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Die Hausbar pimpen

Drinks mixen zu Hause – mit diesen Tipps vom Profi

Die Bars sind bereits voll oder gleich ganz geschlossen. Nö, ausgehen macht zurzeit wenig Spass, aber Lust auf einen Drink haben wir trotzdem. Die Lösung? Selbst mixen! Wir liefern Profi-Tipps und das Rezept für einen weihnachtlichen Negroni.

Drinks zu Hause

Mit sogenannten pre-batched Cocktails geht das Mixen von Drinks zu Hause ganz einfach. 

Getty Images

Der Zürcher Fabian Gysling betreibt mit zwei Freunden das Start-up Mikks und mischt damit erfolgreich die Bar-Szene auf. Seit Neustem liefern sie fixfertige Sets, um zu Hause Cocktails, Mocktails oder Spritz zu machen.

Style: Fabian, du bist Koch und hast als Barkeeper gearbeitet. Was machen die meisten Leute falsch, wenn Sie zu Hause Cocktails mixen?
Fabian Gysling: Die Hemmschwelle ist recht gross, um es überhaupt zu versuchen. Es braucht Zutaten, die man nicht einfach so im Kühlschrank hat, dazu besitzen die wenigsten Barkeeper-Utensilien – und schliesslich fehlt vielen die Geduld dazu. Man will einfach schnell eine Flasche öffnen.

Wie geht es einfacher?
Es gibt sogenannte pre-batched Cocktails, vorgemischte Konzentrate aus Kräutern, Fruchtsäften und Zucker, die man dann nur noch mit Spirituosen und Eis mixen muss. Das bieten wir mit Mikks an. Damit gelingen zu Hause Cocktails und Spritz ganz leicht, aber auch Bars arbeiten damit. Wer Lust zum Experimentieren hat, kann sich an einen Frozen-Daiquiri wagen: Das ist nicht viel anders, als wenn man seinen Smoothie mit Eis und Wodka, Rum oder Gin ergänzt – und schon hat man Spass.

Wie kann man klassische Longdrinks aufpeppen?
Ein paar Kräuter vom Balkon geben schon viel her. In den Gin Tonic einen Zweig Rosmarin. Für den Aperol Spritz Thymian nehmen – und statt der Orange ein paar Mandarinen-Schnitze beigeben, das geht leicht und man hat gleich einen etwas anderen Geschmack. So bekommt auch der Negroni einen weihnachtlichen Touch: Mandarinen-Schnitze statt Orangenschale, dazu eine Zimtstange. 

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Was für Gläser nehme ich?
Zu Hause sieht mit etwas Deko jeder Cocktail, zum Beispiel ein Negroni, auch im normalen Wasserglas gut aus. Einen Mojito kann man in einem grossen Rotweinglas servieren.

Wie sieht es mit Drinks ohne Alkohol aus?
Mocktails sind ein riesiger Trend aus den USA. Die Faustregel lautet: Man kann bei jedem Cocktail die Spirituosen mit stillem Wasser ersetzen. Sehr angesagt sind alkoholfreie Spirituosen, zum Beispiel Seedlip oder Siegfried Gin. Beim Konsumieren aber unbedingt mit einem Tonic Water mischen, pur sind sie eine Enttäuschung.

Was soll man zu einem Cocktail servieren?
Nichts! Ich finde, Cocktails sind für nach dem Essen da. Da braucht es nichts dazu. Der einzige Grund, wieso man in der Bar Knabberzeugs bekommt ist, damit die Gäste Durst bekommen und der Wirt mehr Umsatz macht.

Fabian Gysling (ganz links) hat mit zwei Freunden das Start-up Mikks gegründet.

Fabian Gysling (ganz links) hat mit zwei Freunden das Start-up Mikks gegründet. 

Mikks

Rezept für Negroni

Der Klassiker aus Italien – erfunden in Florenz – hat einen bitter-süssen Geschmack und besteht zu gleichen Teilen aus Gin, Wermut und Campari. Wer Lust auf einen Swiss Negroni hat, verwendet Bitter Rosso und Vermouth Rosso der Zürcher Firma Jsotta. Und noch einen Tipp: Leichter und prickelnder wird der Drink mit Prosecco statt Gin – das ist dann ein Negroni Sbagliato.

Für ein Glas

  • 3 cl Bitter-Aperitif wie Campari oder Jsotta Bitter Rosso
  • 3 cl Wermut
  • 3 cl Gin
  • etwas Orangenzeste
  • 4 Eiswürfel

Eiswürfel ins Glas geben, Jsotta Bitter Rosso, Wermut, Gin und Orangenschale beigeben.
Weihnachts-Negroni: Jamie Oliver macht einen Zuckersirup mit Nelken, frischen Lorbeerblättern, einem Stück Zimt, Sternanis und Orangenzeste und lässt diesen zusammen mit dem Gin eine Woche durchziehen.

Weihnachtlicher Negroni

Einen Negroni kann man zu Hause auch in einem simplen Wasserglas servieren.

Getty Images
am 01.12.2020
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