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Im Gespräch bei Mamalicious

Teilen eure Kinder das Schlafzimmer?

Das Baby und seine grosse Schwester liegen kuschelig zwischen Mama und Papa gebettet. Sollen sie ein gemeinsames oder doch besser ein eigenes Schlafzimmer bekommen? Die Antworten der Mamalicious Community sorgen für Überraschung. 

Maedchen Etagenbett

Viele Kinder schlafen besser, wenn sie das Zimmer teilen.

Getty Images

Ein eigenes Schlafzimmer ist doch eine Selbstverständlichkeit, könnte man meinen. Falsch gedacht! Wie die Diskussion bei Mamalicious zeigt, setzen die meisten Schweizer Haushalte bei ihren Kindern auf ein gemeinsames Schlafzimmer.

Zumindest bis zum Schuleintritt des Ältesten: «Unsere Kinder haben das gemeinsame Schlafzimmer sehr genossen. Seit unsere Grosse in die Schule geht, hat sie nun ihr eigenes Zimmer. Sie wollte das so», schreibt eine Mutter.

Besserer Schlaf, weniger Puff

Ein gemeinsames Schlafzimmer hat klare Vorteile: Die Kinder schlafen besser ein und wachen in der Nacht deutlich weniger auf, so die Erfahrung vieler Eltern. «Sie hören zusammen das Guet-Nacht-Gschichtli und schlafen viel ruhiger», berichtet eine Mutter.

Häufig teilen sich die Geschwister zudem ein gemeinsames Spielzimmer. «Viel weniger Puff und sie haben viel mehr Freude», schreibt eine Frau begeistert. Eine andere bestätigt: «Es ist praktischer, da wir nur immer ein Zimmer aufräumen müssen.»

Ein gemeinsames Zimmer von Brüderchen und Schwesterchen lockert auch geschlechtsspezifische Verhaltensmuster. So sagt eine Mutter: «Geteiltes Schlafzimmer heisst bei uns geteilte Spielsachen. So spielt der Sohn auch mal mit dem Bäbi und die Tochter nimmt ein Autöli in die Hand.»

Auch mit zehn Jahren lieber zu zweit

Der Schuleintritt weckt bei vielen das Bedürfnis nach einem eigenen Zimmer. Manche teilen sich das Zimmer allerdings viel länger oder nach einem Unterbruch wieder. So schreibt eine Mutter: «Der Zehnjährige hätte unters Dach ins grosse Zimmer zügeln können, hatte dann aber Angst allein dort oben. Da wir in seinem alten Zimmer bereits das gemeinsame Spielzimmer eingerichtet haben, teilt er sich nun das Schlafzimmer mit seinem jüngeren Bruder und sie lieben es! Hätte ich in dem Alter so nicht mehr erwartet.»

Bei vielen ist das Geschlecht mit zunehmendem Alter ausschlaggebend für ein eigenes Zimmer: «Unsere drei (7, 4 und 2) waren ab Geburt bis diesen Sommer alle zusammen in einem Zimmer. Jetzt haben wir das Büro geräumt und ein Bubenzimmer gemacht, so hat der Vierjährige sein eigenes Reich. Die Mädels bleiben zusammen.»

Das Geschlecht muss allerdings nicht zwingend eine Rolle spielen, wie der Kommentar dieser Mutter zeigt: «Tochter, 9, und Sohn, 5, teilen sich ein Schlafzimmer. Mein Sohn möchte noch nicht alleine schlafen und meine Tochter hat nichts dagegen.»

Geborgen im eigenen Reich

Einige wissen schon in ganz jungen Jahren, wieviel Nähe ihnen guttut und wann Schluss ist. Das eigene Zimmer als Rückzugsort ist dabei von grösster Bedeutung: «Mein Sohn ist vier und die Kleine sechs Monate alt und er will auf keinen Fall, dass sie zum Schlafen in sein Zimmer kommt. Er liebt sie über alles, aber hat mir erklärt, er brauche seine Ruhe und möchte ein Zimmer für sich», hält diese Mutter fest.

Die kurioseste Schlaf-Lösung, zumindest was den Aufwand betrifft, hat schliesslich diese Familie gefunden: «Unser Mädchen, 6, und die beiden Jungs, 5 und 2, haben je ein eigenes Zimmer. Am Abend werden im Buben-Zimmer alle Matratzen auf den Boden gelegt und sie schlafen alle drei gemeinsam.»

Mamalicious bei SI Family

Racha Fajjari Mamalicious Market Juni 2019

Mamalicious-Gründerin Racha Fajjari (r.) und eine Helferin mit den Goodie-Bags für den Mamalicious-Market 2019 im Zürcher Volkshaus. Die Taschen sind in Zusammenarbeit mit der Schweizer Illustrierten entstanden.

Eline Keller-Sørensen

Jeden Monat präsentieren wir euch auf dem Family Channel der Schweizer Illustrierten ein Thema, das bei Mamalicious gerade heiss diskutiert wird. Das Monatsthema im Juli widmen wir dem Schulstart. Im ersten Teil gehen wir den Fragen nach, welche die Mütter der Community am meisten beschäftigen. Im zweiten Teil kommt Schulexperte Bruno Rupp und im dritten Mamalicious-Gründerin Racha Fajjari mit einem Erfahrungsbericht zu Wort. Zum Schluss gibts einen Medientipp. Dieses Mal die Shubidu-App, einen digitalisierten Familienkalender.

Von Maria Ryser am 4. April 2019