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Insta-Neid Malediven

13 Gründe, warum man jetzt ins Paradies abhauen sollte

Hier stehen uns die grauesten Monate des Jahres bevor. Auf Instagram hüpfen die Influencer*innen gerade über schneeweisse Sandbänke, suhlen sich in etwa neun Sonnenstunden und kristallklarem Wasser in Badewannentemperatur. Wem jetzt die Tränen kommen, der packt auf der Stelle seinen Koffer und flüchtet ebenfalls auf die Malediven. Aus eigener Erfahrung wissen wir, warum sich die lange Reise abgesehen vom Traum-Wetterchen lohnt. Was die können, könnt ihr nämlich auch.

Instagram/leoniehanne

Influencerin Leonie Hanne war vor kurzem auf den Malediven. NEID. NEID. NEID.

instagram/leoniehanne

1. Um ohne Ende Vitamin D zu tanken

Machen wir uns nichts vor, bis wir hierzulande wieder von Sonnenstrahlen wachgekitzelt werden, dauert es noch eine kleine Ewigkeit. Im indischen Ozean dagegen, zwischen Fischschwärmen und Korallenriffen, macht der Sommer niemals Pause. Also ziehen wir das Smartphone aus der Steckdose (das braucht man im Paradies höchstens mal zum Fotosschiessen) und laden stattdessen endlich unseren eigenen Akku wieder auf. Mit so viel Vitamin D, wie unser Körper aufnehmen kann. Das stärkt nicht nur Immunsystem, Knochen und Darm – sondern auch unsere Psyche. Serotonin! Dopamin! Noradrenalin! Diese Botenstoffe machen glücklich. Her damit!

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2. Um uns endlich unseren Ängsten zu stellen – anhand von Hai-Adrenalin

Diese gewisse, dreieckige Flosse kennt man ja eigentlich nur aus Filmen. Und da hängt dann meist eine blutrünstige Bestie dran, die scheinbar für ihr Leben gern Gliedmassen von naiv planschenden Touristen snackt. Entsprechend gross ist der Schock, wenn im echten Leben plötzlich ein ambitionierter Junghai neben dir seine Bahnen durchs kristallklare Wasser zieht – und sich kaum weniger für dich interessieren könnte. Ehe man sich versieht vertraut man also der Tauchlehrerin, die versichert, das sei alles Quatsch in besagten Filmen, und hüpft beschnorchelt von einem Bootsheck ins offene Meer. Das Gefühl, einen wahrhaftigen, ausgewachsenen Hai (in sicherer Entfernung) unter sich entlanggleiten zu sehen, ist unbeschreiblich! Und «Jaws» findet man danach eigentlich nur noch albern.

3. Weil es hier die beste Steinofenpizza gibt

Ihr habt gedacht, die serviert das italienische Resti eures Vertrauens? Käse! Wer noch nie von seiner Sonnenliege aus durch türkisblaues Wasser zum Pizza-Pop-up mitten im Insel-eigenen Dschungel gewatet ist, um sich mit einem ofenfrischen 30-Zentimeter-Exemplar unverzüglich auf selbige zurückzubegeben, der schreibt das bitte ASAP auf seine Bucket List. Dass jede Pizza mit surrealer Postkarten-View sowieso doppelt so gut schmeckt wie zu Hause, müssen wir nicht extra erwähnen, oder?
Das kleine, aber sehr, sehr feine Häuschen der Pop-up-Pizzeria steht auf der Insel Dhigali. Unbedingt die Pizza mit Randen und Pesto probieren!
Mehr auf dhigali.com

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Uber Eats? Nö, unten ohne mit Pizza auf die ÖV (Golfcarts) warten – das gibts nur auf der Insel Dhigali.

Linda Leitner / Style

4. Drinks ohne schlechtes Gewissen exen

Es bleibt einem quasi nichts anderes übrig. Wer sich nämlich an der Beach Bar einen Frozen Mango Daiquiri bestellt, schafft es kaum zurück zu seinem Badetuch, bevor die klebrig süsse Sorbethaube geschmolzen das Glas hinunter rinnt. Getrunken werden will also schnell. Schade um den Drink? Iwo! Der ideale Grund, sich gleich den nächsten zu bestellen.

5. Weil es auf und unter Wasser endlos viel zu entdecken gibt

Was in jeden Malediven-Reisekoffer gehört? Ein Hawaiihemd und ein Schnorchel. Ersteres lässt man sich lässig um Körper und Bikini wehen, während man an Bord eines über die Wellen fliegenden Bootes nach Delfinen Ausschau hält. Oder in den kitschig schönsten Sonnenuntergang tuckert und dabei Prosecco schlürft. Im Idealfall passiert beides auf einmal. 
Alternativ kann man sich auch an Land durch die Botanicle Walks schlängeln und in den Eco Centern der Ressorts etwas über die einheimischen Pflanzen und Tiere erfahren. Auf Kuramathi schwebt sogar das Skelett eines wahrhaftigen Pottwals überm Sand. Die Insel-Meeresbiololog*innen helfen bei Fisch-Fragen nur zu gerne weiter.
Mit dem Schnorchel im Mund geht es dann unter die Wasseroberfläche. Und da werden die Augen hinter der Taucherbrille immer grösser: Schildkröten, Oktopusse, Haie, Rochen. Die tummeln sich an der atemberaubenden Riffkante.
Mehr unter kuramathi.com

