1. Home
  2. Body & Health
  3. Food
  4. Sind zu viel tierische Proteine gefährlich?

Erhöhtes Krebsrisiko

Wieso zu viel tierische Proteine gefährlich sind

Der Griff zum Proteinshake nach dem Sport ist für viele Routine. Jeder weiss, wie wichtig Eiweisse für den Körper sind. Aber immer häufiger sieht man Produkte, die noch mit Zusatzproteinen angereichert sind. Braucht es das wirklich? Nein! Es gibt sogar gute Gründe, weshalb ihr darauf verzichten solltet.

Placeholder

Proteinpulver sind gar nicht so gesund, wie viele annehmen.

Getty Images/EyeEm

Viel Protein = viele Muskeln! Wer regelmässig Sport treibt, kann von dem magischen Pulver gar nicht genug bekommen. Es ist ja auch ein lebensnotwendiger Nährstoff, der für den Aufbau von Knochen, Muskeln und Bindegewebe verantwortlich ist und einen wichtigen Einfluss auf Hormone und Enzyme hat. Neuerdings springen einen in den Supermärkten aber immer mehr Produkte an, die mit «High Protein», «Plus Protein» oder «Extra Protein» gekennzeichnet sind. Und dabei handelt es sich nicht nur um Milch-Drinks, sondern auch um Frühstücksflocken, Joghurt oder sogar Brot. Der erste Gedanke: Zugreifen! Aber Achtung, ein übermässiger Eiweisskonsum kann schädlich sein und verschiedene Krankheiten auslösen.

Gefahren von tierischem Eiweiss

Bei einer Studie der Universität Sydney haben Forscher nachgewiesen, dass gewisse Aminosäuren negative Effekte auf die Gesundheit haben. Sie lösen Heisshungerattacken aus und fördern Übergewicht und Diabetes. An der Harvard Medical School wurde zudem untersucht, welche Wirkung eine Low-Carb-Diät hat. Dabei nimmt man viel Eiweiss und Fett zu sich und verzichtet grösstenteils auf «böse» Kohlenhydrate. Das Ziel ist klar: schnell abnehmen. Dass es funktioniert, hat die Harvard Medical School bestätigt – und herausgefunden, dass es bei einer solchen Ernährungsweise zu mehr Ablagerungen in den Blutgefässen kommt, was unter Umständen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen kann. Was auch bekannt ist: Mit einer sehr eiweissreichen Ernährung belastet man unnötigerweise die Leber und die Nieren. 

Related stories

Erhöhtes Krebsrisiko?

Wenn es um Proteine geht, muss man unbedingt zwischen pflanzlichen und tierischen Eiweissen unterscheiden. Letztere verpassen dem Körper einen Wachstumsimpuls. Was in bestimmten Situationen Sinn Macht: Das Kalb trinkt die Milch der Mutterkuh, um in den ersten Monaten nach der Geburt möglichst gross und kräftig zu werden. Bei erwachsenen Menschen, die genügend Nährstoffe über das Essen aufnehmen, bringt zusätzliches Wachstum jedoch keine Vorteile. Denn eine proteinreiche Ernährung lässt nicht nur die Muskeln wachsen, sondern birgt auch die Gefahr, dass sich Tumore bilden. 

In den USA analysierte ein Altersforscher die Ernährungsgewohnheiten von 4600 Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Er fand heraus, dass sich bei den Teilnehmern zwischen 50 und 65, welche viel Proteine zu sich nahmen, dass Sterberisiko deutlich erhöhte. Die Krebsgefahr stieg bei ihnen um das Vierfache! Pflanzliche Proteine wie Hülsenfrüchte, Broccoli oder Nüsse hatten jedoch keinen negativen Einfluss. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sie sogar eine schützende Wirkung haben. 

Fazit

Proteine sind essenziell für ein gesundes Leben und sollten hauptsächlich über pflanzliche Nahrungsmittel aufgenommen werden. Bei Leistungssportlern können zusätzliche Proteine zu einem besseren Training verhelfen. Braucht ihr einen Snack vor dem Training? Lasst den künstlichen «Strawberry-Energy-Milk-High-Protein-Shake» im Kühlregal und greift zu pflanzlichen Quellen wie Aprikosen oder Rosinen!

Von Jana Giger am 13.09.2019
Related stories