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  4. Weinkrampf: Aus diesen 4 Gründen heulen wir plötzlich los

Hat mal jemand ein Taschentuch?

4 Gründe, aus denen wir plötzlich losheulen

Wut, Glück, ein trauriger Film – Tränen können aus vielen Gründen fliessen. Aber manchmal bekommen wir total unvorbereitet einen Heulkrampf und wir fragen uns weshalb. Eine Psychologin klärt auf.

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Dass uns Tränen über die Wangen kullern, hat oft etwas mit unterdrückten Emotionen zu tun. 

Getty Images

Wenn wir Hunger haben, knurrt der Magen, und wenn wir müde sind, werden die Augen schwer – der Körper gibt uns mit sämtlichen Signalen zu verstehen, wenn etwas nicht stimmt. Es gibt aber auch Anzeichen, die scheinbar wie aus dem Nichts kommen und nur schwierig zu deuten sind. Spontane Weinkrämpfe zum Beispiel: Oft überfallen sie uns in den ungünstigsten Momenten und lassen uns völlig perplex und verwirrt zurück. Woher kommen solche emotionalen Ausbrüche? Psychologin Yvonne Thomas Ph.D erklärt das mysteriöse Phänomen wie folgt:

«Weinkrämpfe können eine physische Ursache haben, aber sie zeigen auch, dass man eine Menge unbewusster Emotionen aufgebaut und nicht verarbeitet hat.» 

Und welche körperlichen Ursachen können das sein? 

PMS

In den Tagen vor der Periode spielen die Hormone verrückt und beeinflussen unsere Stimmung: Reizbarkeit und schlechte Laune übernehmen das Ruder. Ist man bereits gestresst oder ängstlich, werden die Symptome noch verstärkt – wir fallen unseren Gefühlsausbrüchen zum Opfer und werden mit Weinkrämpfen bestraft. 

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Depression

Es ist völlig okay traurig zu sein! Hält sich das unglückliche Gefühl jedoch hartnäckig über mehrere Wochen, könnte das ein Anzeichen für Depressionen sein. Yvonne Thomas erklärt, dass sich die psychische Krankheit bei Frauen nicht selten in Form von Frustration, Wut oder Gereiztheit bemerkbar macht – alles Emotionen, die uns zum Weinen bringen. 

Stress

Das grosse Übel, von dem niemand verschont bleibt. Die einen können besser damit umgehen, die anderen weniger. Fühlt man sich vom Druck überfordert, kehrt man die negativen Gefühle als Abwehrreaktion unter den Teppich, anstatt sich mit den Problemen auseinanderzusetzen. Dadurch lösen sie sich natürlich nicht in Luft auf, sondern bahnen sich,  als Tränen getarnt, ihren Weg zurück an die Oberfläche.

Angstzustände

Schwitzen, Atemnot, Herzklopfen, Übelkeit – wer mit immer wiederkehrenden Panikattacken zu kämpfen hat, leidet nicht nur unter den Symptomen an sich, sondern auch unter der ständigen Angst vor der nächsten Attacke. In diesem labilen Zustand ist es keine Seltenheit, dass man wegen der starken Emotionen in einen plötzlichen Weinkrampf ausbricht. 

 

Von Jana Giger am 03.01.2020
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