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  4. Beauty-Trend Facial Steaming: Das steckt dahinter

Wir entfalten uns

Ab jetzt steamen wir Gesicht statt Hemd und Hose

Mit Wasserdampf ist es so eine Sache: Unsere Kleidung macht er glatt, unser Haar Kraus – und das Gesicht? Tja, das ist nun die grosse Preisfrage. Ist Facial Steaming der Weg zum perfekten Teint oder doch nur Schall und Rauch? Wir klären auf.

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Mehr als nur Schall und Rauch? Wir verraten, was es mit Facial Steaming auf sich hat. 

Imaxtree

Egal ob wir den gerade fertigen Geschirrspüler öffnen, literweise kochendes Wasser für die Wochenend-Portion Pasta in den Topf giessen oder das Badezimmer betreten, während unsere bessere Hälfte gerade dabei ist, bei 95 Grad Wassertemperatur eine erfrischende Dusche zu geniessen – unser Gesicht kommt eigentlich ständig in den «Genuss» eines Dampfbads. Und genau das ist jetzt Trend. «Facial Steaming» wird in der Beautywelt gerade als DAS Geheimnis für schöne Haut schlechthin gefeiert. Das, was unsere Shirts und Hemden faltenfrei macht, soll also auch fürs Gesicht funktionieren. Echt jetzt?

Die Alternative zum Kochtopf

Nun, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ein waschechter Beauty-Trend braucht schliesslich immer auch ein zugehöriges Tool. In diesem Fall eines, dass den Wasserdampf besonders fein zerstäubt, da zentriert, wo er hin soll und dafür sorgt, dass wir uns keine schweren Verbrennungen zuziehen – wie das eben beim Gesicht über Pasta-Wasser gerne mal der Fall sein kann. 

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So funktioniert der Trend

Das Gerät steht, der Dampf läuft – und jetzt? Ganz wichtig ist die gründliche Gesichtsreinigung vor dem Steamen. Wer die überspringt, riskiert dass Schmutz und Make-up durch die von der Hitze geöffneten Poren tief in die Haut eindringen können. Ist unser Gesicht sauber, liegt aber genau hier das Geheimnis: Die Wärme, die Feuchtigkeit und das Schwitzen, dass so hervorgerufen wird, öffnen die Poren, spülen tieferliegenden Dreck heraus und machen unsere Haut besonders aufnahmefähig für Wirkstoffe wie Retinol oder Vitamin C, die im Anschluss aufgetragen werden. 10 bis 15 Minuten sollte euer Aufenthalt im «Mini-Dampfbad» andauern und mit einer zweiten Runde Hautreinigung abgeschlossen werden. Dann könnt ihr mit eurer typischen – jetzt noch wirksameren – Beautyroutine fortfahren.

Nicht übertreiben

Bevor ihr jetzt alle ausrastet und das kleine Dampfbad täglich integriert: ganz ruhig. Mehr als zweimal in der Woche solltet ihr eure Haut nicht steamen – andernfalls riskiert ihr Trockenheit und Entzündungen. Gerade zu Beginn reicht es vollkommen, einmal in der Woche zum neuen Beautyhelfer zu greifen und währenddessen nicht länger als 10 Minuten zu entspannen. 

Steaming für alle – oder doch nicht?

Die schlechten Nachrichten zum Schluss: So gut Facial Steaming auch klingen mag, es ist nicht für jeden geeignet. Profitieren können Typen, die zu Akne neigen oder unter öliger oder Mischhaut leiden. Der Dampf weicht Talgablagerungen auf und macht sie einfacher entfernbar. Gerade empfindliche Hauttypen, solche mit trockener Haut, Ekzemen oder Rosazea sollten von der Behandlung zu Hause aber besser die Finger lassen. Durch die Hitze können Entzündungen verstärkt und die schützende Ölschicht der Haut beschädigt werden. Wer es trotzdem probieren möchte, wendet sich am besten an eine professionelle Kosmetikerin die genau weiss, worauf sie achten muss. 

Von Malin Mueller am 23.11.2019
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