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Von nichts zu viel

Albert trotzt Krisengerüchten mit ganz neuen Mitteln

Still um ihn war es nie, er selbst aber bewahrte eisernes Schweigen. Nun spricht Fürst Albert so offen und oft über seine Frau in Südafrika, wie er es vier Monate lang mit kaum einem Wort tat – und offenbart damit eine neue PR-Strategie.

Fürst Albert von Monaco Fürstin Charlène von Monaco

Haben sich ganz offensichtlich eine neue Strategie zurechtgelegt: Fürstin Charlène (l.) und Fürst Albert von Monaco.

Corbis via Getty Images

Schwierig war es in den vergangenen Wochen nicht, Fürst Alberts Motto der Stunde herauszufinden. Zweifellos lautete es: «Reden ist Silber, Schweigen ist Gold». Denn wo wegen seiner abwesenden Ehefrau Fürstin Charlène, 43, wilde Spekulationen und zahlreiche Gerüchte die Runde gemacht haben, ist der Fürst eines geblieben: ruhig. 

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An seiner Taktik hat sich lange nichts geändert. Nicht, als für die Öffentlichkeit zunächst noch völlig unklar war, warum Charlène so lange in Südafrika bleibt. Nicht, als daraufhin die ersten Gerüchte die Runde machten, wonach das Fürsten-Paar womöglich nicht nur in geografischem Sinne Meilen trennen würden. Und auch dann nicht, als Charlène immer wieder Updates gab – und damit klar wurde, dass sich ihre wegen gesundheitlicher Probleme überhaupt erst entstandene Abwesenheit in Monaco noch um Wochen hinziehen würde.

Doch dann war da die neuerliche vierstündige Operation der von einer hartnäckigen Hals-Nasen-Ohren-Entzündung geplagten Fürstin, die den Zwillings-Papa aus der Reserve lockte. Via Mitteilung des Palastes liess er verlauten, dass die Operation gut verlaufen sei. «Fürstin Charlène erholt sich, und wir denken voller Zärtlichkeit an sie.» Mehr war dem 63-Jährigen nicht zu entlocken – auch nicht in den darauffolgenden Wochen. Wo sich Charlène beim Besuch ihrer Liebsten Ende August «so sehr» freute, «meine Familie wieder bei mir zu haben», liess sich nur an Alberts Lächeln auf den veröffentlichten Fotos ablesen, dass auch seine Freude über das Wiedersehen gross gewesen sein muss. Ein Wort darüber hat er allerdings nicht verloren.

Neue Strategie

Doch nun hat Albert ganz offensichtlich genug geschwiegen. Denn seit er vergangene Woche im «People»-Magazin erstmals ausführlich über den Gesundheitszustand seiner Frau gesprochen hat, kommt er nun kaum mehr aus dem Plaudern raus. «Sie ist bereit, nach Hause zu kommen», sagte Albert damals im US-amerikanischen Magazin. Und ganz offensichtlich ist er nun auch bereit, weitere persönliche Einblicke zu liefern.

Das hoffnungsvolle Update nämlich sollte nicht das einzige bleiben. Nach einem neuerlichen Rückschlag – Charlène erlitt vergangene Woche einen Zusammenbruch –, war es Albert, der wiederum im «People»-Magazin die Sorgen um die Fürstin etwas minderte und erklärte, dass seine Frau bereits wieder auf dem Weg der Besserung ist.

In selbigem Gespräch allerdings brach er auch zu etwas anderem sein Schweigen: den Gerüchten um eine mögliche Krise. Er betonte, seine Frau habe «Monaco nicht im Zorn» verlassen und sei «nicht ins Exil» nach Südafrika gegangen. «Sie ging nicht, weil sie sauer auf mich oder irgendjemanden sonst war», stellte der 63-Jährige klar. Charlène sei «nach Südafrika geflogen, um die Arbeit ihrer Stiftung dort unten zu überprüfen und sich eine Auszeit mit ihrem Bruder und einigen Freunden zu nehmen».

Der Aufenthalt seiner Frau habe ursprünglich nur eine Woche oder maximal zehn Tage dauern sollen. Nun sei die 43-Jährige allerdings aufgrund «all dieser aufgetretenen medizinischen Komplikationen» infolge einer Infektion fürs Erste in ihrer alten Heimat geblieben.

Albert redet weiter

Doch damit nicht genug: Albert nutzte daraufhin auch seinen Auftritt an der Kieler Woche, um den deutschen Medien Auskunft über den Zustand von Charlène zu geben. In der «Bild»-Zeitung sprach er ebenso wie bei RTL, wo er erklärte, dass es seiner Frau «den Umständen entsprechend gut» gehe. «Sie hat noch ein paar Untersuchungen vor sich, und dann wissen wir in ein paar Tagen, wann sie wieder reisen kann.» 

Weiter gab er zu Protokoll, dass «die ganze Sache» von den Medien «aufgeblasen» worden sei – und an den Gerüchten um eine mögliche Krise zwischen dem seit zehn Jahren verheirateten Fürstenpaar nichts dran ist. 

Strategieänderung nach Schweigen

Die Aussage verdeutlicht es: Albert hat genug davon, nicht Stellung zu beziehen zu dem, was über ihn berichtet wird. Das allerdings sah lange anders anders aus: Wo Charlène bereits in zahlreichen Interviews darüber gesprochen hatte, wie sehr sie «meinen Ehemann, meine Babys und meine Hunde» vermisse und dass es der längste Zeitraum sei, «den ich je weg von Europa und meinen Kindern verbracht habe», blieb er still. Vielleicht war er daran beteiligt, dass sein Kommunikationsbüro zum 10. Hochzeitstag, den Albert und Charlène gezwungenermassen getrennt voneinander verbrachten, eine Liebes-Offensive startete. Doch ein aktuelles Zitat von ihm, eine Einschätzung zur Situation – darauf wartete man wochenlang vergeblich.

«Sie ging nicht, weil sie sauer auf mich oder irgendjemanden sonst war»

Fürst Albert über die Abreise seiner Frau

Wie er im «People»-Magazin ebenfalls verraten hat, verfolgte er mit seinem Stillschweigen einen klaren Plan: Er habe sich darauf «darauf konzentriert, mich um die Kinder zu kümmern», erklärte er. Die Gerüchte allerdings liessen ihn keineswegs kalt – wie auch Charlène nicht. «Natürlich wirkt es sich auf sie aus. Natürlich wirkt es sich auf mich aus.» Heute gibt er zu, dass er angesichts der brodelnden Küche bereits früher hätte Stellung beziehen müssen. Dass er das nicht tat, hat einen Grund: Er habe gedacht, so verriet Albert, die Gerüchte «würden vermutlich einfach verschwinden».

Von rhi am 11.09.2021
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