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  3. Retinol & Co: Diese Seren vertragen keine Sonne

Die Vampire unter den Seren

Geht mit diesen Wirkstoffen niemals in die Sonne!

Niemand zerfällt sofort zu Staub, wenn er mit dem falschen Serum im Gesicht das Haus verlässt. Dennoch haben manche Beauty-Wirkstoffe das gute alte Dracula-Problem und kommen mit Sonne schlecht bis gar nicht klar. Wir fühlen der Beauty-Industrie auf den spitzen Zahn und verraten euch, welche Inhaltsstoffe die Haut tatsächlich schädigen.

Elsa

Gut belichtet und vermutlich vernünftig eingecremt: Model Elsa Hosk.

Instagram/hoskelsa

Im Grunde genommen ist es ziemlich unpassend, in Tagen voll gleissender Sonnenstunden mit Dracula-Vergleichen zu kommen. Der nämlich hockt derzeit ziemlich oft in seinem stark aufgeheizten Sarg. Was dem Armen eben leider fehlt, ist die Fähigkeit Endorphine auszuschütten, sobald Sonnenlicht auf die bleiche Haut trifft. Aber auch wir sind vor ähnlichen Problemen nicht gefeit: So glücklich uns der grosse Feuerball auch stimmt, er macht unsere Haut anfällig. Um die Notwendigkeit von Sonnenschutz wissen wir alle. Was aber zusätzlich zu bedenken ist: In unseren Beauty-Produkten stecken Wirkstoffe, die zusätzlich zum labilen Zustand der Haut beitragen. So wirksam sie auch sein mögen, manche sind derzeit doch eher was für die stockdunkle Nacht. Und zack, da sind wir wieder beim Vampir-Dasein. Aber hey, so richtig altern tun die schliesslich nicht. Goals? Wir wollen jetzt nicht übertreiben, sondern versorgen die Haut tagsüber mit Ingredienzien in schimmernder Rüstung – mit solchen, die die Haut verteidigen. Sonnencreme mit Zink und ein Serum mit Vitamin C kämpft da an vorderster Front mit.

Bitte nicht: Retinol macht die Haut lichtempfindlich

Das gehypte Retinol, eine Form von Vitamin A, glättet die Haut, baut ihre Struktur auf, wirkt Pigmentflecken entgegen und verfeinert den Teint. Heisst: Es ist die absolute Wunderwaffe gegen Falten und Akne. Aber Achtung: Sonne und Retinol haben eine kontraproduktive Wechselwirkung, da Seren mit dem Wirkstoff die Haut lichtempfindlicher machen. Durch den soften Peeling-Effekt wird die oberste Hornschicht abgetragen, die Haut verliert so ihren natürlichen Sonnenschutz. Drum: Retinol lieber als Nachtpflege auftragen.

Bitte nicht: Zitrusöle führen zu Hautveränderungen

Keine Frucht ist hipper als die Zitrone. Aber Achtung, wie wir alle wissen hat auch die Zitrone zwei Seiten (also zumindest zwei Enden). Zitrusfrüchte generell enthalten Verbindungen, die vor Krankheitserregern schützen. Wunderbar, oder? Nö. Wenn die nämlich auf unsere, der Sonne ausgesetzten Haut aufgetragen werden, lösen sie eine phototoxische Reaktion aus, die Rötungen, Pigmentflecken und sogar Verbrennungen verursachen kann. Huch. Drum beispielsweise Seren und Cremes mit Grapefruitöl 24 Stunden vorm Sonnenbad meiden!

Bitte nicht: Peelende Säuren exponieren die frische Hautoberfläche

Milchsäure, Glycolsäure, Salicylsäure und Azelainsäure haben die Superpower zum Aufhellen, Befeuchten, Ausreinigen und Glätten der Haut. Die chemischen Peelings mit den scharfen Dingern drin knabbern an den Oberflächenzellen und stellen die frische Haut darunter extrem zur Schau. So exponiert ist sie schwach und natürlich sehr anfällig für UV-Schäden jeglicher Art.

Von Style am 26. Juni 2019