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In der Baby-Bubble mit Lilibet Diana

Das erwartet Meghan zu Hause mit ihrem Neugeborenen

Herzogin Meghan und Prinz Harry sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Wir verraten euch, was sie zu Hause mit ihrem Töchterchen erwartet und welche Herausforderungen auf sie zukommen könnten.

herzogin meghan und archie

2019 mit Baby Archie war Meghan schon kurz nach der Geburt wieder putzmunter und draussen unterwegs.

Getty Images

Die frohe Botschaft verbreitete sich in Windeseile um den Erdball: Herzogin Meghan, 39 und Prinz Harry, 36, sind Eltern eines Mädchens geworden! Die kleine Lilibet Diana Moundbatten-Windsor kam am Freitag, 4. Juni zur Welt und Archie, 2, ist ab sofort ein stolzer grosser Bruder.

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Im Statement, welches auf der Website ihrer Organisation «Archwell» veröffentlicht wurde, verkündet das einstige Royal-Paar nicht nur Geburtsdatum, Zeit (11:40 Uhr) und Gewicht (knapp 3500 Gramm) der Kleinen, sondern bedankt sich auch für die Liebe und Gebete, welche sie aus aller Welt von den Fans bekommen hätten. Und sie verrieten: «Mutter und Kind sind gesund und munter und sind sich zu Hause am Einleben.» 

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Die Basics kennen Meghan und Harry noch von Archie

Wie viele Nannys und Hausangestellte Meghan und Harry in ihrem US-Daheim in Santa Barbara haben, wissen wir nicht, aber es werden sicher einige mehr sein, als bei uns. Auch Doria Ragland, Meghans Mutter, ist dem Paar eine grosse Stütze. Weiterer Pluspunkt: Die beiden machen das alles nicht zum ersten Mal. Beim zweiten Baby weiss man wenigstens, wie die Basics funktionieren: Windeln wechseln, Baby an die Brust anlegen und bestenfalls trinkt es, wie warm das Badewasser sein muss und so weiter. 

Es bleibt dennoch so einiges, das die Neu-Zweifacheltern nun stemmen müssen, Hilfe hin oder her. Aus Erfahrung wissen wir, dass der Druck, dass alles reibungslos und wunderprächtig läuft, schon mit ganz kleinen Babys gross sein kann. Deswegen wollen wir ein ehrliches Bild von der ersten Zeit Daheim mit einem Neugeborenen zeichnen. Damit malen wir nicht schwarz, sondern einfach realistisch kunterbunt. Voilà!

Herausforderungen mit einem Neugeborenen

Stillen
Bei manchen klappt es ohne Probleme ab Tag eins, bei anderen will die Milch auch nach einem – oft schmerzhaften Milcheinschuss – einfach nicht fliessen. Letzteres ist keine Schande! Viele Frauen brauchen viel Zeit, um sich ans Stillen, die Abläufe, das Abpumpen und die Rückschläge (nicht genug Milch, zu viel Stress, schmerzende Brüste) zu gewöhnen. Und bei manchen klappt es trotz grosser Bemühungen nicht oder sie entscheiden sich bewusst fürs Fläschchen. Jede Mutter will für ihr Kind das Beste, gleichzeitig muss sie mit Achterbahnfahrenden Hormonen dealen, die ihr das Neu-Mama-Leben zusätzlich stürmisch machen. Egal wie sie sich entscheidet, es geht nur sie und ihre Familie etwas an. Ob man eine gute Mutter ist, hängt von so vielem ab, aber nicht davon, ob die Milch in Strömen fliesst. Punkt.

Schlaflose Nächte
Ein Neugeborenes hat noch absolut keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Heisst: es schläft und erwacht zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten. Das ist vollkommen normal, es muss sich an so vieles gewöhnen. Mit dem Schlaftraining kann man dann später beginnen, am Anfang muss man da einfach durch. Es ist schon sehr hilfreich, wenn man sich in der Baby-Betreuung mit dem Partner, der Partnerin oder anderen hilfsbereiten Menschen abwechseln kann, damit man auch mal ein Auge zubekommt. Es wird einfacher, versprochen.

