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  4. Die Regenjacke als Trenchcoat, Barbour und Sportjacke

Swinging in the rain

Ja, es gibt coole Regenmäntel – sehr viele sogar

Es schifft und schifft und schifft und es ist kein Ende in Sicht. Ihr seid verzweifelt, weil Regenjacke so nach Waldkindergarten klingt? Keine Panik auf der Titanic, wir bringen alle Schäfchen stilsicher ins Trockene.

LONDON, ENGLAND - FEBRUARY 18: A guest wears sunglasses, a glossy floral printed vinyl raincoat, a black JW Anderson bag, black ripped hem jeans, Gucci socks, pink python pattern pumps with pearl heels, during London Fashion Week February 2019 on February 18, 2019 in London, England. (Photo by Edward Berthelot/Getty Images)

Schnell wieder rein? Muss nicht sein.

Getty Images

Heute morgen auf dem Weg ins Büro: nass geworden. Heute Mittag auf dem Weg zum Lunch: nass geworden. Heute Abend auf dem Weg nachhause: nass geworden. Man darf hoffen, eure Wege waren kurz und knackig und eure Jacken gut. Eure Pläne fürs Wochenende: Brunch? Auf dem Weg hin und zurück werdet ihr nass werden. Ein bisschen raus? Herbstspaziergang? Ihr werdet sehr, sehr nass werden. Man darf nun hoffen, ihr seid gewappnet. Nein? Wir fragen nochmal nach: Ihr besitzt in Zeiten der meteorologischen Apokalypse keine Regenjacke?

Oder zumindest keine, die eurem Level an Swag entspricht? Bloss eine, die man von Mama geerbt hat, die ganz arg nach Funktion aussieht, dieaber nicht so richtig cool ist? Halt, stop! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wir haben die schönsten Regenjacken für jeden Typ aus dem Meer an Pfützen für euch empor getaucht.

Für alle, die wollen, dass man bei ihrem Anblick stehen bliebt, wie vor Ampeln

Es gibt sie kariert, mit Blumen oder Tiermuster – wer im Glanzstück mit Print durch den Monsun spaziert, kommt wahrscheinlich nicht bis ans Ende der Welt. Weil man ständig aufgehalten wird, um Komplimente einzuheimsen. Um gegenzusteuern, den Rest des Looks dunkel und leger halten. Hilft vielleicht.

Für Puristinnen, denen schnell alles zu viel ist

Hier haben wir es mit dem Gegenteil des oben erwähnten Modells zu tun. Der klassische Regenmantel ist unauffällig und auch ein bisschen arrogant: Er weist sehr vieles ab, neben Feuchtigkeit auch andere Menschen. Er beschränkt sich wie seine Trägerin aufs Wesentliche.

Für alle, die Fischen und Segeln gerne zu ihren Hobbies zählen würden

Das im Original gelbe PVC-Ding rollt das feuchte Feld von hinten auf. Während man den Friesennerz ursprünglich nur bei Sturzregen auf und an hoher See ausgepackt hat, darf er jetzt ganz smooth Herzen und Stile brechen: zu Röcken und sleeken All-Black-Looks.

Für alle, die gerne ungeschlagen bleiben. Moment ... Oder eher andersrum

Wir alle haben doch einen Fetisch. Die Autorin zum Beispiel geht wahnsinnig gern bei Regen spazieren und wollte schon als Kind nur dann so richtig raus, wenns ganz düster und ungemütlich war. Für alle anderen Vampire da draussen empfiehlt sich dieser Lack-Umhang wärmstens. Kommt die Sonne raus, wird die in Handschellen abgeführt.

Für Sportlerinnen, die im Regen schrumpfen, statt über sich hinauszuwachsen

In Ponchos ist das Leben ja ein Ponyhof. Darunter gibts kein Gewurstel, da hat alles locker Platz. Ebenso verhält es sich mit riesigen Anoraks aus wasserdichtem Material. Wer richtig cool ist, verschwindet fast darin. Was will man auch anderes machen bei dem Wetter.

Für alle, die so durchschaubar sind, dass man ihnen den Hang zum Exibitionismus ansieht

Es ist so eine Sache mit der Transparenz heutzutage. Macht ihr am Wochenende so viele Instagram-Stories, dass am Montag keiner mehr fragen muss, wie es so war? Dann braucht ihr diese Trenchcoats. Denn die legen alles offen. Sogar das Innenleben.

Von Style am 30.10.2019