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  4. EuroFashion-Report: So viel geben die Schweizer beim Shoppen aus

Zwischen Midnight-Kaufrausch und Gucci Gang

So teuer shoppen die Schweizer

Gerade hat das Mode-Suchportal Lyst den EuroFashion-Report veröffentlicht, der das Kaufverhalten von Shoppern des ganzen Kontinents analysiert und auswertet. Das Ergebnis: Schweizer shoppen hochpreisig, pragmatisch und zu Zeiten, die wir so nicht erwartet hätten.

PARIS, FRANCE - JUNE 23: A guest wears a Gucci bag, outside Paul Smith, during Paris Fashion Week - Menswear Spring/Summer 2020, on June 23, 2019 in Paris, France. (Photo by Edward Berthelot/Getty Images)

Gucci-Gang? Die Schweizer wollen dazu gehören.

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Wie shoppt unsere Nation eigentlich Mode? Auch wenn wir ein kleines Land sind: Aussagekräftige Zahlen zu erheben, ist fast unmöglich. Zumindest wenn man nicht gerade ein internationales Portal für Mode ist, das 50 Millionen Suchanfragen zu 1200 Brands und Einzelhändlern analysieren kann. Ihr ahnt es vielleicht schon: Das besagte Suchportal existiert und es hat genau das gemacht, was wir da oben so fein säuberlich beschrieben haben. In seinem EuroFashion-Report schaut Lyst einfach mal dem gesamten europäischen Kontinent beim Onlineshopping auf die Finger und filtert heraus, was, wie und wann die Schweizer am liebsten einkaufen. 

All about the Money

Beim Global Wealth Report wurden wir gerade von der Spitze gestossen: Die Amerikaner sind weltweit das einzige Volk, das noch mehr Geld auf der hohen Kante hat. Bei gefühlten 20 Kardashians können wir uns allerdings vorstellen, dass der Wert etwas nach oben verfälscht wurde. Der Durchschnittsbürger hierzulande hat damit übrigens 173’800 Franken auf dem Sparkonto (sorry, könnten wir da was abhaben?) und versucht angestrengt, diesen Wert mittels Onlineshopping nach unten zu korrigieren. Mit knapp 500 Franken pro Bestellung liegen die Schweizerinnen satte 95 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Nur Frauen in Monaco geben noch mehr aus. Die Schweizer Herren begnügen sich hingegen mit knapp 300 Franken pro Bestellung. 

Was uns im Zusammenhang mit den hohen Ausgaben dezent zu denken gibt: Am liebsten kaufen Schweizerinnen zwischen Mitternacht und 1 Uhr morgens ein. Männer warten bis am Morgen zwischen 7 und 8 Uhr. Böse Zungen würden unterstellen, dass ein, zwei Gläser Wein dafür verantwortlich sein könnten, dass das Portemonnaie bei den Damen nachts lockerer sitzt …

Die beliebtesten Artikel und Farben

LONDON, ENGLAND - SEPTEMBER 14: Tamara Kalinic is seen wearing hair loop, denim jeans, Louis Vuitton bag outside Toga during London Fashion Week September 2019 on September 14, 2019 in London, England. (Photo by Christian Vierig/Getty Images)

Der Satin-Haarreif von Prada ist das beliebteste Stück der Schweizerinnen.

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Wofür genau all das Geld draufgeht? Vor allem für Gucci. Das Label steht in der Schweiz und in sechs anderen Ländern auf Platz eins der beliebtesten Marken. Geht es um ein spezifisches Lieblingsteil unserer Nation, hat die It-Brand allerdings das Nachsehen. Der Satin-Haarreif von Prada macht die Frauen verrückt, die Männerwelt reagiert verzückt auf eine dunkelgrüne Regenjacke von Stutterheim. Hach ja. So ein Prachtstück … Als wäre das noch nicht pragmatisch genug, schafft es mit Hunter noch ein zweites Label unter die 20 beliebtesten Brands der Schweiz, das auf Regentage spezialisiert ist. Farblich wird es ebenso wild: Schwarz, Metallic und «Naturfarbe» (Beige quasi) führen die bunte Beliebtheitspalette an. Für den (nassen, matschfarbenen und nur so semi-modischen) Herbst sind wir damit bestens vorbereitet. 

Von Malin Mueller am 20.09.2019