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  4. Das One-Shoulder-Top ist das Trend-Oberteil des Sommers
Die Sache mit dem Reiz-Geiz

Das Top, das halb nackt, aber komplett perfekt ist

Eigentlich sind wir ja keine Frauen, die halbe Sachen machen. Da Ausnahmen aber die Regel bestätigen, geraten wir diesen Sommer sowohl ins Schwärmen, als auch wunderbar in Schräglage. Warum das One-Shoulder-Top eigentlich das beste aller Zeiten ist.

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off-shoulder

Influencerin Emili Sindlev nimmt das mit dem Entblössen auf die leichte Schulter.

Instagram/emilisindlev

Achtung, Achtung! Verliert alle mal kurz eure Kontrolle, lasst mal eben euer Leben aus dem Ruder laufen – jetzt muss bitte so einiges schief gehen. Zumindest obenrum. Was wir dazu brauchen, ist guter Stoff. Und was richtig guter Stoff ist, erfahren wir wie immer von den Trend-Dealern unseres Vertrauens wie Jacquemus (klar), Isabel Marant und Saint Laurent. Die nämlich legen derzeit mit Vorliebe eine Schulter, ja einen Arm frei. Und wir sind süchtig nach den dekonstruierten Dingern, die eigentlich auch Blusen sein könnten. Mit Puffärmeln aus schimmerndem Satin oder aus Baumwolle wie Tanktops, zurückhaltend monochrom oder mondän geblümt – wir lieben sie alle. Warum? Lest selbst:

Das One-Shoulder-Top ist ein Basic, nur besser

Ihr habt Angst vor schrägen Aktionen dieser Art? Müsst ihr nicht. Das asymmetrische One-Shoulder-Top ist eigentlich ganz easy zu händeln, denn: Behandelt es einfach wie eure Basic-Shirts! Es ist schliesslich auch nur ein (halbes) Oberteil. Steckt sie in Paperbag Pants, hochgeschnittene Jeans und layert sie unterm Blazer oder Trenchcoat. Wie schön, wenn ein schräger Saum statt eines öden Rundhalsausschnittes hervorblitzt! Sind die Off-Shoulder-Tops solo unterwegs, sind sie an Effekt kaum zu übertreffen. Besonders lange Ohrringe freuen sich sehr über die Gesellschaft einer nackten Schulter.

Es ist subtil sexy

Der Ohrring, der seinen Schatten aufs gebräunte Schlüsselbein wirft … Hach, so ein One-Shoulder-Top mag einseitig sein, vereint aber das Beste beider Welten in sich. Man ist angezogen und doch entblösst, der eine Arm ist vollkommen verhüllt, der andere komplett nackt. Ob man mit Reizen geizt? Gute Frage. Genau diese Ratlosigkeit lässt ein aufregendes Spannungsfeld entstehen. Und das lässt sich gerne mit filigranen Ketten, hübschen Ohrringen oder schönen Männer-/Frauenhänden schmücken.

Es macht jedes Mädchen schön

Es ist vorauszusehen, so manche wird zetern: «So nackt, das kann ich nicht tragen». Da sind dann die Schultern zu knochig, der Arm zu speckig und der Busen vermutlich zu klein oder zu gross. So, meine Lieben, die einzige Problemzone, die wir hier gelten lassen, ist die, deren Name allein schon unschön ist: das Achselfett. Nun ist so ein One-Shoulder-Top aber glücklicherweise kein knallenges Bandeau-Top, es kann das kleine Fleischwölkchen ganz wunderbar kaschieren. Beim Schnitt muss lediglich darauf geachtet werden, dass die nackte Seite hoch und locker genug drapiert ist, um das Polster, das Frauen jedes Gewichts und Alters am Arm hocken haben, schön umschliesst. Denn sind wir ganz ehrlich: Die Schultern sind ein Körperteil, das gar nie schlecht aussehen kann. Schultern sind immer sexy. Vielleicht auch, weil auf ihnen schliesslich viel lastet. Weil Schultern Stärke ausstrahlen. Warum die also nicht inszenieren? Gegenargumente werden nicht akzeptiert.

Es throwbackt uns direkt in die 2000er

Es ist unser Lieblingsjahrzehnt, weil es die meisten von uns an unsere Kindheit und Jugend erinnert. Vielleicht an die Zeit, in der man die ersten Parties gefeiert hat und die ersten Annäherungsversuche machen wollte. Als Frisuren und glitzernde Gürtel noch ein grosser Teil des Looks waren, der im Vorfeld eifrig mit den Schulfreundinnen per Briefchen erörtert werden musste. Im Mittelpunkt stand das Going-Out-Top. Ein Top, das zu shiny für den Alltag war. Für alle, die es nicht mehr vor Augen haben, bitteschön:

Es ist die Welt, doch kostet sie nicht

Zeigt dem T-Shirt doch endlich die kalte Schulter und legt euch ein asymmetrisches Top zu. Wir hätten da ein paar Ideen.

Von Linda Leitner am 4. Juni 2019 - 17:08 Uhr