Schmerzen
Eine Geburt ist kein Spaziergang. Der weibliche Körper ist stark gefordert, ganz egal, ob das Baby vaginal oder per Kaiserschnitt zur Welt kam. Es ist ein Kraftakt, der in den meisten Fällen seine Spuren hinterlässt. Ob eine Frau im Anschluss an die Geburt im Intimbereich genäht werden musste oder ob sie eine Kaiserschnittnarbe hat – in beiden Fällen braucht sie sehr viel Ruhe, um heilen zu können. Und natürlich muss man sich mit allfälligen Schmerzen erstmal arrangieren. Lasst euch Zeit. Und kauft euch Cold-Packs, die sind Gold wert. Auch zu erwähnen sind die Nachwehen. Wenn das Baby an der Brust trinkt (oder auch nicht, siehe oben), kontrahiert die Gebärmutter. Ziel dieser Übung: sie zieht sich zusammen auf ihre ursprüngliche Grösse. Das kann ganz schön weh tun. Unbedingt mit der Hebamme darüber sprechen, die kennen den ein oder anderen Trick.

Seid nicht zu hart zu euch selbst!

Erschöpfung
Es ist nicht nur der fehlende Schlaf, auch mental kann eine Geburt und der ganze Prozess davor und danach sehr ermüdend sein. Niemand darf von einer frisch gebackenen Mutter erwarten, dass sie ein Dauergrinsen im Gesicht hat und stets happy ist. Auch wenn uns Magazine, andere Mütter und die Gesellschaft immer wieder vorgaukeln, dass alles rosarot zu sein hat, schliesslich hat man endlich das Baby, das man sich so gewünscht hat, auf dem Arm. Man darf auch mit einem kerngesunden kleinen Knopf k.o. sein. 

Babyblues
Innige Umarmungen, knuffige Speckröllchen, selige Schläfchen, süsses Lächeln: Ein Baby sorgt für intensivste Glücksgefühle im Leben einer Mutter. Doch nicht alle empfinden es tatsächlich so. Manche bekommen den sogenannten Babyblues, fühlen sich traurig und niedergeschlagen, während ihr Kind freudig vor sich hin blubbert. Auch das ist normal und kann jede von uns treffen. Hält die Niedergeschlagenheit mehr als zwei Wochen an, ist es empfehlenswert, sich professionelle Hilfe zu suchen, denn je früher erkannt, desto besser die Heilungschancen. Deshalb: Nehmt das unbedingt ernst!

Eifersüchtiges Geschwisterchen
Lange war man die Nummer eins und plötzlich zieht da ein neues Menschlein ein und will die ganze Aufmerksamkeit von Mama und Papa? Kein Wunder fällt es grossen Brüdern und Schwestern oft nicht leicht, sich an die neue Situation zu viert zu gewöhnen. Einmal mehr ist auch hier Geduld gefragt. Nichts bleibt für immer so, alles ist im Wandel. Der kleine Archie wird sich, wie die meisten Geschwisterkinder ans Baby gewöhnen und es lieb bekommen. In diesem Artikel verraten wir euch, wie ihr das ältere Kind in dieser neuen Situation unterstützen könnt.

Gefühl, nicht beiden gerecht zu werden
Mit der Eifersucht des grossen Geschwisterchens kommt für viele Eltern, die soeben das zweite Kind bekommen haben, auch das Gefühl, nicht beiden gerecht werden zu können. Wenn das kleine schreit, muss das grosse oft warten. Es ist ein hin- und hergerissen sein, das im Herz weh tut. Seid freundlich und keinesfalls zu hart zu euch selbst. Es wird sich alles einpendeln. Der ältere Bruder oder die ältere Schwester wird lernen, dass es nicht mehr allein ist, das kleine wird lernen, dass ihm nichts Schlimmes passiert, wenn es kurz weinen muss und die Eltern werden lernen, dass auch sie nur Menschen sind, die ihr Bestes geben. Alles kommt gut.

Es ist richtig, um Hilfe zu bitten

All diese Struggles können zum Eltern-Werden dazugehören und sind vollkommen in Ordnung. Es kann auch sein, dass ihr wirklich in der Baby-Bubble seid und es euch blendend geht – dann freut uns das mega! Für alle anderen ist wichtig zu wissen, dass mit euch nichts verkehrt läuft, wenn ihr nicht nur Freude und Glück empfindet in dieser ersten Zeit daheim. Es gibt viele Menschen, die euch helfen können, wenn ihr selbst nicht weiterkommt, sei es die Hebamme, jemand aus der Familie, eure Freunde oder ärztliche Fachpersonen. 

Von Edita Dizdar am 07.06.2021
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