung des Körperfetts und des Körpergewichts und eine Senkung des Cholesterinspiegels zeigten.

4. Man ist zufriedener

Auch das bestätigt die Wissenschaft von heute: Es gibt nichts Besseres für den Geist als einen Spaziergang im Grünen. Ein Besuch im Park senkt messbar den Pegel der Stresshormone. Der Biologe Gregory Bratman von der Stanford University hat kürzlich gezeigt, wie so ein Spaziergang auf das Gehirn wirkt. Er ließ Probanden anderthalb Stunden durch den grünen Campus seiner Universität wandeln, mass anschliessend ihre Gehirnaktivität und sah, dass ihr subgenualer präfrontaler Cortex (SPC) zur Ruhe gekommen war. Ein reger SPC wird von Gehirnforscher*innen mit Grübelei assoziiert, und tatsächlich gaben Bratmans Versuchsgeher in Befragungen an, sich seltener in negativen Gedanken über ihr Leben zu verfangen. Andere Studien haben demonstriert, dass Spaziergänge die Gedächtnisleistung fördern und das Risiko einer Depression senken.

Von Style am 23. November 2022 - 16:00 Uhr