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Im Flow besser entgiften

5 Dehnübungen, die euer Lymphsystem ankurbeln

Das Ergebnis sind für einmal keine durchtrainierten Muskeln, dafür aber ein gut funktionierendes Lymphsystem im Körper. Wieso ist das (gerade in der Grippe-Saison) so wichtig und wie funktioniert es genau? Wir klären auf.

Dehnübungen für das Lymphsystem

Bei den Dehnübungen spielt achtsame Atmung eine grosse Rolle.

Getty Images/Westend61

Was eure fiese Halsentzündung mit dem Lymphsystem zu tun hat? Ziemlich viel! Ein angeschwollener Hals ist zwar ätzend, bedeutet aber bloss, dass euer Lymphsystem seine Arbeit erledigt, um die Grippe oder Erkältung schnellstmöglich zu vertreiben. Bevor wir euch 5 Übungen vorstellen, mit denen ihr das Lymphsystem unterstützen könnt, gibt es noch eine kurze Auffrischung in Sachen Biologie.

Abfalltransport durch den Körper

Ja, so könnte man das Lymphsystem auch nennen. Neben dem Blutkreislauf ist es das zweite Zirkulationsorgan im Körper und übernimmt – wie die Bezeichnung bereits andeutet – eine wichtige Entgiftungsfunktion. Unser Körper produziert täglich mehr als fünf Liter Lymphe (eine milchrig-wässrige Flüssigkeit), die Abfallstoffe zur Leber und den Nieren transportiert, wo sie endgültig ausgeschieden werden. Das Lymphsystem spült Infektionen und Giftstoffe buchstäblich aus unserem Körper heraus und reinigt so den kompletten Organismus.

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Viel Wasser, Bewegung, eine gesunde Ernährung und wenig Stress bilden die Basis für ein intaktes Lymphsystem. Der Physiotherapeut Dr. Leython Williams rät uns, mit bestimmten Dehnübungen das Lymphsystem zu unterstützen und so Krankheiten vorzubeugen.

«Dehnen hilft der Lymphflüssigkeit, sich durch das gesamte Lymphsystem zu bewegen, Blockaden zu lösen, Schwellungen zu verringern und eine gesunde Bewegung von Nähr- und Abfallstoffen zu fördern.»

Für diese Übungen müsst ihr weder eine Sportskanone sein noch spezielle Talente besitzen. Simpel, aber effektiv lassen sie sich zu jeder Tageszeit in den Alltag integrieren:

1. Achselzucken

Die erste Übung startet im Sitzen oder Stehen – Hauptsache die Position ist bequem. Atmet zuerst einige Male tief ein und aus, bevor ihr mit dem Einatmen beide Schultern bis zu den Ohren hochzieht und sie mit dem Ausatmen langsam wieder senkt. Das Ganze könnt ihr 10 bis 15 Mal wiederholen.

2. Halsdrehung 

Dafür könnt ihr je nach Belieben wieder sitzen oder stehen. Mit dem Einatmen dreht ihr den Kopf innerhalb von 5 Sekunden auf die rechte Seite und bleibt für eine Sekunde in dieser Stellung. Danach dreht ihr den Kopf mit dem Ausatmen wieder innerhalb von 5 Sekunden zurück in die Mitte und könnt die Übung dann auf der linken Seite wiederholen. Insgesamt solltet ihr beide Seiten 5 Mal dehnen. 

3. Hüften spreizen

Yes, endlich dürft ihr liegen – leider nicht auf dem Bett, aber immerhin auf einem Teppich am Boden. Legt euch flach auf den Rücken und platziert eure Arme neben dem Körper. Beim Einatmen bewegt ihr das rechte Bein langsam auf die Seite und bringt es mit dem Ausatmen wieder zurück in die ursprüngliche Position. Dasselbe macht ihr mit dem linken Bein und wiederholt jede Seite 5 Mal. 

4. Knöchelbeugen 

Hier startet ihr wieder im Liegen; die Arme und Beine sind flach am Boden. Beim Einatmen zieht ihr den einen Knöchel nach oben Richtung Knie und streckt ihn mit dem Ausatmen soweit, dass die Zehenspitzen schön gestreckt sind. Das macht ihr mit beiden Füssen je 10 Mal. 

5. Knie anwinkeln  

Cool, auch die letzte Übung funktioniert im Liegen – jedoch nicht mit ausgestreckten Beinen, sondern mit angewinkelten Knien, sodass die Füsse flach auf dem Boden stehen. Senkt das rechte Knie langsam auf die Seite Richtung Boden und bringt es dann langsam zurück, dass es wieder zur Decke schaut. Wie ihr euch bereits denken könnt, macht ihr das Gleiche mit dem linken Knie und repetiert beide Seiten je 5 Mal. 

Von Jana Giger am 20.01.2020
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