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Zur Brust genommen:

7 Nippel-Fakten, die kein Grund zur Sorge sind

Habt ihr Nippel? Die Wahrscheinlichkeit ist gigantisch hoch. Ungefähr genauso wie die, dass ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht habt, ob mit ihnen alles in Ordnung ist. Und die, dass die Antwort auf eure Frage «ja» lautet. Sieben Fälle, in denen kein Grund zur Panik besteht.

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Ist mit unseren Nippeln alles okay? Wahrscheinlich lautet die Antwort «ja».

Getty Images

Egal ob männlich, weiblich or irgendetwas dazwischen: Die allergrösste Mehrheit der Menschen besitzt (mindestens) zwei Brustwarzen. Den grössten Teil der Zeit sind die von uns Frauen allerdings entweder mit Kleidung bedeckt, wegretuschiert oder gleich komplett aus den Medien verbannt – wieso genau, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Ausser unseren eigenen Exemplaren bekommen wir daher in der Regel nur wenige andere Nippel zu sehen. Und wie so oft, wenn wir nicht vergleichen können, werden wir unsicher. Sind die Huckel auf ihnen normal? Muss ich zum Arzt, wenn meine Brustwarzen nach innen gekehrt sind? Wir sorgen uns um alles, das nicht nach dem Supermodel-Standard aussieht, den Kendall Jenner, Bella Hadid und Lily-Rose Depp ab und an unter ihren Naked Dresses hervorblitzen lassen. Deswegen wird es Zeit für etwas Aufklärung. Die meisten Dinge, die unsere Nippel so machen oder an sich haben, sind nämlich komplett unbedenklich.

Sie sind gross – oder klein

Bevor wir tief ins Thema gehen, folgt ein kurzer Exkurs zur eigenen Anatomie: Genau genommen sind unsere Nippel lediglich der mittlere Teil der dunklen Bereiche auf unseren Brüsten (bitte entschuldigt die holprige Beschreibung. Aber es wird schwer, wenn man das Wort an sich nicht verwendenden kann). Der Rest des Bereichs läuft unter dem unsexy Namen «Warzenvorhof» oder «Areola». Beides kann in der Grösse stark variieren – und sagt absolut nichts über unsere Gesundheit aus.

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Sie sind nach innen gekehrt

Eure Nippel stehen nicht nach aussen, sondern sind nach innen gekehrt? Oder waren es mal? Beides ist komplett normal – und gar nicht mal so selten. Man geht davon aus, dass zwischen 10 und 20 Prozent der Menschen invertierte Brustwarzen haben, häufig nur zeitweise. Lediglich, wenn die Umkehrung erst im Erwachsenenalter aufgetreten ist, lohnt ein Gespräch mit dem Arzt zur Abklärung. 

Sie sind hyperempfindlich – oder überhaupt nicht

Eure Nippel werden nur schon vom T-Shirt hart, das auf ihnen reibt? Das ist okay. Selbst Nippelklemmen ringen euch nicht mehr als ein müdes Gähnen ab? Auch vollkommen in Ordnung. Was die Sensibilität unserer Brustwarzen und den Bereich um sie herum angeht, unterscheiden wir uns von Mensch zu Mensch sehr stark. Einige (Glückliche) unter uns, können allein durch die Stimulation der Nippel zum Orgasmus kommen. Sind eure allerdings so empfindlich, dass es wehtut, macht ein Besuch beim Arzt zur Sicherheit Sinn.

Sie sind behaart

Nein, ein paar Haare um oder auf der Areola sind kein Grund zum Ausflippen. Meistens haben sie ihren Ursprung in einer Hormonveränderung – sprich unserer Pubertät, unserer Menopause, einer Schwangerschaft oder schlicht und einfach unserer Periode. Auch die Pille kann das Haarwachstum begünstigen. Alles easy und nicht weiter dramatisch. Lediglich wenn aus einigen Haaren eine ganze Menge werden, solltet ihr bei einem Arzt nachfragen. Oft hängt das Phänomen mit einer übermässigen Produktion männlicher Hormone zusammen. 

Sie sind «huckelig»

Klar, die perfekten Nippel von Bella und Kendall sehen aus wie gemalt, sind perfekt geformt, nicht zu gross, nicht zu klein und die Areola um sie herum ist nicht nur absolut symmetrisch, sondern auch so glatt wie ein Babypopo. Doch Achtung, Newsflash: Auch Supermodels besitzen Drüsen um die Brustwarzen herum, und die haben sogar einen Namen: Die «Montgomery Drüsen» oder «Tubercula areolae» sind einfach bei manchen von uns weniger und bei anderen mehr sichtbar. Nach der Geburt eines Kindes sondern sie ein Sekret ab, das dazu dient, die Haut der stillenden Mutter zu schützen. Ausserdem wird vermutet, dass sie ein Pheromon produzieren, das dem Säugling zeigt, wo lang es zur Milch geht. Ziemlich sinnvoll also – und absolut normal. 

Sie sind nicht nur zu zweit

Viele haben zwei, Chandler Bing hat drei, Harry Styles sogar vier. Und ratet mal: Alles ist komplett in Ordnung! Die «Accessoire Nippel» (kein Scherz, die werden echt so genannt) entwickeln sich bereits im Mutterleib, wenn die Milchleisten, aus denen auch die zwei «üblichen» Brustwarzen entstehen, sich nicht komplett zurückbilden. Krank machen sie nicht. Wer damit unglücklich ist, kann sie aber kosmetisch entfernen lassen. 

Sie sondern Sekret ab

Ja, wir verstehen, dass schnell mal Panik aufkommt, wenn unsere Nippel ein Sekret absondern, wenn wir aktuell nicht dabei sind, zu stillen. Trotzdem kommt das Phänomen bei etwa 20 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter vor, wenn die Brust zusammengedrückt wird. Schlicht und einfach, weil nun einmal alle Drüsen in unserer Brust im Nippel zusammenlaufen. Aber: Kommt das Sekret aus beiden Brustwarzen oder tritt schon bei leichtem Druck auf, können auch eine Entzündung, eine Infektion oder bestimmte Medikamente der Auslöser sein. Wie immer im Zweifelsfall macht es Sinn, einen Arzt einen geschulten Blick darauf werfen zu lassen. 

Von Malin Mueller am 04.02.2020
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