6. Weil es sich unter freiem Himmel am schönsten duscht

Man würde ja meinen, es spiele keine Rolle, ob die Dusche ein Dach hat oder nicht, wenn man eh den ganzen Tag Open Air am Strand rumgelungert hat. Bis man sich mal unter freiem Himmel Sand und Salzwasser vom Körper gewaschen hat. Da prasselt es aus der Brause auf einen nieder, während einem die Meeresbrise um die Nase tanzt und man dabei auf raschelnde Palmenblätter und schaulustige Graureiher schaut.
Hot Tip der Redaktion: Aus den Bädern der Beach Villen auf Velassaru kommt man kaum mehr raus. Die Badewanne! Die hängenden Waschbecken! Das botanische Arrangement! Hach...
Mehr auf velassaru.com

7. «Weil man straight ausm Bett ins Meer spring'n kann»

Das rappt Cro. Und zwar in seinem Song «Blessed». Ok ok, der deutsche Rapper hat sich auf Bali eine eigene durchdesignte Villa gebaut, der ist tatsächlich diesbezüglich mehr als gesegnet. Wir spielen das Ganze mal im Kleinen nach und buchen uns Beach und Water Villen. Da muss man nämlich quasi nur die Klippe ertasten, sich von der Bettkante stürzen, den Ausgang finden und sich dann ins türkise Wasser gleiten lassen. So eine Water Villa auf Stelzen ist für Hobby-FKKler hier Geheimtipp. Da sieht einen bis auf den frisch geschlüpften Baby-Hai nämlich niemand. 
Auf Kuramathi haben die Water Villen Panoramafront – so sieht man immer aufs Meer, egal ob man im Bett liegt, badet, duscht oder... ihr wisst schon.
Mehr auf kuramathi.com

8. Um sich von der Wasserflugzeug-View den Atem rauben zu lassen

Wer nicht wochenlang mit dem Lover am gleichen hinreissenden Strand liegen will, der wechsle doch mal Insel statt Partner*in. Das lohnt sich auch deshalb, weil man unbedingt mal Wasserflugzeug geflogen sein muss: Dann ziehen die insgesamt 26 Atolle (eine Lagune umschliessende, ringförmigen Riffe) langsam wie kleine Spiegeleier unter einem vorbei. Ein exquisiteres Frühstück gibt es kaum.

9. Weil der Bus ein Golfcart ist

Fortbewegungsmittel-Guide Part II: Die Inseln auf den Malediven sind übersichtlich. Umrundet man sie mit den Füssen im Wasser, braucht man meist nicht länger als 45 Minuten. Und dann ist auch schon wieder Zeit, zu liegen. Man soll sich ja nicht übernehmen. Um bequem von der Villa zur Bar oder vom Spa zum Pool zu kommen, ruckeln hier kleine Golfcarts durch den Dschungel. Einfach freundlich winken oder an den hölzernen Bushaltestellen warten und nebenbei an duftenden Blütenkelchen riechen oder sich mit ineinander verschlungenen Baumstämmen messen.

Paradies

Wer von euch friert jeden Morgen an der Bushaltestelle? Auf der Insel Kuramathi wartet man mit viel Hingabe.

Linda Leitner / Style

10. Um Heiratsanträge zu bezeugen – oder selbst einen zu bekommen?

Die Rosenblätter fliegen, die Ringe flutschen, das Knie ist sandig, der Fotograf rotiert – einem Akt der Liebe unter Zuckerwatte-Himmel beizuwohnen, hat etwas satirisches. Drum: zurücklehnen und geniessen. Und hoffen, dass der eigene Partner oder die eigene Partnerin nicht auch noch auf die Idee kommt. Wenn wir jetzt hoffnungslose Romantiker*innen auf dumme Ideen gebracht haben: Flug buchen. Nirgends ist Zweisamkeit erwünschter als auf der Wirklichkeit gewordenen Postkarte – professionelle Bilder von Kitsch-geschultem Personal ebenfalls.
 

11. Die Camera Roll mit 7594 türkisblauen Wasserfotos verstopfen

Wer einmal auf den Malediven war, hat Instagram-Content für 2025. Man wandelt hier durch einen real gewordenen Filter. Oder länger. Nirgends ist der Sand weisser, das Meer kristallklarer, der Hai vorwitziger, der Delfin ausgelassener, der Drink kühler, die Palmen grüner, der Dschungel exotischer, der Himmel gegen Abend pinker, die Atmosphäre luxuriöser und liebevoller. 

12. Weil Anziehen überbewertet wird

Kann man natürlich. Und abends ist es auch sicher toll, sich fürs Dinner in einem der Restaurants hübsch zu machen. Den Fisch am Tisch im Sand zwischen Fackeln möchte man vielleicht lieber im Kleid entgräten. Und auch magische Restaurants, wie das Battuta auf der Insel Dhigali mitten im Dschungel, das man über einen Koi-Teich erreicht und das einen auf eine Reise durch orientalische und asiatische Aromen entführt, schreit nach Kleidung. Aber sonst: ist das Hawaiihemd (optional auch ohne Muster) das höchste der Gefühle. Morgens, wenn man den ersten Kaffee mit dem Po im Sand trinkt, wäre eine echte Hose fehl am Platz.

13. Weil man plötzlich im Reallife Jurassic Park ist

Wie Flugdinos kreisen sie über einem, während man sich auf dem Liegestuhl die knusprige Bräune an Land zieht. Wenn riesige Fledermäuse ihre Bahnen über den Baumwipfeln des zirpenden und raunenden Dschungels ziehen, dann hat man kurz das Gefühl, in einer exklusiven Variante des Blockbusters aus dem 1993 zu sitzen. Krabbelt dann auch noch der Teufel persönlich vorbei, ein faustgrosser Krebs mit grossen dick-bepockten Scheren, bitterböser Augenpartie und langen Hörnern, wirds ganz wild. Zum Glück ist immer ein friedlicher Graureiher in der Nähe, der schlichtet.

Flug buchen, abhauen! Tschüss!

Von Linda Leitner am 18. Dezember 2021 - 10:00 Uhr
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