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  4. Mythen und Fakten über Krampfadern: Alles was man wissen muss, Therapie, Bekämpfung, Symptome – nicht nur für Ältere relevant

Sie betreffen nicht nur Ältere

Alles, was man über Krampfadern wissen muss

Wie ein Regenwurm schlängelt sich die Vene in mehreren Windungen am Bein entlang. Um Krampfadern ranken sich Mythen. Welche davon wirklich nicht mehr sind als das, welche sich als Fakten herausstellen und was man über die Varikose wissen sollte – zum Beispiel: Auch jüngere Menschen sind betroffen.

Beine im Bett

Beine zu überkreuzen (nicht so wie im Bild, sondern die eigenen im Sitzen) gilt als förderlich für die Entwicklung von Krampfadern. Stimmt das?

Olha Ruskykh/Pexels

Krampfadern machen entgegen der weitverbreiteten Annahme keine Krämpfe, wohl aber schwere Beine. Die krankhaft veränderten Venen werden durch einen Blutstau begünstigt. Dabei wird immer auch ein wenig Gewebsflüssigkeit in die Umgebung gepresst – daher die schweren Beine.

Was sind Krampfadern?

Sie treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Sie können sich überall entwickeln, sind aber eher an den Füssen und Beinen zu finden, insbesondere an den Waden.

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Normalerweise fliesst das Blut in den Venen vom Fuss bis zum Herzen. Über sie gelangt das sauerstoffarme Blut aus allen Organen und den entferntesten Ecken unseres Körpers wieder zurück zu Herz und Lunge in die Wiederaufbereitung. Die Beinvenen müssen ihr Leben lang gegen die Erdanziehung arbeiten. Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut von einer Klappe zur nächsten transportiert wird und nicht zurückfliesst. Bei Krampfadern sind diese Klappen kaputt, so dass das Blut gerade bei längerem Stehen und Sitzen von oben ins Bein versackt und sich unten in der Vene staut.

Sie sehen zwar unschön aus. Es ist aber das zugrunde liegende Problem, das Krampfadern verursacht, das zu weiteren Beschwerden führen kann, wenn es unbehandelt bleibt. Wenn wir an die hervortretenden, blau schimmernden Schläuche denken, denken wir an ältere Menschen. Schon mal falsch gedacht. Krampfadern sind kein Problem, das erst ab ü60 auftritt. In dem Alter hatten die Faktoren, die solche begünstigen schlicht mehr Zeit, sich zu entwickeln – aber es kann schon viel früher passieren. Symptome können früher auftreten, der Schaden auch. 

Mythen Alter und Krämpfe widerlegt – es folgt: Beine übereinanderschlagen

Sie entstehen durch angeborene Venenmerkmale, nicht durch die Lage der Beine, also, ob man sie übereinander schlägt oder nicht. Dinge, die zu einer chronischen Erhöhung des Drucks in den Venen des Bauches und der unteren Extremitäten führen, können die Erkrankung verschlimmern. Deshalb werden Schwangerschaft, Fettleibigkeit und langes Stehen mit der Entwicklung von Krampfadern in Verbindung gebracht. Das Tragen von eng anliegender Kleidung oder hohen Absätzen kann die Beschwerden ebenfalls verschlimmern. 

Kann Sport helfen?

Bewegung kann den Zustand verbessern, da die Muskelkontraktionen in den Beinen die Durchblutung fördern. Die Wadenmuskulatur hilft, den Rückfluss des Blutes aus den Beinen in Richtung Herz anzuregen. Auch die Beine hochzulegen, entlastet demnach die Gefässe. Bei Menschen, die aufgrund einer Erbanlage zu Krampfadern neigen, lässt sich deren Entstehung allerdings bestenfalls hinauszögern. Irgendwann zeichnen sich dann doch bläuliche Gefässe unter der Haut ab. Wenn man zu Krampfadern neigt, wird man höchstwahrscheinlich welche bekommen.

Oder sonst etwas?

Stripping (chirurgischer Eingriff unter örtlicher Betäubung), Radiofreuquenztherapie (minimal invasiv, kurz danach wieder belastbar), Laser – welches Verfahren beim Entfernen der Krampfadern zum Einsatz kommt, ist abhängig von der dicke der Adern.

Von zin am 16. Februar 2022 - 16:00 Uhr
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